Hautkrebs-Früherkennung

Seit Jahrzehnten nehmen die Erkrankungen an Hautkrebs deutlich zu. Nach letzten Schätzungen des Robert-Koch-Instituts erkrankten 2018 in Deutschland rund 200.000 Personen erstmalig an einem weißen oder hellen Hautkrebs (Basalzellkarzinom). Bei rund 23.000 Männern und Frauen entwickelte sich jedoch der sehr gefährliche schwarze Hautkrebs, das maligne Melanom, das bei knapp 3.000 Menschen zum Tod führte.

Generell gilt: Hautkrebs ist gut behandelbar, letztlich sogar heilbar, wenn er rechtzeitig erkannt wird. Der Gesetzgeber sieht ab 35 Jahren alle zwei Jahre eine über die Gesundheitskarte abgerechnete hautärztliche Untersuchung vor. Als Mehrleistung haben wir diese Altersgrenze gesenkt.

Hautärztliche Früherkennung: gesenkte Altersgrenzen nach Region

Neben der gesenkten Altersgrenze profitieren Sie in vielen Regionen von einem jährlichen Anspruch auf die Untersuchung.

  • Baden-Württemberg (alle 2 Jahre, von 15 bis 34 Jahren)
  • Bayern (alle 2 Jahre, von 15 bis 34 Jahren)
  • Berlin (alle 2 Jahre unter 35 Jahren)
  • Brandenburg (alle 2 Jahre, auch unter und über 35 Jahren)
  • Bremen (jährlich, auch unter und über 35 Jahren)
  • Hamburg (jährlich unter 35 Jahren, danach alle 2 Jahre)
  • Hessen (alle zwei Jahre, von 18 bis 34 Jahren)
  • Mecklenburg-Vorpommern (jährlich unter 35 Jahren, danach alle 2 Jahre)
  • Niedersachsen (jährlich, auch unter und über 35 Jahren)
  • Nordrhein-Westfalen (alle 2 Jahre, ab 20 Jahren)
  • Rheinland-Pfalz (alle 2 Jahre, auch unter 35 Jahren)
  • Saarland (alle 2 Jahre, von 15 bis 34 Jahren)
  • Sachsen (alle 2 Jahre, von 15 bis 34 Jahren)
  • Sachsen-Anhalt (alle 2 Jahre, auch unter 35 Jahren)
  • Schleswig-Holstein (jährlich unter 35 Jahren, danach alle 2 Jahre)
  • Thüringen (alle 2 Jahre, von 18 bis 34 Jahren)

Stand: 05.04.2022

Fragen Sie Ihre Hautärztliche Praxis, ob sie an unserem Zusatzvertrag teilnimmt und die Untersuchung über die Gesundheitskarte abrechnet.

Das Gesundheitsbudget

Sie haben ein erhöhtes Hautkrebsrisiko (z. B. heller Hauttyp oder familiäre Vorbelastung) und erhalten die Untersuchung in Ihrer Region nicht über die Gesundheitskarte? Wir bezuschussen die Kosten der Untersuchung mit 20 € im Jahr - nutzen Sie dazu Ihr Gesundheitsbudget.  

Das Bonusprogramm

Im BKK-Bonusprogramm belohnen wir die Teilnahme an der Untersuchung ab 35 Jahren mit einem Bonus in Höhe von 10 €.

 

Ursachen

Neben der genetischen Veranlagung gelten eine starke UV-Belastung sowie häufige Sonnenbrände, vor allem im Kindesalter, als Risikofaktoren. Wer sich aus beruflichen Gründen vermehrt im Freien aufhält hat daher ein erhöhtes Erkrankungsrisiko.

Da sich jeder dritte Hautkrebs aus bereits vorhandenen Muttermalen bildet, gelten Menschen mit einer großen Zahl an Muttermalen ebenfalls als gefährdet.

Minimieren Sie Ihr Risiko!

Beugen Sie vor

Vermeiden Sie direkte Sonneneinstrahlung zur Mittagszeit. Dann ist die UV-Strahlung am stärksten.

Neben den üblichen Sonnenschutzcremes, deren Lichtschutzfaktor (LSF) allerdings nicht über 50 liegt, empfehlen Dermatologen das Tragen von körperbedeckender Kleidung, wozu auch eine Sonnenbrille und eine Kopfbedeckung mit breiter Krempe gehört. Am effektivsten sind UV-Schutztextilien erkennbar an der Kennzeichnung „UV STANDARD 801“ mit einem hohen UV-Schutz. Sie bieten einen UV-Schutzfaktor (UPF) von bis zu 80. Der reicht auch bei heller Haut aus, um einen ganzen Tag in der Sonne verbringen zu können.

Wichtig: Sonnenbrände im Kindesalter erhöhen das Risiko für die spätere Bildung von Hautkrebs.

Tipp: Nutzen Sie die hautärztliche Krebsfrüherkennung.

Hintergrund

Seit Juli 2008 ist die Hautkrebsfrüherkennung im Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) festgeschrieben. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten des Hautkrebsscreenings ihrer Versicherten als Standardleistung aber erst ab einem Alter von 35 Jahren und nur alle zwei Jahre. Zur Untersuchung zugelassen sind niedergelassene Dermatologen, aber auch niedergelassene Hausärzte, die nur eine achtstündige Zusatzqualifikation nachweisen müssen. Der Vertrag der BKK VAG Bayern mit dem BVDD wird dagegen ausschließlich von Dermatologen unterstützt, ermöglicht auch jüngeren Versicherten die Früherkennung und geht in vielen weiteren Bereichen über die GKV-Regelversorgung hinaus.

Der Rahmenvertrag zum BKK Hautkrebsscreening wurde von der Ärztlichen Vertragsgemeinschaft Deutschland GmbH (ÄVGD), dem Berufsverband der Dermatologen (BVDD), der VG DERMA Versorgungsgesellschaft der Fachärzte für Dermatologie mbH und der Sanakey Contract GmbH mit der BKK VAG Bayern als Vertragsfederführer gestaltet.

Zur BKK Vertragsarbeitsgemeinschaft (BKK VAG) Bayern zählen derzeit 68 Betriebskrankenkassen (BKK), die rund 1,6 Millionen Versicherte zählen. Die BKK VAG Bayern hat ihren Geschäftssitz beim BKK Landesverband Bayern, der als Körperschaft des öffentlichen Rechts die Interessen der Betriebskrankenkassen und ihrer Versicherten in Bayern vertritt.

Der Berufsverband der Deutschen Dermatologen e. V. (BVDD) ist der Zusammenschluss der in Deutschland niedergelassenen Hautärzte zur Vertretung ihrer wirtschaftlichen und sozialpolitischen Interessen. Der BVDD hat rund 3.700 Mitglieder und setzt sich für verbesserte Rahmenbedingungen zur Versorgung hautkranker Menschen ein, fördert den Nachwuchs und beteiligt sich an den großen gesundheitspolitischen Diskussionen rund um Versorgungsinnovationen, medizinischen Fortschritt und neue Technologien wie Telemedizin, für die die Dermatologie in Deutschland eine Vorreiterrolle einnimmt.

Weiterführende Informationen

Haben Sie noch Fragen?

05241 80-74000*
*Montag bis Freitag von 8 bis 17 Uhr

E-Mail schreiben

Geschäftsstellen

Mitglied werden

Newsletter bestellen

Infomaterial anfordern

Seite zuletzt aktualisiert am: 15.06.2022
Vorlesen