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B
B, Abk. für das chemische Element Bor oder die Blutgruppe B.Babesia
Babesia, Protozoen, die durch Zeckenbisse übertragen werden, Erreger der → Babesiose.Sehen Sie auch: → Babesiose
Babesiose
Babesiose, eine Infektionskrankheit, die durch Babesien ausgelöst wird. Die Babesiose äußert sich ähnlich wie eine Malaria. Symptome sind u. a. Fieber, Blutarmut und Gelbsucht. Die Babesiose kann v. a. bei Patienten ohne Milz (nach einer Splenektomie) einen schweren Verlauf haben.Babinski-Reflex
Babinski-Reflex, Großzehenreflex, beim festen Bestreichen des seitlichen Fußsohlenrandes erfolgt eine Rückwärtsbewegung der Großzehe. Bei Kindern im ersten Lebensjahr ist dieser Reflex normal, später hingegen als Zeichen einer Pyramidenbahnschädigung zu werten.Bach-Blütenmittel
Bach-Blütenmittel, bestimmte Pflanzenzubereitungen, die bei der → Bach-Blütentherapie eingesetzt werden. Die Bach-Blütenmittel stellen eine homöopathische Aufbereitung der Auszüge aus 38 verschiedenen Pflanzen und Bäumen dar. Giftige Pflanzen oder übliche Nahrungspflanzen finden ausdrücklich keine Verwendung als Bach-Blütenmittel.Sehen Sie auch: → Bach-Blütentherapie
Bach-Blütentherapie
Bach-Blütentherapie, eine der Homöopathie sehr ähnliche komplementärmedizinische Methode, bei der → Bach-Blütenmittel zur Therapie eingesetzt werden. Die Bach-Blütentherapie kommt vor allem bei der Behandlung von Erkrankungen auf seelischer Ebene zum Einsatz. Die Bach-Blütentherapie wird als eine Hilfe zur Selbsthilfe bei psychischen Problemen aufgefasst. Ziel ist die Wiederherstellung des seelischen Gleichgewichts.Sehen Sie auch: → Bach-Blütenmittel
Bacillaceae
Bacillaceae, eine Gattung von grampositiven Stäbchenbakterien. Die Hauptvertreter der Bacillaceae sind die Gattungen → Bacillus und → Clostridium.Bacillus
Bacillus, Bazillus, stäbchenförmiges, grampositives Bakterium, das Sporen bildet.Bacitracin
Bacitracin, Polypeptid-Antibiotikum, das aus Bacillus subtilis gewonnen wird. Bacitracin ist gegen grampositive Bakterien, Neisserien, Hämophilus influenzae sowie Gono- und Meningokokken wirksam. Bacitracin wird nicht aus dem Darm resorbiert und ist bei intravenöser Gabe nierenschädigend. Deshalb wird Bacitracin vor allem zur äußerlichen Behandlung von Hautinfektionen angewendet.Backe
Backe, die Seitenwand der Mundhöhle. Die Backe besteht aus der äußeren Haut, der inneren Schleimhaut (Mundschleimhaut) und dem dazwischengelagerten Muskel- und Fettgewebe. Dieses gibt dem Gesicht eine charakteristische Form (z. B. eingefallene Wangen, wenn das Fettgewebe nur wenig ausgeprägt ist).Bäckerasthma
Bäckerasthma, Berufskrankheit, Asthma infolge einer Allergie auf Mehlinhaltsstoffe (Eiweißkörper, Mehlzusatzstoffe). Häufig besteht gleichzeitig auch ein Bäckerschnupfen durch das Einatmen von Mehlstaub.Baclofen
Baclofen, ein Medikament aus der Gruppe der Muskelrelaxantien.Bacterium
Bacterium, → Bakterium.Sehen Sie auch: → Bakterium
Bacteroidaceae
Bacteroidaceae, eine Familie von gramnegativen, anaeroben Stäbchenbakterien. Wichtigste Gattungen sind → Bacteroides und die → Fusobakterien.Bacteroides
Bacteroides, eine Gattung der Bakterienfamilie → Bacteroidaceae. Verschiedene Bacteroidesformen sind Krankheitserreger wie Bacteroides fragilis, der Erreger von opportunistischen Infektionen in verschiedenen Organen, oder Bacteroides pneumosintes, der Sekundärinfektionen der oberen Atemwege oder Hirnabszesse auslösen kann.Sehen Sie auch: → Bacteroidaceae
