Gesundheitskarte - neue Funktionen (PIN/NFC)

Mit Ihrer Persönlichen Identifikationsnummer (PIN) können Sie zukünftig neue Funktionen Ihrer Gesundheitskarte (eGK) nutzen. Hierzu zählen das Speichern von Notfalldaten wie Allergien, chronischen Krankheiten oder eines Medikationsplans auf Ihrer eGK.

Zudem ist unsere neue Gesundheitskarte (Version G2.1) mit der „kontaktlosen“ Technik NFC ausgestattet. Per NFC-fähigem Smartphone oder Tablet können Sie so zukünftig unkompliziert kontaktlos auf Ihre elektronische Patientenakte (ePA) zugreifen.

Die Nutzung der neuen "PIN-Funktionen" ist freiwillig

Sie allein entscheiden, ob Sie Notfalldaten oder einen Medikationsplan durch Ihren Arzt auf Ihrer eGK speichern lassen. Sie können Ihre Gesundheitskarte somit auch in Zukunft lediglich als Nachweis zur Inanspruchnahme von Leistungen nutzen. Eine weiter gehende Speicherung von medizinischen Daten auf der eGK ist nicht vorgesehen.

Alles rund um die PIN-Funktionen

Neue PIN-Funktionen derzeit nur in Testregionen verfügbar

Nur Leistungserbringer (Arztpraxen), die an dem derzeit noch laufenden Test teilnehmen, können Ihnen die Nutzung der freiwilligen Funktionen ermöglichen.

Bei Interesse fragen Sie bitte Ihre Praxis, ob sie an dem Test teilnimmt.

Sobald es hier eine Ausweitung der Nutzung gibt, werden wir in unserem Kundenmagazin und unserem Newsletter informieren. 

Per PIN: Notfalldaten auf der Gesundheitskarte speichern

Zukünftig können Sie von Ihrem Arzt Allergien, Arzneimittelunverträglichkeiten, Vorerkrankungen oder eine chronische Krankheit mittels Eingabe Ihrer PIN auf dem Chip Ihrer Gesundheitskarte speichern lassen.

Im Notfall können Ärzte bzw. Notfallsanitäter diese Daten dann auch ohne PIN-Eingabe auslesen und sind für die anstehende Behandlung direkt informiert.

Darüber hinaus können Sie diese Daten auch Ärzten im Rahmen der ärztlichen Behandlung in der Praxis zur Verfügung stellen.


Mehr Informationen:

Information zu elektronischen Notfalldaten GKV Spitzenverband_(Stand 20.01.2021)

Weitere Informationen zu den Notfalldaten erhalten Sie bei der Gematik

Per PIN: Medikationsplan - gefährliche Wechselwirkungen vermeiden

Um gefährliche Wechselwirkungen von Arzneimitteln zu erkennen und zu vermeiden, haben Patienten, die drei oder mehr Arzneimittel gleichzeitig einnehmen bereits heute Anspruch auf einen Medikationsplan in Papierform.

Dieser kann zukünftig, mit Ihrer Zustimmung mittels PIN-Eingabe, von Ihrem Arzt auf dem Chip Ihrer eGK gespeichert werden.

Ihr Vorteil: Gefährliche Wechselwirkungen sollen so noch eher erkannt und vermieden werden.


Mehr Informationen:

Informationen zum elektronischen Medikationsplan GKV Spitzenverband_(Stand 18.02.2021)

Weitere Informationen zum elektronischen Medikationsplan auf der Seite www.gematik.de

Wie erhalte ich die Zugangsdaten (PIN/PUK)?

Ihre Zugangsdaten stellen wir Ihnen gerne auf Ihre Anfrage hin aus.

Bestellen Sie Ihre Zugangsdaten telefonisch unter der Rufnummer 05241 80-74000.

Was passiert wenn ich meinen PIN verliere?

Bei einem Verlust der PIN oder dreimalige Falscheingabe, können die freiwilligen Funktionen nicht mehr genutzt werden.

Da eine Entsperrung mittels der PUK aktuell noch nicht möglich ist, benötigen Sie für die weitere Nutzung der freiwilligen Funktionen eine neue PIN die zusammen mit einer neuen eGK ausgestellt wird.

Bereits gespeicherte Daten müssen auf der neuen Karte von Ihrer Arztpraxis erneut hinterlegt werden. Die Bertelsmann BKK hat keinen Zugriff auf diese Daten.

Was passiert mit den Zugangsdaten wenn eine neue eGK ausgestellt wird?

Wird eine neue Gesundheitskarte ausgestellt, werden auch die Zugangsdaten PIN/PUK neu ausgestellt. PIN und PUK sind nicht auf eine neue Karte übertragbar. 

Die alte Karte wird in diesem Zuge automatisch gesperrt und kann nicht mehr verwendet werden. Bitte entsorgen Sie diese. Eine Rücksendung ist nicht erforderlich.

Alles rund um die NFC-Funktionen

Bringt die NFC-Funktion Änderungen in der Arztpraxis mit sich?

Nein, für Ihren Arzt- und Zahnarztbesuch ändert sich nichts. Die Praxen verfügen nicht über Lesegeräte, die eine NFC-Funktion unterstützen.

Die NFC-Funktion unterstützt Sie bei dem Zugriff auf Ihre elektronische Patientenakte (ePA).

Per NFC: Zugriff auf Ihre elektronische Patientenakte (ePA)

Viele Smartphones verfügen über eine NFC-Schnittstelle, sodass Sie mittels Ihrer NFC-eGK auf Ihre elektronische Patientenakte (ePA) zugreifen können.

Die CAN (Card Access Number): Nutzung der NFC-Funktion nur mit CAN

Die CAN wird benötigt, wenn Sie Ihre eGK kontaktlos nutzen möchten. Als zusätzliche Zugriffsbedingung ist dann die Eingabe der sogenannten „Card Access Number“ (CAN) am Lesegerät (z. B. Smartphone) erforderlich. Die CAN wird benötigt, um einen verschlüsselten sicheren Kanal zwischen Karte und mobilem Endgerät aufzubauen und missbräuchliche Zugriffe Dritter zu verhindern.

Sie ist nicht zu verwechseln mit der PIN, die zusätzlich zur Identifikation eingegeben werden muss. Die PIN wird immer in einem separaten Brief zur Verfügung gestellt.

Wie sicher ist die NFC-Nutzung?

NFC gilt als sicher, weil Daten nur in einer geringen Distanz und in Kombination mit der zusätzlichen Eingabe der sechsstelligen CAN verschlüsselt übertragen werden können. Eine kontaktlose Übertragung von Daten ist nur möglich, wenn zusätzlich die Eingabe der CAN erfolgt. Die CAN befindet sich oben rechts auf der Vorderseite der neuen NFC-eGK.

Woran erkenne ich meine NFC-Karte? Wie erhalte ich diese?

Die Bertelsmann BKK gibt seit Mitte Februar nur noch NFC-Karten aus, erkennbar am Kennzeichen G2.1 rechts oben.

Eine NFC-Karte erhalten Neukunden, Kunden mit Namensänderungen oder wenn die Gültigkeit der bisherigen Karte abgelaufen ist.

Ein genereller Austausch von Karten der Generation G2 gegen NFC-Karten der Generation G2.1 ist derzeit nicht vorgesehen.

Möchten Sie Ihre Karte gegen eine NFC-Karte tauschen, wenden Sie sich bitte an unser Service-Center.

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