Arzneimittel - Heilmittel - Hilfsmittel

Bei der Bertelsmann BKK sind Sie im Krankheitsfall bestens versorgt. Hierzu garantieren wir Ihnen auch im Arznei- Heil- und Hilfsmittelbereich eine hochwertige Versorgung.

Heilmittel sind Behandlungen, die durch Ihren Arzt auf einem Kassenrezept verordnet und durch einen Therapeuten erbracht werden. Hierzu zählen: Ergotherapie, Physikalische Therapie, Podologische Therapie sowie Stimm-, Sprech- und Sprachtherapie.

Hilfsmittel sind Geräte, die durch Ihren Arzt auf einem Kassenrezept verordnet werden. Dies umfasst Rollstühle, Hörgeräte, Prothesen und vieles mehr.

Arzneimittel / Medikamenten-Check

Für verordnungsfähige Arzneimittel übernehmen wir die Kosten, abzüglich der gesetzlichen Zuzahlung. Diese beträgt 10 % des Preises, mindestens 5 €, maximal 10 €, jedoch nicht mehr als die tatsächlichen Kosten des Arzneimittels. Wenn Festbeträge vereinbart wurden, übernehmen wir die Kosten bis zu deren Höhe abzüglich der gesetzlichen Zuzahlung.

Der Festbetrag eines Arzneimittels ist der maximale Betrag, den die gesetzlichen Krankenkassen für dieses bestimmte Arzneimittel bezahlen. Ist der Verkaufspreis höher als der Festbetrag, tragen Patienten in der Regel die Differenz zum Festbetrag entweder selbst oder erhalten ein anderes - therapeutisch gleichwertiges - Arzneimittel ohne Aufzahlung. Auf der Seite www.dimdi.de können Sie aktuelle Festbeträge für Ihr Arzneimittel abrufen und gegebenenfalls Vergleichspräparate ohne Aufzahlung ermitteln.

Für nicht verordnungsfähige Arzneimittel (auch OTC genannt) dürfen die gesetzlichen Krankenkassen grundsätzlich keine Kosten übernehmen. Dies gilt für Arzneimittel, die

  • überwiegend zur Behandlung der erektilen Dysfunktion, der Anreizung sowie Steigerung der sexuellen Potenz,
  • zur Raucherentwöhnung,
  • zur Abmagerung oder zur Zügelung des Appetits, zur Regulierung des Körpergewichts oder
  • zur Verbesserung des Haarwuchses dienen.
Ausnahmen

Verordnungen für Kinder bis 11 Jahren und für Jugendliche mit Entwicklungsstörungen sowie bei bestimmten schwerwiegenden Erkrankungen.


Mehr Informationen:

Der Medikamenten-Check in der exklusiven Online-Gesundheitsakte zeigt Ihnen Wechselwirkungen bei gleichzeitiger Einnahme mehrerer Arzneimittel auf:

Medikamenten-Check

 

Heilmittel

Heilmittel sind Behandlungen, die durch Ihren behandelnden Arzt auf einem Kassenrezept verschrieben und durch einen Therapeuten persönlich erbracht werden. Diese Heilmittel sind einem der folgenden Therapiebereiche zuzuordnen:

Physikalische Therapie

Hierzu zählen vor allem Massagen, Krankengymnastik, Chirogymnastik, Inhalationen, Bäder sowie Wärme- und Kälteanwendungen.

Podologische Therapie

Medizinische Fußpflege zur Behandlung krankhafter Schädigungen am Fuß infolge Diabetes mellitus (diabetisches Fußsyndrom).

Stimm-, Sprech- und Sprachtherapie

Die Stimmtherapie dient dazu, Atmung, Lautstärke, Artikulation und Schluckvorgänge zu regulieren, um die stimmliche Kommunikationsfähigkeit zu bessern oder wiederherzustellen.

Die Sprechtherapie soll Artikulation und Sprechgeschwindigkeit sowie die Koordination von Sprechen, Atmung, Stimme und Schluckvorgang gezielt fördern.

Die Sprachtherapie hilft, das Sprachverständnis aufzubauen, die Lautsprache auszubilden und zu erhalten sowie das Hören zu verbessern. Die kommunikativen Fähigkeiten sollen so verbessert oder wiederhergestellt werden.

Ergotherapie          

Mittels Ergotherapie können gestörte Funktionen  und Fähigkeiten rund um Bewegung,  Sinne, Psyche und Wahrnehmung verbessert oder wiederhergestellt werden.


Ihre Zuzahlung 

Die Kosten der Heilmittel trägt die Bertelsmann BKK. Ab 18 Jahren beträgt die gesetzlich vorgesehene Zuzahlung 10 % der Kosten zuzüglich 10 € je Verordnung.