Bad
Bad, natürliches Heilbad mit Quellwässern, die Mineralstoffe, radioaktive Zusätze oder feste Rohstoffe wie Moor, Schlick oder Fango enthalten.Bad
Bad, medizinische Bäder, denen Öle, pflanzliche Auszüge, Sauerstoff, Mineralien oder Kohlensäure zugesetzt werden. Bäder können als Voll-, Halb- oder Teilbad (Füße, Hände) angewendet werden. Die Wassertemperatur kann, je nach gewünschtem therapeutischen Effekt, gleich bleibend oder im Verlauf des Bades auf- oder absteigend sein. Auch → Balneologie.Sehen Sie auch: → Balneologie
Badearzt / Badeärztin
Badearzt / Badeärztin, in einer Klinik eines Kurortes tätige Ärzte, die in der Kurortmedizin übliche Methoden anwenden.Badedermatitis
Badedermatitis, → Zerkariendermatitis.Sehen Sie auch: → Zerkariendermatitis
Bäderheilkunde
Bäderheilkunde, die Lehre von der Heilwirkung der Badetherapie, → Balneotherapie.Sehen Sie auch: → Balneotherapie
Bagatellarzneimittel
Bagatellarzneimittel, Arzneimittel, die nach dem Sozialgesetzbuch für Krankheiten eingesetzt werden, die die Gesundheit des Patienten nur gering beeinträchtigen. Bagatellarzneimittel sind damit von der Arzneimittelversorgung ausgeschlossen; sie können vom Arzt verordnet, müssen jedoch vom Patienten bezahlt werden. Zu den Bagatellarzneimitteln gehören u. a. Mittel, die gegen Husten, Schnupfen oder geringe Schmerzen bei Erkältungen helfen, Desinfektionsmittel für den Rachenraum, Abführmittel und Medikamente, die Reisekrankheiten vorbeugen.Bailey-Reposition
Bailey-Reposition, eine Maßnahme zur → Reposition einer Radiusfraktur. Die Bailey-Reposition besteht aus vier Phasen: Zuerst wird während mehrerer Minuten Zug auf die Fraktur ausgeübt, dann wird die Hand in Richtung der Handfläche gebeugt. Anschließend wird die Hand in Richtung der Ulna abduziert, dann folgt eine Pronation der Hand.Sehen Sie auch: → Reposition
BAK
BAK, Abk. für Blutalkoholkonzentration. Die BAK wird in Promille angegeben. Auch → Blutalkohol.Sehen Sie auch: → Blutalkohol
BÄK
BÄK, Abk. für → Bundesärztekammer.Sehen Sie auch: → Bundesärztekammer
Baker-Zyste
Baker-Zyste, Zyste in der Kniekehle. Die Baker-Zyste entsteht durch eine Schleimbeutelanschwellung im Rahmen chronischer Entzündungen, z. B. → Rheuma. Manchmal kann der Zysteninhalt durch Druck ins Kniegelenk entleert werden. Wenn die Baker-Zyste einreißt, kann es zu einer ausgeprägten Anschwellung des Unterschenkels und einer starken Entzündungsreaktion kommen. Die Zyste kann mittels Ultraschall diagnostiziert und beurteilt werden, bei starken Beschwerden wird sie operativ entfernt.Sehen Sie auch: → Rheuma
Bakteriämie
Bakteriämie, Übertritt von Bakterien ins Blut, u. a. aus eitrigen Krankheitsherden, nach therapeutischen und diagnostischen Eingriffen. Definitionsgemäß kommt es dabei aber nicht zu einer Absiedlung der Bakterien in anderen Organen oder zu einer Vermehrung der Erreger im Blut (→ Sepsis).Sehen Sie auch: → Sepsis
Bakterie
Bakterie, → Bakterium.Sehen Sie auch: → Bakterium
bakteriell
bakteriell, durch Bakterien verursacht.Bakterienfärbung
Bakterienfärbung, Anfärbung von Bakterien zur Differenzierung der verschiedenen Bakterienarten sowie zur besseren Darstellung der Erreger bei der mikroskopischen Untersuchung. Typische Bakterienfärbungen sind die Gram-, die Ziehl-Neelsen- und die Methylenblaufärbung.Bakterienflora
