Impfungen

Impfungen gehören zu den wichtigsten und wirksamsten präventiven Maßnahmen, die der Medizin zur Verfügung stehen. Unmittelbares Ziel der Impfung ist es, den Geimpften vor einer ansteckenden Krankheit zu schützen. Ihr Vorteil: Seit 2019 bieten wir Ihnen als Mehrleistung die volle Kostenerstattung für privat abgerechnete Impfungen. Und damit Sie Ihren Impfstatus immer parat haben, empfehlen wir Ihnen die Vivy App.

Wie aber funktionieren Impfungen eigentlich?

Die Impfung ahmt eine natürliche Infektion auf schonende Weise nach und regt so die Bildung von Abwehrkräften an. Leichte Impfreaktionen sind natürlich, ernste Folgen äußerst selten.

Medientipp: Quarks & Co. "Impfen - welche Krankheiten sind besiegbar?" (26.02.19, 44 Min.)

Die einen haben ein schlechtes Gewissen: Auffrischung vergessen, Impfung verschlafen. Die anderen lassen sich aus Überzeugung nicht impfen: sie glauben nicht an den Nutzen der Spritzen. Dabei hat Impfen mit Glauben wenig zu tun. Das WDR-Magazin Quarks liefert neue, wichtige Fakten.

Quarks & Co. "Impfen - welche Krankheiten sind besiegbar?"

Der Impfkalender - alle empfohlenen Impfungen

Eine Übersicht aller in Deutschland empfohlenen Impfungen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene gibt der Impfkalender der Ständigen Impfkommission (STIKO) des Robert Koch-Instituts.

HPV-Impfung - jetzt für Mädchen und Jungen

Infektionen mit den Humanen Papillomviren (HPV) gelten als Hauptauslöser für Gebärmutterhalskrebs. Sie zählen zu den sexuell übertragbaren Erkrankungen (STI) und sind in Deutschland weit verbreitet. Einen frühzeitigen Schutz stellt die HPV-Impfung dar.

Trotz guter Verträglichkeit ist bisher nur ein geringer Teil aller Mädchen in Deutschland geimpft. Ende 2014 hatten von den 15-jährigen Mädchen erst 30,5 Prozent eine vollständige Impfung erhalten. Dabei schützt die Impfung gegen die häufigsten hochriskanten Papillomviren.

Jetzt für Mädchen und Jungen

Für Mädchen - und seit Dezember 2018 auch für Jungen - wird ein Impfalter zwischen neun und 14 Jahren empfohlen. In diesem Alter übernehmen die Krankenkassen die Impfkosten über die Gesundheitskarte. 

PLUS
Als Mehrleistung erstatten wir die vollen Kosten, wenn die Impfung erst im Alter von 15 bis 26 Jahren erfolgen soll und nicht mehr über die Gesundheitskarte abgerechnet wird.

Quellen: BZgA

 

Medientipp: Quarks & Co. "HPV – ein kaum bekannter Schutz vor Gebärmutterhalskrebs" (26.02.2019, 6 Min.)

Eine Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs, das klingt eigentlich sensationell – und doch haben zwei Drittel der Deutschen laut einer aktuellen Krankenkassen-Umfrage bis heute nie etwas von der HPV-Impfung gehört.  Quarks & Co.

Grippeimpfung

Mit einer Grippe ist nicht zu spaßen. In schweren Fällen kann sie tödlich sein. Wer bereits eine chronische Erkrankung hat, ist besonders gefährdet und sollte sich im Herbst impfen lassen. Gleiches gilt für Schwangere, Kinder und alle ab 60 Jahren. 

Grippeimpfung für Schwangere: Auch während der Schwangerschaft kann eine Grippeerkrankung (Influenza) die Gesundheit der Mutter sowie des Kindes ernsthaft gefährden, deshalb sind Impfungen gerade in diesen Lebensphasen von großer Bedeutung.Eine schwer verlaufende Lungenentzündung kann beispielsweise das Risiko von Wachstumsverzögerungen sowie von Fehl- oder Frühgeburten erhöhen. Mit einer Impfung können Mütter nicht nur sich selbst schützen, sondern auch ihr Kind.

Grippeimpfung für Kinder: Auch Kinder und Jugendliche gegen Grippe zu impfen, befürwortet die Stiftung Warentest. Sie erhielten so einen bis zu 80-prozentigen Schutz vor einer Grippe. Insbesondere Kleinkinder würden profitieren, denn bei ihnen kann die Infektion einen schweren Verlauf nehmen. Eltern sollten mit dem Kinderarzt besprechen, ob für ihr Kind die Impfung ratsam ist und ob diese auf dem klassischen Wege oder per Nasenspray erfolgen kann.

