Aktionswoche zum verantwortungsvollen Umgang mit Antibiotika

Vom 7. bis zum 11. März findet im Rahmen der Kampagne „Rationale Antibiotikaversorgung NRW“ eine Aktionswoche zum sinnvollen Einsatz von Antibiotika statt. Die landesweite Kampagne sensibilisiert dafür, dass ein übermäßiger Gebrauch von Antibiotika Resistenzen fördern kann. Im Fokus der zweiten landesweiten Aktionswoche steht der Einsatz von Antibiotika bei Harnwegsinfektionen.

Wärme allein reicht manchmal nicht aus ...

… denn Harnwegsinfektionen müssen gezielt behandelt werden. Holen Sie frühzeitig ärztlichen Rat ein, um Komplikationen zu verhindern.

Brennen beim Wasserlassen, Schmerzen im Unterleib und häufiger Harndrang? Diese Symptome können auf eine Blasenentzündung hinweisen. Es ist wichtig, bereits bei ersten Anzeichen für eine Harnwegsinfektion ärztlichen Rat in Anspruch zu nehmen um die für Sie bestmögliche Behandlung zu erfahren. Bei leichten Verläufen oder wenn keine Vorerkrankungen der Niere und der ableitenden Harnwege, sowie keine Immunschwäche bekannt ist, kann eine Behandlung ohne Antibiotika erwogen werden. Komplizierte Harnwegsinfektionen müssen in aller Regel mit Antibiotika behandelt werden. Vertrauen Sie dem ärztlichen Urteil!

Tipp: Informationsvideos der Apothekerkammer Westfalen-Lippe

Antibiotika-Nutzung: Nur genau so einnehmen wie verschrieben

„Wir brauchen Antibiotika auch zukünftig, um bakterielle Infektionen wirkungsvoll bekämpfen zu können. Deswegen ist es von großer Bedeutung, dass alle Beteiligten, also neben den Medizinerinnen und Medizinern auch die Patientinnen und Patienten, umsichtig mit Antibiotika umgehen. Sie müssen genau wie verschrieben eingenommen werden”, erklärt NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann.

Antibiotika sind ein wichtiges Mittel bei der Behandlung von bakteriellen Infektionen, die ohne sie schwer oder sogar tödlich verlaufen können. In den letzten Jahren treten jedoch immer häufiger Bakterien auf, die gegen Antibiotika resistent sind. Die Ursachen hierfür sind unter anderem:

  • eine unsachgemäße Verwendung, etwa die Einnahme aufbewahrter Restmengen,
  • die Verwendung von Antibiotika gegen virale Infekte,
  • zu häufige Verwendung von Breitbandantibiotika oder 
  • eine zu kurze oder zu lange Einnahme der Antibiotika.

„Unnötig verordnete oder falsch eingenommene Antibiotika können Resistenzen fördern. Damit verliert die Medizin ihre therapeutischen Möglichkeiten bei der Behandlung von bakteriellen Infektionen. Deshalb ist es weiterhin unser gemeinsames Ziel, die Menschen in Nordrhein-Westfalen über den sinnvollen Einsatz von Antibiotika aufzuklären und ihre Gesundheitskompetenz zu stärken”, sagt Tom Ackermann, Vorstandsvorsitzender der AOK NordWest und Initiator der Kampagne.


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Seite zuletzt aktualisiert am: 07.03.2022
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