Bakterienflora, die ständige oder vorübergehende Besiedelung des Organismus mit Bakterien. Je nach Lokalisation spricht man von Mund-, Scheiden-, Darm- oder Hautflora. Die physiologische Bakterienflora kann den Organismus vor einer Besiedelung mit krankmachenden Keimen schützen und stimuliert die unspezifischen Abwehrkräfte. Antibiotika oder Cortison können die Bakterienflora schädigen.Bakteriengift
Bakteriengift, → Toxin.Sehen Sie auch: → Toxin
Bakterienklassifikation
Bakterienklassifikation, die systematische Einteilung der Bakterien in Ordnungen, Familien und Gattungen. Grob werden unterschieden: Bakterien mit einer dünnen Zellwand (Gracilicutes), Bakterien mit einer Kapsel (Firmicutes), Bakterien ohne feste Zellwand (Tenericutes) und Bakterien mit einer defekten Zellwand (Mendosicutes). Zu den Gracilicutes gehören folgende Ordnungen (in Klammer einige typische Gattungen): Spirochäten (Borrelia, Treponema, Leptospira), spiralige Bakterien (Campylobacter, Spirillum), aerobe Stäbchen und Kokken (Pseudomonas, Legionella, Neisseria, Brucella), fakultativ anaerobe Stäbchen (Citrobacter, Escherichia, Klebsiella, Proteus, Salmonella, Aeromonas, Haemophilus, Pasteurella, Gardnerella), anaerobe Stäbchen (Fusobacterium, Leptotrichia), anaerobe Kokken (Peptococcus), Rickettsien (Coxiella, Bartonella) und die Chlamydien (Chlamydia). Zu den Firmicutes, die meistens grampositiv sind, gehören u. a. die Gattungen Micrococcus, Staphylococcus, Streptococcus, Enterococcus, Clostridium, Lactobacillus, Listeria, Corynebacterium, Bifidobacterium, Mycobacterium, Nocardia und Streptomyces. Die genaue Klassifikation der Bakterien ist in der Medizin für die Identifikation der einzelnen Krankheitserreger (und die Auswahl der entsprechenden Therapie) besonders wichtig.Bakterienruhr
Bakterienruhr, Dysenterie, durch → Shigellen hervorgerufene, schwere, infektiöse Erkrankung des Dickdarms. Die Bakterien werden mit dem Trinkwasser oder durch Nahrungsmittel aufgenommen. Die Bakterienruhr geht mit blutig-schleimigen Durchfällen, Geschwürbildung im Dickdarm und Fieber einher. Durch den großen Flüssigkeitsverlust droht Austrocknung. Bei Befall mit Shigellen der Gruppe A führen Bakteriengifte (Shiga-Toxin) zu Kreislaufversagen, Krämpfen und Bewusstseinsstörungen. Die in Europa sehr viel häufigeren Shigellen der Gruppen B, C und D bilden dieses Toxin nicht. Als Komplikationen einer Bakterienruhr können → Bauchfellentzündung und Gelenkschmerzen auftreten.Bakteriologie
Bakteriologie, die Lehre von den Bakterien und den bakteriell verursachten Erkrankungen.Bakteriolyse
Bakteriolyse, Auflösung von Bakterien.Bakteriolysin
Bakteriolysin, ein spezieller Antikörper, der Bakterien auflösen kann - meistens unter Aktivierung von → Komplement. Es gibt verschiedene Bakteriolysine.Sehen Sie auch: → Komplement
Bakteriophage
Bakteriophage, Virus, das Bakterien infiziert und sich in diesen vermehrt. Bakteriophagen bestehen aus Erbsubstanz, die von einer Eiweißhülle umgeben ist. Über einen speziellen Rezeptor werden die Bakteriophagen in das Wirtsbakterium eingeschleust. Die Erbsubstanz der Bakteriophagen veranlasst das Bakterium, phageneigene Eiweißbausteine zu produzieren. Nach der Vermehrung der Bakteriophagen wird das Bakterium zerstört und die Viren freigesetzt.Bakteriostase
