Die Krankenversicherung der Rentner

Bei der Bertelsmann BKK sind Sie auch nach Eintritt in den Ruhestand bestens versichert. Erfüllen Sie die gesetzlichen Vorversicherungszeiten, sind Sie pflichtversicherter Rentner. Andernfalls steht Ihnen die freiwillige Mitgliedschaft in der Bertelsmann BKK offen.

Die Krankenversicherung der Rentner (KVdR)

Pflichtig oder freiwillig versichert

Im Ruhestand kann der Versichertenstatus - pflicht oder freiwillig - spürbare Unterschiede in der Beitragshöhe ausmachen. Denn Pflichtversicherte müssen auf Mieteinkünfte und Kapitalerträge keine Beiträge zahlen, freiwillig krankenversicherte Rentner dagegen schon.

Sobald uns der Rentenversicherungsträger über Ihren Rentenantrag informiert hat, prüfen wir, ob Sie für die Zeit der Antragsbearbeitung vorläufiges Mitglied der Krankenversicherung der Rentner (KVdR) sind und ob bereits Beiträge zu zahlen sind.

Voraussetzung für Ihre Versicherung im Rahmen der KVdR ist, dass Sie eine bestimmte Zeit Mitglied oder Familienversicherter der gesetzlichen Krankenversicherung gewesen sind. Dies ist dann der Fall, wenn Sie vom Beginn Ihrer Erwerbstätigkeit bis zur Rentenantragstellung mindestens 9/10 der zweiten Hälfte dieses Zeitraums selbst Mitglied oder familienversichert waren. Seit August 2017 gilt zusätzlich, dass für jedes Kind pauschal drei Jahre Erziehungszeiten auf die Vorversicherungszeit angerechnet werden. Jedes Elternteil sowie Adoptiv-, Stief- oder Pflegeeltern können von dieser Neuregelung profitieren – es erfolgt allerdings keine Berücksichtigung für Enkelkinder.

Die Beiträge in der KVdR

Der Beitragspflicht von pflichtversicherten Rentnern unterliegen die Renten der gesetzlichen Rentenversicherung sowie vergleichbare Renten aus dem Ausland, die Versorgungsbezüge (siehe folgender Absatz) und das Arbeitseinkommen.

Zur Krankenversicherung bemessen sich die Beiträge für inländische Renten nach dem allgemeinen Beitragssatz der gesetzlichen Krankenkassen. Hinzu kommt der kassenindividuelle Zusatzbeitrag. 2021 ergibt sich so ein zum Vorjahr unveränderter Beitragssatz in Höhe von 15,85 Prozent. Hiervon trägt der Rentenversicherungsträger 7,85 Prozent.

Der Beitragspflicht von freiwillig versicherten Rentnern unterliegen zudem weitere Einkünfte, wie Mieteinkünfte und Kapitalerträge.

Bei ausländischen Renten gilt nicht der volle allgemeine Beitragssatz, sondern der halbe allgemeine Beitragssatz (0,5 x 14,6 %) zuzüglich Zusatzbeitrag (1,25 %).

Der Freibetrag für Betriebsrenten

Pflichtversicherte Betriebsrentner werden seit Januar 2020 bei den Beiträgen zur Krankenversicherung entlastet. Dies gilt sowohl für laufende monatliche Betriebsrenten als auch für einmalige Kapitalleistungen der betrieblichen Altersversorgung. Hierzu hat der Gesetzgeber einen monatlichen Freibetrag eingeführt. Für das Jahr 2021 beläuft sich dieser auf  164,50 Euro (Vorjahr 159,25 Euro). Dies bedeutet, dass seit Januar 2020 der beitragspflichtige Zahlbetrag der Betriebsrente um diesen Wert gemindert wird. Diese Neuregelung betrifft jedoch ausschließlich die Beiträge zur Krankenversicherung und nicht die zur Pflegeversicherung.

Versorgungsbezüge

Für die der Rente vergleichbaren Einnahmen wird im Gesetz der Begriff "Versorgungsbezüge" verwendet. Sie werden für die Beitragsbemessung berücksichtigt, wenn sie wegen einer Einschränkung der Erwerbsfähigkeit oder zur Alters- oder Hinterbliebenenversorgung gezahlt werden.

Die Versorgungsbezüge werden – ebenso wie die Renten der gesetzlichen Rentenversicherung – mit ihrem Zahlbetrag als beitragspflichtige Einnahme berücksichtigt.

Die Freigrenze 2021

Beiträge aus Versorgungsbezügen und Arbeitseinkommen sind jedoch nur zu entrichten, wenn die monatlichen beitragspflichtigen Einnahmen aus Versorgungsbezügen und Arbeitseinkommen insgesamt die Freigrenze im Jahr 2021 in Höhe von 164,50 € übersteigen (2020 = 159,25 €).

Die Beitragsentrichtung entfällt jedoch nicht, wenn die Beitragsuntergrenze lediglich durch die Gewährung einer Einmalzahlung (auch Nachzahlung) überschritten wird. Erhält ein Versicherter mehrere Versorgungsbezüge oder mehrere Arbeitseinkommen oder Versorgungsbezüge und Arbeitseinkommen, dann sind diese für die Beurteilung der Frage, ob die Grenze von einem Zwanzigstel der monatlichen Bezugsgröße überschritten wird, zusammenzurechnen.

Einmalige Abfindungen von Versorgungsbezügen, wie z. B. eine Direktversicherung, sind mit 1/120 der Leistung für den Kalendermonat anzurechnen, längstens jedoch für 120 Monate.


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