​​Digitale Gesundheitsanwendungen (DiG​​​​​As)

Sie haben’s im Rücken? Bisher kein Mittel gegen Ihre Migräne gefunden? Oder möchten Ihren Blutzucker oder Blutdruckwert überwachen? Nun kann Ihnen Ihr Arzt im Rahmen seiner Behandlung auch eine App oder Webanwendung verschreiben. 

Derzeit werden erstmals Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGAs) beim Bundesinstitut für Arzneimittel auf Nutzen, Risiken und Datenschutz geprüft.

Im Falle der Freigabe werden die DiGAs mit ausführlichen Informationen im „DiGA-Verzeichnis“ gelistet und können von Ärzten und Psychotherapeuten zu Lasten der Krankenkassen verschrieben werden.

Diese Transparenz soll gut informierte Entscheidungen und eine vertrauensvolle Nutzung ermöglichen.

Was kann eine DiGA leisten: 

Die DiGA unterstützt die Erkennung, Überwachung, Behandlung oder Linderung von Krankheiten oder die Erkennung, Behandlung, Linderung oder Kompensierung von Verletzungen oder Behinderungen.

Konkrete Anwendungen sind zudem zu folgenden Themen zu erwarten: 

Blutdruck- und Blutzuckermonitoring, Adipositas-Programm, Stressguide, ein Programm für psychische Erkrankungen sowie ein Schlaftraining.

BfArM gibt erste „Apps auf Rezept" frei

06.10.2020 / 22.10.2020

Als erste Anwendungen hat das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) die App kalmeda und die Webanwendung velibra ins DiGA-Verzeichnis aufgenommen.

Die App kalmeda (mynoise GmbH) bietet Patienten mit chronischer Tinnitusbelastung eine leitlinienbasierte, verhaltenstherapeutische Therapie.

Die Webanwendung velibra (GAIA AG) dient der Unterstützung von Patienten mit Symptomen von bestimmten Angststörungen.

Seit dem 22.10. ist zudem die App und Webanwendung somnio (mementor GmbH) zur Therapie bei Schlafstörungen als DiGA zugelassen.

Link zur Pressemitteilung des BfArM

Link zum DiGA-Verzeichnis

Wie erhalte ich eine DiGA?

Versicherte haben zwei Möglichkeiten, einen Freischaltcode für die DiGA bzw. App zu erhalten:

  • Sie erhalten ein Arzneimittelrezept Ihres Arztes oder Psychotherapeuten. Darauf gibt der Arzt oder Psychotherapeut die Verzeichnisnummer der DiGA und die Verordnungsdauer in Tagen an. Im DiGA-Verzeichnis sind dazu für jede App eine eindeutige Nummer und eine empfohlene Mindest- sowie eventuelle Höchstdauer der Nutzung hinterlegt.
  • Sie reichen der BKK einen formlosen Antrag ein, aus dem die Indikation hervorgeht. In diesem Falle ist ein Rezept nicht erforderlich.

Wir übermitteln Ihnen darauf einen Freischaltcode für Ihre App. Diesen geben Sie nach dem Installieren ein.

Vorsicht Mehrkosten: Gegebenenfalls bietet die DiGA, bzw. App mehr Funktionen, als das Rezept umfasst. Fallen hierfür zusätzliche Kosten an, können diese nicht von der BKK übernommen werden. Der Anbieter muss Sie daher über kostenpflichtige Zusatzleistungen vor dem Kauf informieren.

Was ist eine DiGA, was nicht?

Nicht jede digitale Gesundheitsanwendung ist eine DiGA. Sie muss als digitales Medizinprodukt der Risikoklasse I oder IIa zertifiziert sein und positive Versorgungseffekte für den Patienten nachweisen. Wenn sie lediglich Einspareffekte im Gesundheitssystem belegen kann, ohne einen direkten Nutzen für den Patienten, ist sie keine DiGA.

Eine DiGA muss außerdem vom Patienten selbst oder in der Versorgung von Arzt und Patient gemeinsam genutzt werden. Eine Anwendung, die sich ausschließlich an Ärzte richtet, ist ebenso wenig eine DiGA, wie Apps, die nur in Verbindung mit einem Messgerät genutzt werden können.

Typische Beispiele für solche digitalen Gesundheitsanwendungen (DiGA) sind:

  • Apps zur Erinnerung an die Einnahme von Medikamenten ggf. sogar mit Dosierungsvorschlägen
  • Apps zur Erfassung und Kontrolle des Blutdrucks
  • Ärztliche Videosprechstunde für Patienten (muss mehr sein als reine Kommunikationsplattform)
  • Apps für Diabetiker
  • Apps zur Unterstützung bei Schwangerschaften

Tipp: Die App-Suche der Weissen Liste

Die neuen Gesundheits-Apps wollen die Medizin verbessern und Patienten unterstützen.
Doch welche gibt es überhaupt? Wie unterscheiden sie sich? Welche sind gut und vertrauenswürdig? Die App-Suche der Weissen Liste unterstützt Sie mit zuverlässigen Informationen bei der Auswahl. Sie verzeichnet ausschließlich digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA), die als Medizinprodukt zertifiziert sind. Nicht alle getesteten Apps sind jedoch bereits ins DiGA-Verzeichnis aufgenommen worden. Erst dann können sie zu Lasten der Krankenkassen in Anspruch genommen werden. Dies gilt zum aktuellen Zeitpunkt nur für die vorgenannten Anwendungen kalmeda und velibra.

www.trustedhealthapps.org

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