Bakteriostase, die Fähigkeit einer Substanz, die Vermehrung von Bakterien zu stoppen. Sobald der Einfluss der Bakteriostase aufhört, können sich die Bakterien wieder vermehren. Auch → Bakterizidie.Sehen Sie auch: → Bakterizidie
bakteriostatisch
bakteriostatisch, die Vermehrung von Bakterien hemmend. Bakteriostatische Substanzen oder Medikamente sind im Gegensatz zu → bakteriziden Substanzen nicht in der Lage, vorhandene Erreger abzutöten. Auch → Antibiotikum.Bakteriotoxin
Bakteriotoxin, Bakteriengift, von Bakterien produzierter Giftstoff. Man unterscheidet zwischen Exotoxinen, die von lebenden Bakterien ausgeschieden werden, und Endotoxinen, die erst nach Auflösung der Erreger freigesetzt werden.Bakterium
Bakterium, Bacterium, Bakterie,
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Sehen Sie auch: → Prokaryonten
Bakteriurie
Bakteriurie, die Ausscheidung von Bakterien im Urin. Eine geringgradige Kontamination des Urins mit der physiologischen Bakterienflora der Harnröhre ist häufig und unbedenklich. Als signifikante Bakteriurie bezeichnet man deshalb erst das Vorkommen von mehr als 100.000 Keimen pro Milliliter Urin. Eine signifikante Bakteriurie weist auf eine Harnwegsinfektion hin.bakterizid
bakterizid, Bakterien abtötend. Auch → Antibiotikum, → bakteriostatisch.Bakterizid
Bakterizid, chemische Substanz, die Bakterien abtötet, z. B. viele → Antibiotika.Sehen Sie auch: → Antibiotika
Bakterizidie
Bakterizidie, die Fähigkeit einer Substanz, Bakterien abzutöten. Die Wirksamkeit einer antibakteriellen Substanz wird nach ihrer bakteriziden Wirkung bemessen.Balancetherapie
Balancetherapie, komplementärmedizinische Therapiemethode mit dem Ziel, durch bestimmte Übungen das Bewegungsgleichgewicht des Menschen wiederherzustellen. Die Balancetherapie wird vor allem bei Bewegungs- und Haltungsstörungen angewendet.Balanitis
Balanitis, Eichelentzündung, Entzündung der Eichel des männlichen Gliedes, oft unter Beteiligung der Vorhaut. Häufige Ursachen sind Vorhautverengung, unzureichende oder übertriebene Genitalhygiene (sog. Reinlichkeitsbalanitis), zu enge Hosen, Zuckerkrankheit sowie Infektionen mit Hefepilzen oder anderen Krankheitserregern, außerdem durch eine Allergie gegen Kondome oder Medikamente. Im Rahmen der Balanitis kommt es zur Rötung und Schwellung von Eichel und Vorhaut. Behandelt wird die Balanitis u. a. mit desinfizierenden und entzündungshemmenden Wirkstoffen.Balantidiose
Balantidiose, eine Entzündung des Dickdarms, die durch den Erreger → Balantidium coli ausgelöst wird. Häufig verläuft eine Balantidiose ohne Symptome, es kann aber auch zu blutigen Durchfällen und schmerzhaften Tenesmen kommen. Betroffen sind v. a. Personen, die beruflich mit Schweinen zu tun haben (z. B. Schweinezüchter).Sehen Sie auch: → Balantidium coli
Balantidium coli
Balantidium coli, ein eiförmiges Protozoon, das Zysten bildet, die im Dickdarm des Schweins vorkommen. Balantidium coli wird durch infizierte Nahrungsmittel übertragen und löst die → Balantidiose aus.Sehen Sie auch: → Balantidiose
Baldrian
Baldrian, Valeriana officinalis, Heilpflanze, der beruhigende und schlaffördernde Wirkungen zugeschrieben werden. Zur Behandlung von Nervosität, Einschlafstörungen und nervösen Magen-Darm-Beschwerden werden vor allem die Wurzeln des Baldrian als Teeaufguss, Badezusatz oder in Tablettenform angewendet.Balint-Gruppe