Das Robert-Koch-Institut hat zuletzt jedoch keine überlegene Wirksamkeit des Sprays mehr beobachtet. Die Behörde hat daher die frühere Empfehlung, Kinder im Alter von 2 bis 6 Jahre per Nasenspray statt per Spritze impfen zu lassen, zurückgezogen. Für Erwachsene ist das Nasenspray nicht zugelassen. Sie müssen sich weiterhin piksen lassen. Quelle: Stiftung Warentest

Fragen und Antworten zur Grippeimpfung

Tipp: Informationen zu unseren betrieblichen Grippeimpfungen bei Bertelsmann erhalten Sie in der Rubrik Gesundheitsförderung.

NEU: Impfungen 50+ - Vorsicht Gürtelrose

Gegen Gürtelrose (Herpes Zoster) impfen

Die Impfung gegen Gürtelrose (Herpes Zoster) ist seit dem 01.05.2019 eine Regelleistung. Ihr Arzt rechnet diese Impfung über die Gesundheitskarte mit der BKK ab.

Empfohlen ist die Impfung (mit einem Totimpfstoff):

  • ab 50 Jahren bei Immunschwäche oder Vorliegen einer Grundkrankheit (zum Beispiel Asthma, Diabetes, HIV-Infektion, chronische Lungen- oder Darmerkrankung)
  • ab 60 Jahren für alle

Tipp: Häufige Fragen zur Impfung beantwortet das Robert-Koch-Institut

Impfungen 60+ - Vorsicht Pneumokokken

Gegen Grippe impfen

Ab 60 Jahren besteht laut Robert Koch-Institut, bzw. der dortigen Ständigen Impfkommission (STIKO), eine höhere Anfälligkeit für schwerwiegende Grippeerkrankungen. Der Grund liegt darin, dass das Immunsystem mit zunehmendem Alter an Leistungskraft verliert. Der Körper muss daher länger gegen eine Infektion ankämpfen. Ihr Hausarzt nimmt die Impfung vor und rechnet direkt mit der BKK ab. Ein Eigenanteil fällt nicht an.

Vorsicht Pneumokokken

Ab einem Alter von 60 Jahren empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) zudem eine Impfung gegen Pneumokokken. Je nach Gesundheitszustand sollte diese nach frühestens sechs Jahren aufgefrischt werden. Auch diese Impfung nimmt der Hausarzt vor, ohne dass dem Versicherten Kosten entstehen.

Mehr zur Pneumokokkenimpfung

Für empfohlene Impfungen reicht die Vorlage der eGK

In der Regel übernehmen wir die Kosten der im Impfkalender aufgeführten Impfungen. Hierzu reicht die Vorlage der Gesundheitskarte in der Arztpraxis aus.

Unsere Mehrleistung:

Falls die Abrechnung der Arzt- und Impfstoffkosten nicht über die Gesundheitskarte erfolgt, reichen Sie uns bitte die Belege (Arztrechnung und Rezept) zur Erstattung ein. Am einfachsten ist das über die Online-Geschäftsstelle "meine BKK".

Wir erstatten Ihnen die vollen Kosten für Impfungen, die Sie ab dem 1. Januar 2019 erhalten haben.

Neu: Volle Erstattung für private Impfungen, z.B. für Reisen ins Ausland

Falls die Abrechnung der Arzt- und Impfstoffkosten nicht über die Gesundheitskarte erfolgt, reichen Sie uns bitte die Belege (Arztrechnung und Rezept) zur Erstattung ein. Wir erstatten Ihnen für Impfungen, die in 2019 vorgenommen worden sind die vollen Kosten.

Dies gilt zum Beispiel, wenn Ihr Arzt die Grippeimpfung privat abrechnet, da sie nicht zu den Risikogruppen gehören, für die die Grippeimpfung empfohlen wird.

Ebenfalls erstattungsfähig sind folgende Impfungen anlässlich privater Auslandsreisen:

  • Cholera,
  • FSME,
  • Gelbfieber,
  • Hepatitis A/B,
  • Japanische Enzephalitis,
  • Meningokokken,
  • Tollwut und Typhus,
  • Malaria-Prophylaxe

Tipp: Der digitale Impfpass - in der Vivy-Gesundheitsakte

Die Vivy App - ein exklusiver Mehrwert für Bertelsmann BKK-Mitglieder: www.vivy.com/digitaler-impfpass/

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