Arbeitsunfähigkeit & Krankengeld

Sind Sie arbeitsunfähig krank geschrieben, erhalten Sie im Anschluss an die in der Regel 6-wöchige Entgeltfortzahlung des Arbeitgebers von der Bertelsmann BKK Krankengeld. 

Wartezeit

Der Anspruch auf Entgeltfortzahlung bei Arbeitsunfähigkeit bzw. bei stationärer Behandlung entsteht erst nach vierwöchiger ununterbrochener Dauer des Arbeitsverhältnisses - der sogenannten Wartezeit. Liegt während dieser Wartezeit Arbeitsunfähigkeit vor, zahlen wir Ihnen bis zu deren Ablauf Krankengeld. Anschließend besteht ein Entgeltfortzahlungsanspruch durch Ihren Arbeitgeber bis zu sechs Wochen.

Wie hoch ist das Krankengeld?

Das Krankengeld beträgt 70 Prozent des beitragspflichtigen Bruttoarbeitsentgelts oder 90 Prozent des Nettoarbeitsentgelts, wenn dies niedriger ist.

Beitragspflichtige Einmalzahlungen (z. B. Weihnachtsgeld, Urlaubsgeld) können das Krankengeld auf 100 Prozent des letzten Nettoentgelts erhöhen. Das gesetzliche Höchstkrankengeld pro Tag (aus 70 Prozent des beitragspflichtigen Bruttoarbeitsentgelts) beträgt 112,88 € im Jahr 2022.

Es wird um die Versichertenanteile zur Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung vermindert. Somit beträgt das Nettokrankengeld bis zu 99,29 €.

Der Anspruch auf Krankengeld ist in der Regel auf 78 Wochen innerhalb von drei Jahren begrenzt.

Mehr Informationen:

In unserem Flyer "Krankengeld"

In unserem SV-Lexikon, Stichwort "Krankengeld"

Neu: Die eAU - die Krankschreibung wird digital

Schrittweise löst die elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU) als digitale Variante des „gelben Zettels“ den Papierausdruck ab. Vieles wird dadurch leichter.

Das sind die Vorteile der eAU

  • Weniger Papierverbrauch
  • Weniger Wege für krankgeschriebene Arbeitnehmer
  • Lückenlose Dokumentation der Arbeitsunfähigkeit bei der Krankenkasse. Anspruch auf Krankengeld kann schneller festgestellt und Krankengeld schneller ausgezahlt werden.

 

Patienten müssen ihre Krankschreibung zukünftig nicht mehr selbst zur Krankenkasse senden

Technisch dafür bereits ausgerüstete Arztpraxen übernehmen dies bereits jetzt und entlasten so ihre Patienten. Praxen, die noch nicht dafür ausgerüstet sind, dürfen bis zum 31.12.2022 weiter die bisherige Bescheinigung in Papierform ausstellen. Erhalten Sie eine solche, leiten Sie uns diese bitte umgehend weiter. Nur so können wir einen Anspruch auf Krankengeld sofort feststellen. Senden Sie dazu den Teil mit der Diagnose an unsere Gütersloher Geschäftsstelle. Am einfachsten ist dies über die Online-Geschäftsstelle. Insbesondere in der Pandemie empfehlen wir Belege auf elektronischem Wege zu senden.


Ab 2023: Nun fällt auch das Weiterleiten der AU-Bescheinigung an den Arbeitgeber weg

Vom 1. Januar 2023 werden auch die Arbeitgeber einbezogen: Arbeitnehmer müssen ihrem Arbeitgeber dann keine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung mehr zukommen lassen. Stattdessen reicht es den Arbeitgeber zu informieren.

Stellt der Arzt die Arbeitsunfähigkeit eines Arbeitnehmers fest, übermittelt er die notwendigen Daten, die sich bisher auf der Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung in Papier befunden haben, elektronisch an die zuständige Krankenkasse.

Der durch seinen Arbeitnehmer informierte Arbeitgeber wendet sich nun an die Krankenkasse und ruft die Daten elektronisch ab. 


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Seite zuletzt aktualisiert am: 24.11.2022
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