Balint-Gruppe, berufsbezogene Selbsthilfegruppe von Ärzten und Angehörigen anderer sozialer Berufe. Die Mitglieder einer Balint-Gruppe treffen sich in regelmäßigen Abständen, um unter der Leitung eines Psychotherapeuten Fälle aus der Praxis sowie berufliche Probleme und Konflikte zu diskutieren.Balkan-Nephropathie
Balkan-Nephropathie, eine chronische → Nephropathie, die in bestimmten Regionen des Balkans besonders häufig vorkommt. Dabei fibrosiert die Niere allmählich, und es bilden sich Nekrosen und Narben. Die Symptome einer Balkan-Nephropathie sind u. a. Müdigkeit, Bauchschmerzen, Nierenkoliken und eine ausgeprägte Blutarmut. Häufig treten auch Tumoren der Harnwege auf. Die Balkan-Nephropathie verläuft chronisch bis zur terminalen Niereninsuffizienz. Die Ursache der Krankheit ist unbekannt.Sehen Sie auch: → Nephropathie
Balken
Balken, → Corpus callosum.Sehen Sie auch: → Corpus callosum
Balkenblase
Balkenblase, balkenförmige Verdickung der Harnblasenmuskulatur, bedingt durch chronische Behinderung des Harnabflusses. Häufige Ursachen sind Harnröhrenverengungen, z. B. durch eine Prostatavergrößerung.Ballaststoffe
Ballaststoffe, unverdauliche Nahrungsbestandteile, die vor allem in Obst, Gemüse und Vollkornprodukten reichlich vorhanden sind. Ballaststoffe sorgen für eine Volumenzunahme des Darminhalts und fördern so die Darmtätigkeit. Eine zu geringe Ballaststoffaufnahme begünstigt Stuhlverstopfung und andere Erkrankungen des Darmtraktes.Ballen
Ballen, die Muskelwülste unterhalb von Daumen und Kleinfinger sowie hinter der Groß- und der Kleinzehe. Die Ballen an den Füßen sind einer starken Druckbelastung ausgesetzt, deshalb kommt es an diesen Stellen oft zu einer vermehrten Hornhautbildung.Ballismus
Ballismus, blitzartig und spontan einsetzende, kräftige Schleuderbewegungen der Arme und Beine. Der Ballismus wird durch Schädigungen in bestimmten Bereichen des Gehirns (Nucleus subthalamicus) verursacht. Ballismus kann einseitig oder seltener doppelseitig auftreten.Ballonatrioseptostomie
Ballonatrioseptostomie, Maßnahme zur Behandlung von Neugeborenen mit einer → Transposition der großen Arterien. Dabei wird mit einem Ballonkatheter ein Loch in das Vorhofseptum gemacht, damit durch dieses Loch ein gewisser Blutaustausch zwischen sauerstoffreichem und sauerstoffarmem Blut erfolgen kann.Sehen Sie auch: → Transposition der großen Arterien
Ballondilatation
Ballondilatation, Angioplastie, perkutane transluminale Katheterdilatation, Aufdehnung von verengten Gefäßen mit einem Ballon, der an einem → Katheter befestigt ist. Der Katheter wird im Blutgefäß bis zur Verengung vorgeschoben und der Ballon dort aufgeblasen. Die Ballondilatation wird z. B. als Therapie bei einer Verengung der Herzkranzgefäße angewendet.Sehen Sie auch: → Katheter
Ballonkatheter
Ballonkatheter, Katheter aus Kunststoff oder Gummi mit einem Ballonsegment, das durch Luft oder Flüssigkeit entfaltet werden kann, z. B. Harnröhren-Dauerkatheter, Angioplastie-Katheter.Ballonpflanze
Ballonpflanze, → Cardiospermum.Sehen Sie auch: → Cardiospermum
Ballonsonde
Ballonsonde, Sonde aus Kunststoff oder Gummi mit einem meist endständigen Ballon, der durch Luft oder Flüssigkeit aufgedehnt werden kann. Die Ballonsonde wird z. B. zur Blutstillung bei Krampfadern der Speiseröhre (Ösophagusvarizen) oder zur Gewinnung von Sekreten aus dem Dünndarm eingesetzt.Ballontamponade
