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Probleme mit der Stimme oder beim Sprechen können das alltägliche Leben massiv beeinträchtigen. Ist die Störung krankheitsbedingt, kann eine ärztlich verordnete Stimm-, Sprech- oder Sprachtherapie durch einen Logopäden oder Sprachtherapeuten hier helfen.
Haben Kinder auf Grund einer Erkrankung Probleme mit der Lautbildung (z. B. Lispeln) oder der Wortfindung, verdrehen sie Wörter im Satz oder haben sie eine schwer verständliche Aussprache, kann ihre Sprachentwicklung gestört sein. In diesem Falle kann die Sprachtherapie-App Neolexon eine wertvolle Therapieunterstützung sein.
Erwachsene hingegen benötigen stimm-, sprech- oder sprachtherapeutische Hilfe beispielsweise nach einem Schlaganfall oder wenn Kehlkopf und Stimmbänder durch eine Tumorerkrankung oder eine Operation in ihrer Funktion beeinträchtigt wurden.
Als Stimm-, Sprech- oder Sprachstörungen gelten u. a.:
Die Stimm-, Sprech- oder Sprachtherapie dient dazu, die Kommunikationsfähigkeit, die Stimmgebung, das Sprechen, die Sprache und das Schlucken bei krankheitsbedingten Störungen wiederherzustellen, zu verbessern oder eine Verschlimmerung zu vermeiden.
Die Qualität des Stimmklanges ist wesentlich abhängig von der Atmung und der Artikulation. Diese müssen in einem ausgewogenen Verhältnis zueinander stehen. Dieses Gleichgewicht ist aber oft gestört und kann z. B. zu Heiserkeit, Atemnot beim Sprechen oder zu leichter Ermüdung beim Sprechen führen.
Die Stimmtherapie umfasst besondere Maßnahmen zur Regulation von
Durch diese Maßnahmen soll ein Spannungsausgleich von Atemdruck, Stimmbandtätigkeit und Artikulation herbeigeführt werden.
Aber auch die Vermittlung von Kompensationsmechanismen, wie z. B. die Bildung einer Ersatzstimme oder Gebrauchsübungen für den Einsatz von elektronischen Sprachhilfen, zählen zur Stimmtherapie.
Ziel ist es, alle an der Stimme beteiligten Funktionen in ihr harmonisches Zusammenspiel zurückzuführen und somit eine Wiederherstellung oder Verbesserung der Stimme und des Sprechens zu erreichen.
Es besteht ein enger Zusammenhang zwischen den Funktionen von Atmung, Stimme und Ganzkörperbewegung und -haltung. Die Motorik dieser drei Systeme steht wiederum in enger Wechselwirkung zu emotionalen Vorgängen und Reaktionen. Beim gesunden Menschen befinden sich all diese Systeme miteinander in einem Gleichgewicht. Die Koordination stimmt.
Bestehen Probleme in der motorischen und sensorischen Sprechleistung, kann dies zu Stottern, Problemen mit bestimmten Lauten, dem Gefühl einen Frosch im Hals zu haben oder mangelndem Wortfluss führen.
Sprechtherapie ist hier gefragt. Sie umfasst insbesondere Maßnahmen zur gezielten Anbahnung und Förderung der
Das Ziel ist die Regeneration des gestörten Funktionskreises durch Spannungsausgleich der Muskulatur, Koordination von Atmung und Stimme, die Flexibilität der Atemmuskulatur und Vertiefung der Atmung.
Das Sprechvermögen nehmen wir als etwas ganz Normales hin, solange es wie selbstverständlich funktioniert. In verschiedenen Lebensphasen können Sprechvermögen und Sprachentwicklung aber verzögert sein. Es kommt zu Störungen der Sprache und des Sprechens – die sprachlichen und kommunikativen Fähigkeiten leiden. Gründe hierfür können z. B. eine Aphasie (zentrale Sprachstörung), eine Gesichtslähmung, eine Schluckstörung oder aber auch eine Sprachstörung bei Taubheit sein.
Wo die Sprache nicht richtig angewendet werden kann, setzt die Sprachtherapie an. Sie umfasst Maßnahmen insbesondere zur
Das Ziel der Sprachtherapie ist die Wiederherstellung, Besserung oder Erhaltung der Kommunikationsfähigkeit im Alltag.
Die Therapie von Stimm-, Sprech- oder Sprachstörungen umfasst nicht nur das jeweilige Symptom allein. Störungen in diesem Bereich können organische, psychische, aber auch hormonelle Ursachen haben. Arzt und Therapeut betrachten die Störung in einem größeren Zusammenhang. Sie berücksichtigen bei der Therapie z. B. den psychischen Zustand des Patienten, seine allgemeine körperliche und geistige Entwicklung, die familiäre Situation, aber auch das Hörvermögen oder den Zustand der beim Sprechen beteiligten Organe.
Ihr Arzt darf nur dann Maßnahmen der Stimm-, Sprech- oder Sprachtherapie verordnen, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind:
Für die Stimm-, Sprech- oder Sprachtherapie stehen verschiedene Fachleute zur Verfügung. Neben den Logopäden sind dies beispielsweise auch staatlich anerkannte Sprachtherapeuten oder medizinische Sprachheilpädagogen. Diese Therapeuten werden auf der Grundlage der vom Arzt ausgestellten Verordnung und der Ergebnisse der ärztlichen Diagnostik tätig.
Versicherte müssen sich auch an den Kosten für Maßnahmen der Stimm-, Sprech- und Sprachtherapie beteiligen. Die gesetzliche Zuzahlung beträgt 10 Prozent der Kosten, plus 10 Euro je Verordnung.
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