Akupunktur

Die Akupunktur ist ein Teilgebiet der traditionellen chinesischen Medizin. Sie geht von der Lebensenergie des Körpers aus (Qi), die auf definierten Leitbahnen beziehungsweise Meridianen zirkuliert und einen steuernden Einfluss auf alle Körperfunktionen hat. 

Laut dieser alten Lehre ist der Mensch gesund, wenn die Energie harmonisch fließt. Wird der Qi-Fluss aber gestört, was zum Beispiel durch Kälte, Wärme, falsche Ernährung oder psychische Faktoren geschehen soll, dann können Krankheit und Schmerz auftreten. Durch Stiche in auf den Meridianen liegende Akupunkturpunkte soll die Störung im Fluss des Qi behoben werden.

Voraussetzungen für Akupunktur als Kassenleistung

Die Akupunktur zur Behandlung von Knie und Rückenleiden ist eine Leistung der Bertelsmann BKK. Sie kann über die Gesundheitskarte abgerechnet werden, wenn folgende Diagnosen gestellt werden:

  • chronische Knieschmerzen durch Gonarthrose oder
  • chronische Schmerzen in der Lendenwirbelsäule


Voraussetzung ist, dass die Schmerzen chronisch sind, also länger als ein halbes Jahr andauern und dass die Akupunkturbehandlung in ein schmerztherapeutisches Gesamtkonzept eingebunden ist.

Um die Qualität der Behandlung zu gewährleisten, wird die Therapie nur bei Ärzten übernommen, die eine entsprechende Zusatzausbildung in Akupunktur und Schmerztherapie vorweisen können.

Wie läuft die Behandlung ab?

Bei einer Akupunkturbehandlung, die meistens im Liegen stattfindet, werden dem Patienten je nach Erkrankung an ausgewählten Stellen Nadeln in die Haut eingestochen. Die sterilen Einmal-Nadeln sind speziell geschliffen, der Patient spürt daher nur wenig, gelegentlich einen minimalen, anfänglichen Einstichschmerz. Nach einiger Zeit kann ein dumpfes Schwere- oder Wärmegefühl in den behandelten Bereichen entstehen. Die Nadeln verbleiben etwa 20 bis 30 Minuten in der Haut.

Um bestimmte Wirkungen zu erzielen, werden spezielle Stimulationstechniken angewendet. So können die Nadeln zusätzlich erwärmt, mit unterschwelligem Reizstrom stimuliert oder auf und ab bewegt werden.

Wann kann die Akupunktur helfen?

In den letzten Jahren konnte in mehreren Untersuchungen nachgewiesen werden, dass Akupunktur bei der Behandlung bestimmter Schmerzarten hilfreich sein kann. So konnte in einer großen deutschlandweiten Studie die Therapie mit den Nadeln bei Kniearthrose- und Rückenschmerzen dazu beitragen, die Schmerzen deutlich zu lindern. Abgeraten wird von Akupunktur zum Beispiel bei starken Gerinnungsstörungen und unklaren Befunden, die einer sofortigen Abklärung bedürfen.

Wirken Glückshormone bei der Akupunktur?

Was genau bei einer Akupunktur im Körper abläuft, ist schulmedizinisch noch nicht vollständig geklärt. Neue Studien deuten darauf hin, dass der Nadelstich im Gehirn eine vermehrte Ausschüttung schmerzlindernder und stimmungsaufhellender Substanzen auslösen kann. Zu diesen Substanzen, umgangssprachlich oft als "Glückshormone" bezeichnet, gehören unter anderem Serotonin und Endorphine.

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Seite zuletzt aktualisiert am: 01.09.2021
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