Ballontamponade, Auffüllen eines Hohlorgans mit einem Ballonkatheter oder einer Ballonsonde. Die Ballontamponade wird häufig zur Kompression bei Blutungen eingesetzt, z. B. bei Blutungen aus → Ösophagusvarizen.Sehen Sie auch: → Ösophagusvarizen
Balneologie
Balneologie, Bäderheilkunde, auch → Balneotherapie.Sehen Sie auch: → Balneotherapie
Balneotherapie
Balneotherapie, Bäderheilkunde, Anwendung von natürlichen Heilquellen oder medizinischen Bädern in der Behandlung vielfältiger Beschwerden. Die Balneotherapie wird vor allem bei Hauterkrankungen, chronischen Entzündungen und psychovegetativen Beschwerden eingesetzt. Zur Balneotherapie gehört auch das Trinken oder die Inhalation von Heilwasser.Balsam
Balsam, dickflüssiges, sirupartiges, meist wohlriechendes Gemisch aus ätherischen Ölen und Harzen, die entweder aus Pflanzensekreten gewonnen oder künstlich hergestellt werden.Balsamum peruvianum
Balsamum peruvianum, → Perubalsam.Sehen Sie auch: → Perubalsam
Bambusstabwirbelsäule
Bambusstabwirbelsäule, Bezeichnung für das Aussehen der Wirbelsäule im Röntgenbild bei der → Bechterew-Krankheit (Ossifikationen im Bereich der Bänder und der Bandscheiben).Sehen Sie auch: → Bechterew-Krankheit
banal
banal, belanglos. In der Medizin wird der Begriff v. a. im Zusammenhang mit Infektionen und Verletzungen angewendet. Eine banale Infektionskrankheit ist z. B. eine einfache Erkältung, eine banale Verletzung eine kleine Schürfung oder Schnittwunde.Band
Band, → Ligamentum.Sehen Sie auch: → Ligamentum
Bandage
Bandage, Wund-, Schutz-, Stützverband oder elastisches Mieder aus halbsteifem oder elastischem Material.Bandagist / Bandagistin
Bandagist / Bandagistin, Angehörige einer Berufsgruppe, die zusammen mit den Orthopädiemechanikern dem sog. Gesundheitshandwerk angehören. Bandagisten fertigen und reparieren u. a. Prothesen, Orthesen oder Bandagen und passen diese orthopädischen Hilfsmittel, die ärztlich verordnet sind, den Patienten an. Für orthopädisches Schuhwerk und entsprechende Teile ist der sog. Orthopädieschuhmacher zuständig.Bänderriss
Bänderriss,
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Bandinsuffizienz
Bandinsuffizienz, die ungenügende Stabilität eines oder mehrerer Gelenkbänder, wodurch der Zusammenhalt und die Führung des Gelenks nicht mehr optimal ist. Eine Bandinsuffizienz entsteht nach einer traumatischen Bandschädigung oder bei starker Überbeanspruchung mit Bandüberdehnung.Bandplastik
Bandplastik, der operative Ersatz eines Bandes, meistens unter Verwendung einer Muskelsehne. Eine Bandplastik dient zur Stabilisierung eines chronisch instabilen Gelenks (z. B. des Sprunggelenks bei Sportlern).Bandruptur
Bandruptur, → Bänderriss.Sehen Sie auch: → Bänderriss
Bandscheibe
Bandscheibe, Discus intervertebralis, Zwischenwirbelscheibe, eine knorpelige, scheibenförmige Struktur zwischen zwei knöchernen Wirbelkörpern. Eine Bandscheibe besteht aus einem inneren Kern (Nucleus pulposus) und einem derben äußeren Ring (Anulus fibrosus). Bandscheiben haben eine Pufferfunktion innerhalb der Wirbelsäule.Bandscheibendegeneration
