Frau vor digitalen Symbolen mit einem Schloss im Mittelpunkt.

Anlageverluste bei Krankenkassen

Bertelsmann BKK nicht betroffen

17.09.2026

Auf der Suche nach attraktiven Konditionen in der Niedrigzinsphase haben sich nach aktuellem Stand mehr als 20 Krankenkassen zu riskanten Immobilieninvestments verleiten lassen. Ihnen droht nun im Zuge der Schieflage des Verius-Fonds und ähnlicher Produkte ein Schaden von 1,1 Milliarden Euro. Die Bertelsmann BKK legt ihre Gelder konsequent in konservativen Anlagen an und ist daher nicht betroffen.

„Wir wählen in der Regel Termingelder, welche über die gesetzliche Einlagensicherung hinaus durch die freiwilligen Sicherungseinrichtungen der Banken abgesichert sind und aufgrund der Anlageart darüber hinaus kein Verlustrisiko aufweisen. Der Fonds, in den wir längerfristig investiert haben, sieht vertraglich eine 100-prozentige Rückzahlung bei Laufzeitende vor und ist darüber hinaus bei einem systemrelevanten Kreditinstitut mit besonderen Sicherungsanforderungen angelegt“, erläutert Thomas Johannwille, Vorstand der Bertelsmann BKK.

Die betroffenen Kassen sowie weitere Kassenärztliche Vereinigungen, Pensionsfonds etc. haben laut einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Grünen rund 900 Millionen Euro in Schuldscheindarlehen und 200 Millionen Euro in Inhaberschuldverschreibungen angelegt. All diese Investments verfehlen die Renditeerwartungen nun deutlich oder es droht sogar ein Totalverlust. Die zuständige Aufsicht, das Bundesamt für Soziale Sicherung (BAS), hat offenbar schon früh von den Anlagen der Krankenkassen gewusst. So erlangte die Behörde schon 2017 erstmals Kenntnis von einer Geldanlage in immobilienbesicherte Schuldscheindarlehen, 2019 auch von Investments in den Verius-Fonds. In beiden Fällen sei eine Leistungsstörung laut Antwort der Bundesregierung nicht erkennbar gewesen. Das BAS habe den Krankenkassen lediglich allgemein empfohlen, ein qualifiziertes Risikomanagement zu etablieren.

Thomas Johannwille: „Anlagesicherheit und Sicherstellung unserer Liquidität haben für uns seit jeher höchste Priorität. Hier zeigt sich, welche elementare Bedeutung diese Solidität für unser Handeln hat. Darauf achtet im Übrigen auch der BKK-Verwaltungsrat. Unsere Versicherten, aber auch unsere beitragszahlenden Firmenkunden sehen einmal mehr, dass sie bei uns bestens abgesichert sind.“

Seite zuletzt aktualisiert am: 17.09.2026

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