Die Krankenversicherung der Rentner

Bei der Bertelsmann BKK sind Sie auch nach Eintritt in den Ruhestand bestens krankenversichert. Erfüllen Sie die gesetzlich vorgesehenen Vorversicherungszeiten, sind Sie pflichtversicherter Rentner (KVdR). Erfüllen Sie die Vorversicherungszeiten nicht, steht Ihnen die freiwillige Mitgliedschaft in der Bertelsmann BKK offen.

Die Versicherung

Pflichtig oder freiwillig versichert

Im Ruhestand kann der Versichertenstatus - pflicht oder freiwillig - spürbare Unterschiede in der Beitragshöhe ausmachen. Denn Pflichtversicherte müssen auf Mieteinkünfte und Kapitalerträge keine Beiträge zahlen, freiwillig krankenversicherte Rentner dagegen schon.

Sobald uns der Rentenversicherungsträger über den Rentenantrag informiert hat, prüfen wir für Sie, ob Sie für die Zeit der Antragsbearbeitung vorläufiges Mitglied der Krankenversicherung der Rentner (KVdR) sind und ob bereits Beiträge zu zahlen sind.

Voraussetzung für Ihre Versicherung im Rahmen der KVdR ist, dass Sie bereits eine bestimmte Zeit Mitglied oder Familienversicherter der gesetzlichen Krankenversicherung waren. Das war bis zum 31. Juli 2017 allein dann der Fall, wenn Sie vom Beginn Ihrer Erwerbstätigkeit bis zur Rentenantragstellung mindestens 9/10 der zweiten Hälfte dieses Zeitraums selbst Mitglied oder familienversichert waren.


Neue Regelung seit August 2017

Seit August gilt nun zusätzlich, dass für jedes Kind pauschal drei Jahre Erziehungszeiten auf die Vorversicherungszeit angerechnet werden. Jedes Elternteil sowie Adoptiv-, Stief- oder Pflegeeltern können von dieser Neuregelung profitieren – es erfolgt allerdings keine Berücksichtigung für Enkelkinder.

Freiwillige Mitglieder, die die Vorversicherungszeit bisher nicht erfüllt haben, können diese daher nun erneut durch uns prüfen lassen.

Die Beiträge in der KVdR

Der Beitragspflicht von pflichtversicherten Rentnern unterliegen die Renten der gesetzlichen Rentenversicherung sowie vergleichbare Renten aus dem Ausland, die Versorgungsbezüge (siehe folgender Absatz) und das Arbeitseinkommen.

Zur Krankenversicherung bemessen sich die Beiträge nach dem einheitlichen allgemeinen Beitragssatz der gesetzlichen Krankenkassen. Hinzu kommt der kassenindividuelle Zusatzbeitrag. 2017 beträgt dieser 15,88 Prozent (2016: 15,65 Prozent) für Bertelsmann BKK-Mitglieder. Bis zum 29.02.2017 gilt der Vorjahressatz in Höhe von 15,65 Prozent. Hiervon übernimmt der Rentenversicherungsträger 7,3 Prozent.

Der Beitragspflicht von freiwillig versicherten Rentnern unterliegen darüber hinaus auch weitere Einkünfte, wie Mieteinkünfte und Kapitalerträge.

Versorgungsbezüge

Für die der Rente vergleichbaren Einnahmen wird im Gesetz der Begriff "Versorgungsbezüge" verwendet. Diese Versorgungsbezüge werden nur insoweit für die Beitragsbemessung herangezogen, als sie wegen einer Einschränkung der Erwerbsfähigkeit oder zur Alters- oder Hinterbliebenenversorgung erzielt werden.

Die Versorgungsbezüge werden – ebenso wie die Renten der gesetzlichen Rentenversicherung – mit ihrem Zahlbetrag bei der Ermittlung der beitragspflichtigen Einnahmen berücksichtigt.

Beiträge aus Versorgungsbezügen und Arbeitseinkommen sind nur zu entrichten, wenn die monatlichen beitragspflichtigen Einnahmen aus Versorgungsbezügen und Arbeitseinkommen insgesamt ein Zwanzigstel der monatlichen Bezugsgröße übersteigen. Im Jahr 2017 sind dies 148,75 € (2016: 145,25 €).

Die Beitragsentrichtung entfällt jedoch nicht, wenn die Beitragsuntergrenze lediglich durch die Gewährung einer Einmalzahlung (auch Nachzahlung) überschritten wird. Erhält ein Versicherter mehrere Versorgungsbezüge oder mehrere Arbeitseinkommen oder Versorgungsbezüge und Arbeitseinkommen, dann sind diese für die Beurteilung der Frage, ob die Grenze von einem Zwanzigstel der monatlichen Bezugsgröße überschritten wird, zusammenzurechnen.

Einmalige Abfindungen von Versorgungsbezügen, wie z. B. eine Direktversicherung, sind mit 1/120 der Leistung für den Kalendermonat anzurechnen, längstens jedoch für 120 Monate.


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