Bandscheibendegeneration, Alterungsvorgänge der Bandscheiben. Die Bandscheiben sind im Säuglingsalter noch gut durchblutet. Durch den aufrechten Gang nimmt die Druckbelastung auf die Bandscheiben zu und die Gefäßversorgung versiegt. Die Bandscheiben werden dann nur noch durch Diffusion mit den wichtigen Nährstoffen versorgt; das führt zu einer frühzeitigen Alterung mit Entquellung und Elastizitätsverlust des Bandscheibengewebes. Die Bandscheibendegeneration kann mit Schmerzen und/oder einem Bandscheibenprolaps einhergehen.Bandscheibenoperation
Bandscheibenoperation, die operative Entfernung des Nucleus pulposus einer → Bandscheibe bei einem Bandscheibenvorfall (→ Diskushernie) zur Entlastung des Nervengewebes. Eine andere Form der operativen Behandlung einer Diskushernie bildet die → Laminektomie.Bandscheibenprolaps
Bandscheibenprolaps, → Diskushernie.Sehen Sie auch: → Diskushernie
Bandscheibenprotrusion
Bandscheibenprotrusion,
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Bandscheibensyndrom
Bandscheibensyndrom,
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Sehen Sie auch: → Bandscheibenvorfall
Bandscheibenvorfall
Bandscheibenvorfall,
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Sehen Sie auch: → Diskushernie
Bandverletzung
Bandverletzung, die Verletzung von einem oder mehreren Bändern eines Gelenks, z. B. ein → Bänderriss oder eine Bänderdehnung. Zeichen einer Bandverletzung sind Schmerzen, Schwellung und die Bildung eines Blutergusses. Unter Umständen ist auch das Gelenk instabil. Zur Abklärung einer Bandverletzung dienen verschiedene manuelle Untersuchungen, Röntgenaufnahmen (auch zum Ausschluss einer Fraktur), Magnetresonanzaufnahmen sowie die Arthroskopie, v. a. am Kniegelenk. Am häufigsten von Bandverletzungen betroffen sind das Sprunggelenk und das Knie. Die Behandlung richtet sich nach dem Ausmaß der Verletzung. Bei einer Zerrung oder Dehnung eines Bandes genügt in der Regel eine Ruhigstellung des Gelenks im Gips oder Stützverband, bei einer Bandruptur oder einer ausgesprochenen Instabilität des Gelenks kann auch eine Operation notwendig werden.Sehen Sie auch: → Bänderriss
Bandwurm
Bandwurm, → Cestoda.Sehen Sie auch: → Cestoda
BAO
BAO, Abk. für Bundesärzteordnung.Bárány-Zeigeversuch
Bárány-Zeigeversuch, ein Test zur Prüfung der Koordination. Der Patient hält einen Arm bei geschlossenen Augen nach oben in die Senkrechte, dann senkt er den Arm bis in die Horizontale. Wenn der Arm des Patienten bei diesem Versuch wiederholt zu weit nach unten geführt wird oder stark nach rechts oder links abweicht, kann dies ein Hinweis auf eine Schädigung des Kleinhirns oder des Gleichgewichtsorgans sein.Barbiturat
Barbiturat, je nach Dosis beruhigend, hypnotisch oder betäubend wirkendes Medikament, das von der → Barbitursäure abgeleitet ist. Barbiturate werden als Narkotika oder zur Therapie von Krampfanfällen eingesetzt. Bei regelmäßiger Anwendung besteht die Gefahr der Gewöhnung und Abhängigkeit.Sehen Sie auch: → Barbitursäure
Barbitursäure
Barbitursäure, schlecht lösliches Pulver, das den Grundbestandteil zahlreicher Schlaf- und Beruhigungsmittel darstellt.Barfußgehen
Barfußgehen, Gehen ohne Schuhe oder Strümpfe. In der → Kneipp-Therapie wird Barfußgehen in kaltem Wasser, auf Steinen oder im Schnee als Abhärtungsmaßnahme eingesetzt.Sehen Sie auch: → Kneipp-Therapie
Barium
