FFP2-Masken für Risikogruppen

18.01.2021

Über 60-Jährige sowie Versicherte mit Vorerkrankungen oder einer Risikoschwangerschaft haben per Post Gutscheine für FFP2-Masken von der Bundesregierung erhalten. Vorweg gegangen, war eine Regelung nach der bereits im Dezember drei kostenlose FFP2-Masken oder Masken mit vergleichbarer Qualität (N95, P2, DS2, CPA) in den örtlichen Apotheken erhältlich waren. Dazu genügte die Vorlage des Personalausweises oder die Eigenauskunft über die Zugehörigkeit zu einer der nachfolgend genannten Risikogruppen.

Folgende Risikogruppen haben einen Anspruch auf die FFP2-Masken

Das Bundesgesundheitsministerium hat rund 34 Millionen Bürger als Risikopatienten identifiziert

Anspruch auf zwölf weitere kostenlose FFP2-Masken haben demnach alle

  • ab 60 Jahren

     oder die an einem der folgenden Risikofaktoren leiden:

  • chronisch obstruktive Lungenerkrankung oder Asthma bronchiale,
  • chronische Herzinsuffizienz,
  • chronische Niereninsuffizienz ab Stadium 4,
  • Demenz oder Schlaganfall,
  • Diabetes Typ 2,
  • aktive, fortschreitende oder metastasierte Krebserkrankung oder stattfindende Chemo- oder Radiotherapie, welche die Immunabwehr beeinträchtigen kann,
  • stattgefundene Organ- oder Stammzellentransplantation,
  • Trisomie 21 oder
  • Risikoschwangerschaft.

Stichwort "Risikopatient"

Die Bundesregierung verfolgt mit dem Versand der Gutscheine das Ziel, vulnerable Personengruppen durch die Ausgabe von Schutzmasken besser vor Infektionen mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 zu schützen.

Die anspruchsberechtigten Personen mit Risikofaktoren ermitteln die Krankenkassen anhand der ihnen vorliegenden Daten. Dem Gesetzgeber ist aber auch bewusst, dass eine exakte Ermittlung der anspruchsberechtigten Personenkreise, bedingt durch methodische Probleme, nur eingeschränkt möglich ist. Das liegt zum einen an dem Zeitverzug der übermittelten Diagnosedaten, aber auch daran, dass diese Daten nur sehr eingeschränkt etwas zu Krankheitsstadien und Krankheitsverläufen aussagen.

Insbesondere zu den Abrechnungsdaten der niedergelassenen Ärzte ist dem Gesetzgeber bewusst, das die Abrechnungsdiagnosen auch Angaben enthalten, die nicht zwingend auf einen aktuellen Behandlungsbedarf und das Vorliegen einer relevanten und mit einem signifikant erhöhten Risiko verbundenen Erkrankung schließen lassen.

Wir haben eine Reihe von Rückmeldungen von Versicherten bekommen, die sich nach der Erhalt der Gutscheine für FFP2-Masken wundern als „Risikopatient“ eingestuft zu werden. Die Krankenkassen haben die zur Verfügung stehenden Diagnosedaten in Bezug auf eine Maskenversorgung nicht zu bewerten, sondern anhand der vorliegenden Daten einen Versand zu veranlassen.

Für Januar und Februar: Krankenkassen versenden Coupons

Die Bertelsmann BKK hat die Coupons für jeweils sechs Masken am 15. Januar verschickt

Die Coupons können von unseren Versicherten ebenfalls in den Apotheken eingelöst werden: einmal sechs Stück bis zum 15. Februar und einmal sechs Stück ab dem 16. Februar. 

Pro Coupon ist ein Eigenanteil von zwei Euro bei der Einlösung zu zahlen.


Eine Ausgabe der Masken, bzw. Coupons in bzw. durch die BKK ist nicht möglich

Sollten Kunden die Coupons nicht erhalten haben, falls diese auf dem Postweg verloren gegangen sind oder weil ihre Kundendaten bei der Datenselektion am 15. Dezember nicht enthalten gewesen sind, kann die BKK leider keinen Ersatz stellen. 

Die Coupons wurden in der Bundesdruckerei gedruckt und an die gesetzlichen Krankenkassen und privaten Krankenversicherungen geschickt. Diese verschicken die Gutscheine dann an ihre Versicherten, die einen Anspruch auf die Masken haben. Die Gutscheine können dann in Apotheken eingelöst werden. „Wir Krankenkassen sind damit lediglich als Dienstleister für die Bundesregierung aktiv", erklärt Bertelsmann BKK-Vorstand Thomas Johannwille. „Auf die Planung der Aktion und die Identifizierung der Risikopatienten haben wir Krankenkassen keinen Einfluss."

Tipp: FFP2-Masken - so erkennen Sie, ob Ihre Maske wirklich schützt

FFP2-Masken versprechen größeren Schutz als normale Mund-Nasen-Masken. Sie sind meist viel teurer, halten aber nicht immer, was sie versprechen.

So deckte das ZDF-Magazin WISO auf, dass bei einigen im Handel erhältlichen Masken CE-Kennungen ohne die vier Ziffern für die Prüfstelle vorliegen. ‎Diese sind aber verpflichtend. Denn damit ist zu ‎erkennen, wo geprüft wurde. So erhalten von der Dekra geprüfte Masken ‎das CE-Zeichen mit der Kennzahl 0158 für deren Prüfstelle.‎ 

Das ZDF zeigt, wie Sie Fälschungen erkennen ... 

Mehr Informationen zur korrekten CE-Kennzeichnung ... 

Vorsicht Betrugsversuch

Rund um die Corona-Pandemie versuchen aktuell wieder besonders findige Telefonbetrüger ihr Geschäft zu machen. So haben wir durch Kundenhinweise erfahren, dass Anrufer sich als Gesundheitsamt ausgegeben und um Überweisung von 499,99 Euro für die Coronaimpfung bitten. Die Angerufenen sollen ihre Bankverbindung durchgeben und erhalten dann vermeintlich einen Termin für die Coronaimpfung zusammen mit der Rechnung, die sie dann zur Kostenübernahme bei der Krankenkasse einreichen können.

Natürlich ist dem nicht so! Wie täglich den Medien zu entnehmen ist, wird die Coronaimpfung kostenfrei sein!

Bitte melden Sie solche Vorfälle bei Ihrer Polizei oder per Internetwache Ihres jeweiligen Bundeslandes. Bei akuter Bedrohung rufen Sie die Polizei unter 110.

Bleiben Sie gesund! Ihr BKK-Team

Tipp: Informationen rund um die Impfung erhalten Sie auf der Seite www.zusammengegencorona.de


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