Arbeitsunfähigkeit & Krankengeld

Sind Sie arbeitsunfähig krank geschrieben, erhalten Sie im Anschluss an die in der Regel 6-wöchige Entgeltfortzahlung des Arbeitgebers von der Bertelsmann BKK Krankengeld. 

Wie hoch ist das Krankengeld?

Das Krankengeld beträgt 70 Prozent des beitragspflichtigen Bruttoarbeitsentgelts oder 90 Prozent des Nettoarbeitsentgelts, wenn dies niedriger ist.

Beitragspflichtige Einmalzahlungen (z. B. Weihnachtsgeld, Urlaubsgeld) können das Krankengeld auf 100 Prozent des letzten Nettoentgelts erhöhen. Das gesetzliche Höchstkrankengeld pro Tag (aus 70 Prozent des beitragspflichtigen Bruttoarbeitsentgelts) beträgt 112,88 € im Jahr 2021. Es wird um die Versichertenanteile zur Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung vermindert. Somit beträgt das Nettokrankengeld bis zu 99,29 €.

Der Anspruch auf Krankengeld ist in der Regel auf 78 Wochen innerhalb von drei Jahren begrenzt.

Mehr Informationen:

In unserem Flyer "Krankengeld"

In unserem SV-Lexikon, Stichwort "Krankengeld"

Neu ab Oktober 2021: Praxen senden Krankschreibung zur Krankenkasse

Die eAU - Krankschreibung wird digital

Vom 1. Oktober 2021 an löst die digitale Variante des „gelben Zettels“, also die elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU) den Papierausdruck ab. Patienten müssen ihre Krankschreibung nun nicht mehr selbst zur Krankenkasse senden. Dies übernimmt die Arztpraxis und entlastet damit die Patienten. Die Information des Arbeitgebers liegt aber zunächst weiter in der Verantwortung des Patienten, bzw. Arbeitnehmers.

In einer Übergangszeit bis zum 31.12.2021 dürfen die Praxen auch weiter die bisherige Bescheinigung oder eine Ersatzbescheinigung in Papier ausstellen. Leiten Sie uns diese bitte umgehend weiter. Nur so können wir einen Anspruch auf Krankengeld sofort feststellen. Senden Sie dazu den Teil mit der Diagnose an unsere Gütersloher Geschäftsstelle, eine persönliche Adressierung ist nicht notwendig. Am einfachsten ist dies über die Online-Geschäftsstelle, bzw. die Bertelsmann BKK-App. Insbesondere in der Pandemiezeit bitten wir Sie uns Belege auf elektronischem Wege zu senden und nicht persönlich abzugeben.


Die eAU - bald auch für Arbeitgeber

Vom 1. Juli 2022 werden auch die Arbeitgeber einbezogen. Bis dahin müssen Arbeitnehmer ihrem Arbeitgeber weiterhin eine Ausfertigung der Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung zukommen lassen. 

 

 

Arbeitsunfähigkeit / Entgeltfortzahlung

Informationen zu Arbeitsunfähigkeit und Entgeltfortzahlung erhalten Sie in unserem SV-Lexikon und in der Broschüre des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales, die Sie nachstehend herunterladen können.

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Seite zuletzt aktualisiert am: 21.09.2021
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