Krankengeld bei Erkrankung des Kindes

Ein Anspruch auf "Kinderkrankengeld" besteht, wenn Sie Ihrer Arbeit nicht nachgehen können, weil:

  • Sie ein Kind unter 12 Jahren haben,
  • das in einer gesetzlichen Krankenkasse versichert ist,
  • das krank ist und von Ihnen betreut und gepflegt werden muss,
  • keine andere Person Ihres Haushaltes diese Aufgabe übernehmen kann.

Im Kalenderjahr können Sie pro Kind für bis zu 10, bei mehreren Kindern für insgesamt bis zu 25 Arbeitstagen Krankengeld erhalten. Alleinerziehende haben einen Anspruch auf 20 bzw. 50 Tage.

Der Krankengeldanspruch kann auf den anderen Elternteil übertragen werden, wenn er aus beruflichen oder persönlichen Gründen nicht geltend gemacht werden kann.

Mehr zur Höhe des Kinderkrankengeldes erfahren Sie in unserem SV-Lexikon Stichwort "Kinderkrankengeld"

Tipp: Die ärztliche Bescheinigung über die Erkrankung Ihres Kindes und die Notwendigkeit einer Betreuung können Sie nun auch in der Online-Geschäftsstelle hochladen und auf diesem Wege das Kinderkrankengeld beantragen.

Zusätzlicher Anspruch wegen der Corona-Pandemie

23.04.2021

Nach der im Januar beschlossenen Verdoppelung der Anspruchsdauer auf Kinderkrankengeld, hat die Bundesregierung am 23. April eine weitere darüber hinaus gehende Verlängerung beschlossen. 

Der Anspruch auf Kinderkrankengeld steigt demnach für das Jahr 2021 von 20 Tagen pro Elternteil und Kind auf 30 Tage und damit für Elternpaare pro Kind auf 60 Tage. Auch für Alleinerziehende verdoppelt sich der Anspruch pro Kind von 30 auf nun 60 Tage. Bei mehreren Kindern gilt ein Anspruch von maximal 65 Tagen, bei Alleinerziehenden maximal 130 Tage.

Der Anspruch besteht nicht nur bei Krankheit des Kindes, sondern auch, wenn Kitas und Schulen pandemiebedingt geschlossen sind oder die Betreuung eingeschränkt ist. 


Das Kinderkrankengeld soll es berufstätigen Eltern ermöglichen, Lohnausfälle durch die häusliche Betreuung eines erkrankten Kindes auszugleichen. Aufgrund der besonderen Herausforderungen in der Corona-Pandemie wird dieser Anspruch für 2021 ausgeweitet: Er besteht nicht nur, wenn das eigene Kind krank ist, sondern auch, wenn die Kinderbetreuung aus einem anderen Grund zu Hause erforderlich wird. Etwa weil die Schule, die Kita, oder eine Einrichtung für Menschen mit Behinderungen pandemiebedingt geschlossen, bzw. Klassen oder Kitagruppen in Quarantäne sind.

  • Gesetzlich krankenversicherte Eltern können demnach im Jahr 2021 pro Kind und Elternteil 30 statt der regulären 10 Tage Kinderkrankengeld beantragen.
  • Für Alleinerziehende erhöht sich der Anspruch um 40 auf 60 Tage pro Kind und Elternteil. 
  • Bei mehreren Kindern gilt ein Anspruch von maximal 65 Tagen, bei Alleinerziehenden maximal 130 Tage.
  • Der Anspruch besteht auch, wenn ein Kind zu Hause betreut werden muss, weil Schulen oder Kitas geschlossen sind, die Präsenzpflicht in der Schule aufgehoben oder der Zugang zum Betreuungsangebot der Kita eingeschränkt wurde.
  • Zudem können Eltern das Kinderkrankengeld auch dann beantragen, wenn sie im Homeoffice arbeiten könnten. 

Bei einer coronabedingten Betreuung Ihres Kindes aus den oben genannten Gründen benötigen wir eine Bestätigung der entsprechenden Einrichtung.

Verwenden Sie dazu den  BKK-Antrag Kinderkrankengeld und reichen diesen ggf. zusammen ein mit der  Musterbescheinigung für Kita, Schule etc.. Da die Musterbescheinigung nicht alle erforderlichen Informationen enthält, reicht diese allein leider nicht aus.


Tipp: Die Bundesregierung beantwortet viele weitere Fragen auf www.bundesregierung.de 


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