Krankenhausbehandlung

Sie haben die freie Wahl unter allen zugelassenen Krankenhäusern bundesweit. Für die medizinisch notwendige stationäre Behandlung tragen wir die Kosten abzüglich des gesetzlichen Eigenanteils. 

Fahrkosten und Zuzahlung

Für die medizinisch notwendige stationäre Behandlung in einem zugelassenen Krankenhaus trägt die Bertelsmann BKK die Kosten abzüglich des gesetzlichen Eigenanteils. Fahrkosten werden allerdings nur zum nächstgelegenen Krankenhaus übernommen.

Ab 18 Jahren beträgt die Zuzahlung 10€ je Tag des Krankenhausaufenthalts – begrenzt auf 28 Tage im Kalenderjahr. Diese Zuzahlung wird bei einer Prüfung, ob Sie Ihre individuelle Belastungsgrenze von 2% (chronisch Kranke 1%) der jährlichen Bruttoeinnahmen überschreiten, berücksichtigt.

Rooming in

Wird ein Kind im Krankenhaus stationär behandelt, kann eine Begleitperson den Genesungsprozess fördern. Viele Krankenhäuser bieten daher die stationäre Mitaufnahme der Eltern bzw. einer Begleitperson an, das sogenannte „Rooming in bei Kindern“.

Die Begleitperson kann dann im Krankenzimmer des Kindes bzw. in unmittelbarer Nähe übernachten und für das Kind da sein. Da der Aufenthalt im Krankenhaus häufig die erste Trennung von Eltern und gewohnter Umgebung bedeutet, kann Rooming-in helfen, Ängste des Kindes zu verringern.

Unter folgenden Voraussetzungen trägt die Bertelsmann BKK die Kosten der Mitaufnahme Bei Kindern bis einschließlich 7 Jahren, wenn der Krankenhausarzt die Notwendigkeit feststellt. Bei Kindern ab 8 Jahren im Rahmen der Kriterien der Gesellschaft der Kinderkrankenhäuser und Kinderabteilungen in Deutschland e.V.

Demnach liegt eine medizinische Notwendigkeit in folgenden Fällen vor:

  • stationäre Aufnahme als Notfall
  • schwere/lebensbedrohliche Erkrankungen
  • körperliche oder geistige Behinderungen
  • Angst / Trennungsangst
  • Kinder mit Verständigungsproblemen
  • als Sterbebegleitung
  • pflegerische oder therapeutische Schulungsmaßnahmen für die Begleitperson

Liegt eines der aufgeführten Kriterien vor, übernimmt die Bertelsmann BKK im Rahmen der gesetzlichen Regelungen unbürokratisch die Kosten für die Mitaufnahme einer Begleitperson. Dies umfasst gegebenenfalls auch einen Verdienstausfall der Begleitperson.

Genehmigung

Bitte setzen Sie sich nach Möglichkeit frühzeitig bzw. vorher mit uns in Verbindung damit wir Ihnen einen Antrag senden und die Mitaufnahme bewilligen können.

Hospiz

In ein stationäres Hospiz aufgenommene Versicherte brauchen sich an den Kosten nicht zu beteiligen. Die Bertelsmann BKK trägt die zuschussfähigen Kosten in voller Höhe.

Für die Region Bielefeld haben wir einen integrierten Versorgungsvertrag (IGV) geschlossen, der sich mit der palliativmedizinischen Versorgung im häuslichen Umfeld von unheilbar erkrankten Menschen befasst. Das Ziel ist die optimale Zusammenarbeit von Haus-, Fachärzten und qualifizierten Pflegediensten.

Wundversorgung – Netzwerk Chronische Wunde

Normalerweise schließen sich Hautverletzungen von alleine. Ist die Wundheilung jedoch gestört, und zeigen sich auch nach 8 bis 12 Wochen keine Heilungstendenzen handelt es sich um eine chronische Wunde.

Um Patienten hier eine bessere Versorgung zu bieten, hat sich in Gütersloh das „Netzwerk Chronische Wunde“ formiert. Gemeinsam setzen die Bertelsmann BKK, das Klinikum Gütersloh und das Ärztenetzwerk MediGüt neue Standards. Bestätigt wurde dies im Jahr 2015 durch eine Zertifizierung der Initiative Chronische Wunden e. V. (ICW e.V.).

Behandlung im Klinikum Gütersloh

Patienten mit chronischen Wunden werden innerhalb des Netzwerkes von Pflegediensten oder dem niedergelassenen Arzt an das Wundmanagement des Klinikum Gütersloh überwiesen.

Hier geht ein Wundexperte der Ursache auf den Grund und führt eine umfassende Diagnostik durch. Im Anschluss wird der Patient mit einer Behandlungsempfehlung für den ambulanten Bereich an einen so genannten „Casemanager“ weiter geleitet. Diese spezialisierte Fachkraft schult den Patienten und seine Angehörigen im richtigen Umgang mit ihrer Erkrankung und veranlasst notwendige Besorgungen von Hilfsmitteln.