Heilmittel im zahnärztlichen Bereich

Für die vertragszahnärztliche Versorgung gibt es eine Heilmittel-Richtlinie mit einem eigenen Heilmittel-Katalog. Heilmittelverordnungen können im zahnärztlichen Bereich dann notwendig sein, wenn es im Mund-, Kiefer- oder Gesichtsbereich zu Heilungs- oder Funktionsstörungen kommt.

Solche Einsatzgebiete sind zum Beispiel Lymphdrainagen zur Ableitung gestauter Gewebeflüssigkeit, Physiotherapie bei Bewegungsstörungen (und auch bei neurologischen Erkrankungen, die Auswirkungen auf den Mund-, Kiefer- oder Gesichtsbereich haben), manuelle Therapie bei Gelenkblockaden und Sprech- oder Sprachtherapie bei Lautbildungsstörungen nach operativen zahnmedizinischen Eingriffen.

Falls dies erforderlich ist, können mit zahnärztlich verordneten Heilmitteln nicht nur der Mund- und Kieferbereich selbst, sondern auch die anatomisch direkt angrenzenden oder funktionell unmittelbar mit der Kau- und Kiefermuskulatur in Zusammenhang stehenden Strukturen (Craniomandibuläres System) mitbehandelt werden.

Der zahnärztliche Heilmittelverordnungsvordruck liegt den Praxen vor. Andere Verordnungen dürfen wir nicht akzeptieren.

Hilfsmittel

Hilfsmittel sichern und erhalten Lebensqualität. Wir haben daher darüber hinaus über unsere Einkaufsgemeinschaft GWQ ServicePlus AG hochwertige Verträge mit Hilfsmittellieferanten abgeschlossen. Die Bereiche, für die wir Verträge geschlossen haben, sind z. B. Inkontinenz, Atemtherapie, enterale Ernährung, Stomaversorgung und Kompressionshilfen.

So erhalten Sie Ihr Hilfsmittel:

Um eine Kostenübernahme für ein Hilfsmittel prüfen zu können, benötigen wir eine ärztliche Verordnung. Sofern es einen Festbetrag für ein Hilfsmittel gibt, ist die Kostenübernahme auf diesen Betrag begrenzt.

Bundesweit einheitliche Festbeträge gibt es für die Hilfsmittelgruppen:
  • Einlagen für Schuhe,
  • Hörgeräte,
  • Inkontinenzartikel (Windeln und Vorlagen),
  • Kompressionsstrümpfe und
  • Stomaartikel
Zuzahlungen

Der Gesetzgeber hat eine Zuzahlung in Höhe von 10 Prozent der Kosten vorgesehen, mindestens 5 €, maximal 10 €. Hinzu kommt ggf. der über einen Festbetrag hinaus gehende Betrag. Für zum Verbrauch bestimmte Hilfsmittel (z. B. Windeln) entfällt der Mindestbetrag von 5 €. Hier beträgt die Zuzahlung 10 Prozent, begrenzt auf maximal 10 €.

Hilfsmittel als freiwillige Mehrleistung der Bertelsmann BKK

Für Versicherte, die sich aufgrund ihres Diabetes mellitus in einer intensivierten konventionellen Insulintherapie oder Insulinpumpentherapie befinden, übernehmen wir die Versorgung mit einem sog. Flash Glukose Messsystem.  

Ihre Ansprechpartnerin:

Petra Uhr, Fon 05241 80-74053 

Brillen und Sehhilfen

An den Kosten für Brillengläser und Sehhilfen dürfen wir uns bei Kindern und Jugendlichen bis 17 Jahre beteiligen. Erwachsene ab 18 Jahren erhalten Zuschüsse bei schwerer Sehbeeinträchtigung sowie für therapeutische Sehhilfen.

Für Erwachsene wurde der Anspruch auf Brillengläser erweitert. Einen Zuschuss für Brillengläser dürfen wir seit April 2017 zahlen, wenn Sie

  • mehr als 6 Dioptrien bei Kurz- oder Weitsichtigkeit oder
  • mehr als 4 Dioptrien bei einer Hornhautverkrümmung haben.

Liegt eine dieser Voraussetzungen vor, stellt Ihr Augenarzt eine Verordnung aus. Ihr Augenoptiker rechnet den Festbetrag für die Brillengläser dann direkt mit uns ab.  

Die übrigen Voraussetzungen für Sehhilfen bei schweren Sehbeeinträchtigungen auf beiden Augen (das heißt beide Augen haben bestkorrigiert nur eine Sehleistung von bis zu 30 Prozent) oder für therapeutische Sehhilfen bleibt unverändert bestehen.

Ihre Ansprechpartnerin:

Petra Uhr, Fon 05241 80-74053

Tipp: Das Kuratorium Gutes Sehen informiert unabhängig und neutral rund um gutes Sehen mit Brille und Kontaktlinsen: www.sehen.de. Der Zentralverband der Augenoptiker bietet darüber hinaus einen Online-Sehtest und viele weitere hilfreiche Informationen: www.zva.de/sehtest

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