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Weitere Informationen zu: Allgemeines zur Pflegevericherung
Allgemeine Informationen
Pflegebedürftigkeit ist ein Risiko, das stark mit dem Lebensalter zusammen hängt. Bei der Bertelsmann BKK werden derzeit (Stand August 2007) 294 pflegebedürftige Versicherte betreut. Von ihnen sind 2/3 älter als 60 Jahre – aber auch 1/3 jünger, vor allem Kinder.
Das Risiko steigt ab 70 Jahren deutlich an. Sind es in den jüngeren Altersgruppen noch 0,2 v.H. bis 0,7 v.H. der Versicherten, die pflegebedürftig sind, so steigt der Anteil bei den betagten und hoch betagten auf 16,4 v.H. bzw. 51,2 v.H.
Die pflegebedürftigen Versicherten werden überwiegend zuhause von ihren Angehörigen betreut. Nur ¼ sind in stationären Pflegeeinrichtungen untergebracht.
Die Intensität der Pflege bzw. der Pflegebedarf wird in Pflegestufen ausgedrückt. In der Stufe 1 mit täglich mindestens 90 Minuten Hilfsbedarf sind etwas mehr als die Hälfte der Leistungsempfänger eingestuft. Ein Drittel hat die Pflegestufe 2 mit mindestens 3 Stunden täglichem Hilfebedarf und 14 % die höchste Stufe 3 mit mehr als 5 Stunden.
Pflegebedürftigkeit hat meistens auch finanzielle Auswirkungen. Kostet ein Pflegeeinsatz durch eine Fachkraft je nach Umfang ca. 20 bis 30 Euro, so summiert sich das im Monat schnell auf einige Hundert Euro. Stationäre Pflege ist mit monatlichen Kosten von 2.500 bis 4.000 Euro noch deutlich teurer. Die Kosten variieren hier je nach Standard des Hauses und nach Pflegebedarf des Bewohners.
Die finanzielle Auswirkungen von Pflegebedürftigkeit können erheblich werden. Deshalb raten wir dazu, sich frühzeitig darüber klar zu werden, wie diese finanziert werden sollen.
Im wesentlichen kommen dafür drei Möglichkeiten in Betracht:
- unentgeltliche Pflege durch Angehörige
- Nutzen eigener Einkünfte (Rente), ggf. Ersparnisse oder Immobilie
- Abschluss einer zusätzlichen Pflege-Ergänzungsversicherung
Für die Beurteilung des Risikos können folgende Fragen weiter helfen:
- Können Sie Hilfe von Familienangehörigen erwarten? Ggf. in welchem Umfang?
- Welche Erwartung haben Sie an die Pflege in Bezug auf den Umfang, die Qualität und die Art (zuhause oder in einer stationären Einrichtung)?
- Wie sollen entstehende Kosten finanziert werden? Über welche regelmäßigen Einkünfte erwarten sie im Alter zu verfügen? Stehen Vermögenswerte zur Verfügung (Ersparnis, Immobilie)? Wollen sie mit einer Zusatzversicherung frühzeitig vorsorgen?
Hierbei sollte man abschätzen, wie die persönlichen Lebensumstände sind, also ab ein Familienangehöriger mindestens einen Teil der Pflege übernimmt oder ob wesentliche Teile der Pflege durch professionelle Anbieter abgedeckt würden.
