Meine Leistungen in der Krankenversicherung

Künstliche Befruchtung

Versicherte haben einen Anspruch auf medizinische Maßnahmen zur Herbeiführung einer Schwangerschaft, wenn herkömmliche Behandlungsmaßnahmen (z. B. alleinige hormonelle Stimulation, Fertilisationsoperation) nicht (mehr) Erfolg versprechend sind.

  • Die Leistung erhalten ausschließlich Ehepaare.
  • Es dürfen allein Ei- und Samenzellen der Ehepartner verwendet werden.
  • Ein Anspruch besteht auf maximal 3 Versuche, deren Kosten zu je 50 Prozent von der Krankenkasse getragen werden.
  • Der Anspruch beginnt für Frauen und Männer mit dem 25. Lebensjahr.
  • Der Anspruch endet bei Frauen mit Vollendung des 40. Lebensjahres, bei Männern mit Vollendung des 50. Lebensjahres.

Bitte reichen Sie uns vor Behandlungsbeginn einen ärztlichen Behandlungsplan ein.



Methoden der künstlichen Befruchtung

1. IVF - In-vitro-Fertilisation

Die aus der hormonellen Stimulation gewonnenen reifen Eibläschen werden entnommen (entweder über den durch Ultraschall kontrollierten Weg der Scheide oder laparoskopisch) und mit dem durch Masturbation gewonnen Sperma des Mannes auf einem Nährboden in einer Glasschale zusammengebracht. 48 Stunden später wird der so entstandene Embryo in die Gebärmutter oder die Eileiter reimplantiert. Es muss vorher eine Verschmelzung von Ei und Samenzelle und mindestens eine Zellteilung stattgefunden haben.

Durchschnittliche Erfolgsquote: 19,8 pro 100 Embryotransfers Risiken: Es besteht die Gefahr von Mehrlingsschwangerschaften


2. GIFT - Gamete Intra Fallopian Transfer

Voraussetzung ist die Durchgängigkeit mindestens eines Eileiters. Durch Laparoskopie werden Eizellen entnommen, befruchtet und wieder im Eileiter deponiert.

Durchschnittliche Erfolgsquote: 27 % Schwangerschaften


3. Homologe Insemination

Bei der Insemination wird der normale Weg, den das Sperma normalerweise zurücklegen muss, verkürzt. Der frisch produzierte Samen des Mannes wird in die Scheide, direkt in die Gebärmutter oder in die Eileiter gespritzt. Es kann eine hormonelle Stimulation erfolgen, sonst wird die Zeit des Eisprungs durch Hormontests bestimmt.


4. ICSI - Intracytoplasmatische Spermieninjektion

Belgische Wissenschaftler haben in den letzten Jahren eine neuartige Methode, die Intracytoplasmatische Spermainjektion (ICSI-Methode), zur künstlichen Befruchtung entwickelt. Dieses Verfahren kann vor allem Männern helfen, die infolge zu geringer Spermienproduktion nicht in der Lage sind, ein Kind zu zeugen.

Wie IVF, aber durch Öffnen der äußeren Eihülle wird das Sperma direkt in die Eizelle eingebracht. Die Durchführung der ICSI ist auch möglich, wenn die Spermien unbeweglich oder missgebildet sind, sodass sie auf normalem Weg nicht in die Eizelle eindringen können.

 

Tipp: Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) bietet eine Reihe von kostenlosen Broschüren rund um das Thema "Kinderwunsch"...

 
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