BKK stellt Weichen für 2016

Alle heutigen Mehrleistungen auch 2016. Beitragssatz steigt, bleibt aber attraktiv.


Gütersloh, 15. Dezember 2015

Auch die Bertelsmann BKK kann sich den steigenden Kosten im Gesundheitswesen nicht entziehen. Zum 1. Januar 2016 hebt die Bertelsmann BKK daher ihren Zusatzbeitrag von 0,7 auf 1,05 Prozent an. In Summe beträgt der Beitragssatz im neuen Jahr 15,65 Prozent. (Vorjahr 15,3). Im Gegenzug bleiben alle Mehrleistungen und Serviceangebote in vollem Umfang erhalten. Dies haben Versicherten- und Arbeitgebervertreter im Verwaltungsrat der Bertelsmann BKK am 9. Dezember beschlossen.  

„Uns ist es wichtig, dass die BKK den eingeschlagenen Weg als hochwertige Krankenversicherung zum Wohl ihrer Versicherten verlässlich weiter gehen wird. In der Abwägung von Leistungsangebot und Beitragshöhe bleibt es bei der Betonung des Leistungs- und Serviceangebotes,“ so das Fazit von Michael Aust und Helmut Gettkant, den Vorsitzenden des Verwaltungsrats der Bertelsmann BKK.

Vorab hatten bereits eine Reihe anderer Kassen ebenfalls Beitragserhöhungen angekündigt. Aber zugleich auch Mehrleistungen in Frage gestellt oder in der zweiten Jahreshälfte bereits gestrichen.

Thomas Johannwille, Vorstand der Bertelsmann BKK: „Überschüsse aus der Vergangenheit ermöglichten uns in 2015 mit nur 0,7 Prozent einen deutlich unterdurchschnittlichen Zusatzbeitragssatz. Unseren Mitgliedern hat dies im Vergleich zu vielen Kassen eine Ersparnis von bis zu 100 Euro beschert. Auch in 2016 werden wir noch leicht unter dem Durchschnittswert von 1,1 Prozent liegen. Da viele Kassen aber auch deutlich höhere Beiträge verlangen werden, haben unsere Versicherten nach wie vor einen Beitragsvorteil. Noch bedeutender erscheint uns aber das Leistungsangebot, das wir in vollem Umfang auch 2016 bieten können.“

Ein attraktives Leistungsangebot war und ist den Versicherten- und Arbeitgebervertretern im Verwaltungsrat gleichermaßen wichtig

Die umfangreichen Leistungen für eine gute Versorgung im Krankheitsfall und für die Förderung der Gesundheit der Versicherten bleiben deshalb bestehen. Die Beratungen im Verwaltungsrat haben gezeigt, dass es die Identität der BKK ist, eine hochwertige Krankenversicherung zu bieten und verlässlich zu sein. Auch Rückmeldungen von Versicherten zeigen, dass sie das von der BKK erwarten.

„Die umfangreichen Zusatzleistungen sind ein wesentliches Merkmal der BKK und sollen derzeit nicht verändert werden. Zugleich soll die Finanzplanung verlässlich ausgerichtet sein und eine mittelfristige Planung berücksichtigen,“ so Michael Aust, Verwaltungsratsvorsitzender.

Die Kostenentwicklung wurde daher durchaus mit Sorge zur Kenntnis genommen. Es sind vor allem die Ausgaben für Krankengeld, die durch den steigenden Krankenstand mit  psychischen und orthopädischen Ursachen wachsen und die Ausgaben für Arzneimittel, bei denen sich neue Präparate mit Kosten pro Patient von beispielsweise 100.000 Euro stark auswirken.

Einwirkungsmöglichkeiten auf die Kostenanstiege bei Arzneimitteln oder Krankengeld gäbe es hier jedoch kaum, so die Ausführungen von Andreas Titlbach, zum stellvertretenden Vorstand ernannter Bereichsleiter Service und Leistung der Bertelsmann BKK. Bertelsmann und die BKK seien hier mit der Ausweitung des Sozialdienstes auf einen Großteil der bundesweiten Bertelsmann Standorte schon auf dem richtigen Wege. Dies könne sich durchaus positiv bei den Arbeitsunfähigkeitszeiten auswirken.

Gegen strukturell bedingt längere Ausfallzeiten die naturgemäß anfallen, wenn Firmen oder Bereiche geschlossen werden, gäbe es jedoch kaum Einwirkungsmöglichkeiten. Zumal die BKK hier auch im Sinne der Kunden berate und unterstütze und kein Kostenmanagement zu Lasten kranker Versicherter betreiben wolle.

Darüber hinaus gelte es im Bereich Arzneimittel auf politischer Ebene Lösungen zu finden um der Kreativität seitens der Pharmaindustrie nachhaltig zu begegnen. So der Tenor im Verwaltungsrat. Zugleich gilt die Politik aber auch als wesentlicher Kostentreiber. So wurden jüngst Gesetze beschlossen, welche die Versorgung in Krankenhäusern, Hospizen, im ländlichen Raum und in der Prävention verbessern sollen. Dies jedoch führt abermals zu höheren Kosten, die so will es der Gesetzgeber, allein der Versicherte trägt. Denn der Arbeitgeberanteil am Beitragssatz ist gedeckelt.

Steigende Kosten führen daher allein auf der Versichertenseite zu einem steigenden Zusatzbeitrag. „Dies wird sicherlich vor der kommenden Bundestagswahl noch diskutiert, denn politische gewollte Kostensteigerungen allein den Versicherten aufzubürden ist wenig populär beim Wähler“, so Thomas Johannwille.

Darüber hinaus werden Innovationen und Demographie für weiteren Kostendruck sorgen - keine Kostentreiber sind hingegen die Verwaltungskosten der BKK

„Wir gehen verantwortungsvoll mit den Beiträgen um. Wir sparen an Kosten, jedoch nicht an den Leistungen für unsere Versicherten. So betragen unsere Verwaltungsausgaben nur 5,7 Prozent der Gesamtausgaben und sind deutlich niedriger als bei vielen anderen Krankenkassen,“ erläuterte Karin Schemhaus, Bereichsleiterin Finanzen und im alternierenden Wechsel mit Andreas Titlbach stellvertretender BKK-Vorstand. Entsprechend mehr Mittel habe die BKK daher für die vielfältigen Angebote rund um Prävention und Versorgung.

Die Bertelsmann BKK sieht sich daher auch im kommenden Jahr als verlässlicher Partner in Sachen Gesundheit

BKK-Vorstand Thomas Johannwille bekräftigte dies, indem er seine Ziele benannte, die er sich für seine jüngst angetretene Führung der BKK gesetzt hat. Hierzu zähle es den Ruf der Bertelsmann BKK als Partner der Gesundheitswirtschaft in OWL zu festigen, für Mitarbeiter und ihre Familien die beste Krankenversicherung zu bieten und für Bertelsmann ein wichtiges Element der Sozialleistungen und des Gesundheitsmanagements zu sein.

Gegenstand der Sitzung war zudem die Berufung von Martin Kewitsch, Executive Vice President Human Resources Coordination & Shared Services im Hause Bertelsmann als Mitglied, sowie von Dr. Kai Burr, Chief Human Resources Officer bei Arvato Financial Solutions und Michael Seher, Vice President Human Resources bei Random House als stellvertretende Mitglieder. Aus dem Verwaltungsrat ausgeschieden sind in diesem Zuge Dr. Wolfgang Sonnabend, Klaus Heinemann und Frank Steinert.

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