„Nur, wenn die Grunderkrankung behandelt wird und der Patient sich an die Empfehlungen hält, ist letztendlich ein Wundverschluss möglich“ (Uwe Imkamp vom Zertifizierungsinstitut Mamedicon)

„Patienten mit schmerzhaften und belastenden Wunden wie offenen Beinen oder Druckgeschwüren leiden oft monate- oder jahrelang daran. Dank langjähriger Erfahrung stehen den Betroffenen heute erfolgversprechende Therapien zur Verfügung. Unser zertifiziertes Netzwerk verbindet die ambulante und stationäre Behandlung. Dies fördert einen effektiven und individuellen Behandlungsverlauf und bietet den Betroffenen eine erfolgversprechende Perspektive“, erläutert Stefan Döding, Vertragsleiter der Bertelsmann BKK.

Behandlung in der häuslichen Umgebung

Ist dem Patienten oder seinen Angehörigen die Fahrt zur Behandlung im Klinikum nicht möglich, kann die fachgerechte Behandlung durch einen Wundexperten auch in der häuslichem Umgebung des Patienten erfolgen. Derzeit kommt diese neue Versorgungsform nur den Versicherten der Bertelsmann BKK zugute. Zukünftig soll das Behandlungskonzept auch Betroffenen anderer Kassen angeboten werden.

Weitere Informationen

Für mehr Informationen zum „Netzwerk Chronische Wunde“ wenden Sie sich bitte an unser Service-Center unter der Telefonnummer 05241 80-74000 oder direkt an das Klinikum Gütersloh.

Krankenhaus - Ratgeber

Krankenhäuser: Weiterempfehlung anderer Patienten erfahren

Neben der ärztlichen Empfehlung können auch die Erfahrungen anderer Patienten hilfreich bei der Entscheidung für ein Krankenhaus sein. Auch hier hilft Ihnen unser Kooperationspartner Weisse Liste.

Zur Weissen Liste - Krankenhaussuche

Unterstützung bei Behandlungsfehlern

Obwohl der Qualitätsstandard medizinischer Behandlungen in Deutschland sehr hoch ist, kann es - wie in jedem anderen Berufszweig auch – zu Fehlern kommen. Nur sind sie hier für die Betroffenen in der Regel folgenschwer.

Es gehört zur Unternehmensphilosophie der Bertelsmann BKK, dass unsere Kunden die bestmögliche medizinische Versorgung erhalten. Daher liegt es in unserem Interesse, dass unsere Kunden uns über mögliche Behandlungsfehler informieren. Denn nur dann können wir Sie mit Rat und Tat unterstützen.

Wir bieten Ihnen an, gemeinsam zu prüfen, ob ein Behandlungsfehler vorliegen könnte. Zwar können und dürfen wir Sie nicht wie ein Rechtsanwalt vor Gericht vertreten, wir stehen Ihnen aber gern mit Rat und Tat zur Seite.

Zum Thema Patientenrechte informiert das Bundesministerium für Justiz mit einem Infoblatt sowie die Kassenärztliche Bundesvereinigung. Auch das Bundesministerium für Gesundheit informiert über mögliche Behandlungsfehler.

Zweitmeinung: Orthopädie und Onkologie

Jedem Patienten steht es frei nach einer ärztlichen Behandlung eine zweite ärztliche Meinung einzuholen. Die Kosten hierfür werden regulär über die Gesundheitskarte abgerechnet. Ratsam ist eine zweite Meinung vor allem vor einer Operation oder bei Unsicherheiten hinsichtlich einer gestellten Diagnose oder vorgeschlagenen Behandlung.

Als wichtige Mehrleistung vermitteln wir im Falle einer Krebsdiagnose oder vor orthopädischen Operationen (Knie, Hüften, Rücken) kurzfristig Termine bei kooperierenden Spezialisten. So erhalten Sie, auch wenn wichtige Entscheidungen zeitnah getroffen werden müssen, die Möglichkeit eine zweite Expertenmeinung einzuholen.

Ihr Ansprechpartner im Hause der Bertelsmann BKK:

Stefan Döding, Fon: 05241 80-74015 

Broschüre "Ratgeber Krankenhaus"

Der Ratgeber Krankenhaus klärt Patienten oder Angehörige über alle wichtigen Aspekte rund um das Thema Krankenhaus auf. Dazu gehören eine Einführung in die Krankenhauslandschaft in Deutschland sowie umfassende Informationen zu den Abläufen und Leistungen, die vor, während und nach einer Krankenhausbehandlung wichtig sind. Herausgeber: Bundesministerium für Gesundheit, November 2016

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