Barium, chemisches Element. Lösliche Bariumverbindungen sind für den Menschen giftig. Barium in unlöslichen Verbindungen ist ein Röntgenkontrastmittel. Auch → Bariumsulfat.Sehen Sie auch: → Bariumsulfat
Bariumbrei
Bariumbrei, Röntgenkontrastmittel zur Darstellung des Magen-Darm-Trakts. Der Bariumbrei besteht aus Bariumsulfat und Wasser. Auch → Magen-Darm-Passage.Sehen Sie auch: → Magen-Darm-Passage
Bariumsulfat
Bariumsulfat, unlösliche, gebundene und daher ungiftige Bariumverbindung, die vor allem als → Röntgenkontrastmittel verwendet wird. Das in der Medizin verwendete Bariumsulfat muss chemisch rein, d. h. frei von löslichen, giftigen Bariumverbindungen sein.Sehen Sie auch: → Röntgenkontrastmittel
Bariumvergiftung
Bariumvergiftung, eine Vergiftung durch lösliche Bariumverbindungen. Symptome einer Bariumvergiftung sind Erschöpfung, langsamer Puls, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und Muskellähmung.Bärlauch
Bärlauch, Allium ursinum, Waldknoblauch, Pflanze, die vor allem in feuchten, schattigen Wäldern gedeiht. Blütezeit April bis Juni, günstige Erntezeit Juli bis August. Anwendung von Bärlauch vor allem bei Durchfällen, Blähungen, Koliken und Appetitlosigkeit. Verwendung findet die ganze Pflanze.baro...
baro..., Vorsilbe mit der Bedeutung "Druck".Barorezeptor
Barorezeptor, Druckrezeptor, der sich in den Wänden der Körper- und Halsschlagadern befindet und an der Regelung des Blutdrucks beteiligt ist. Bei erhöhtem Blutdruck werden die Gefäßwände gedehnt und die Barorezeptoren aktiviert. Dies führt reflektorisch zu einer Weitstellung der Gefäße, durch die der Blutdruck im Rahmen des Regelkreises wieder gesenkt wird.Barotrauma
Barotrauma, Druckfallkrankheit, Krankheitserscheinungen, die durch eine plötzliche Änderung des Luftdrucks bei mangelndem Druckausgleich verursacht werden und zu Trommelfellrupturen oder Lungenschäden durch den Druck der Atemluft führen können. Häufig bei Tauchern, Fliegern, Tunnelarbeitern oder Bergsteigern. Symptome sind u. a. Übelkeit und Bewusstseinsstörungen. Auch → Caissonkrankheit.Sehen Sie auch: → Caissonkrankheit
Barrett-Syndrom
Barrett-Syndrom, Entzündung und Geschwürbildung im unteren Anteil der Speiseröhre mit nachfolgender Vernarbung und Einengung. Häufig verursacht durch den Rückfluss von Magensäure. Nach Jahren kann sich im Bereich der Vernarbung ein Speiseröhrenkrebs entwickeln; deshalb sind bei bestehendem Barrett-Syndrom regelmäßige Spiegelungen der Speiseröhre notwendig.Bartfinne
Bartfinne, Bartflechte, chronische, entzündliche Ekzeme und Pusteln im Bartbereich. Häufig sind Bakterien oder Pilze in den Hautveränderungen nachweisbar. Durch Rasieren werden die Erreger im Gesicht verteilt. Die Erreger müssen durch desinfizierende Maßnahmen beseitigt werden, sonst sind chronische Verläufe möglich.Bartholin-Drüse
Bartholin-Drüse, Drüse, die sich im unteren Drittel der großen Schamlippen befindet. Die Bartholin-Drüsen bilden ein Sekret, das den unteren Bereich der Scheide anfeuchtet.Bartholinitis
Bartholinitis, Entzündung der → Bartholin-Drüse. Eine der häufigsten Ursachen einer Bartholinitis ist eine → Gonorrhö. Die Entzündung der Bartholin-Drüse kann einen Verschluss des Ausführungsgangs verursachen. Durch den gestauten Eiter (Abszess) kann eine bis hühnereigroße, schmerzhafte Schwellung im Bereich der großen Schamlippen entstehen. Die Therapie besteht in der Entleerung des Eiters durch einen Hautschnitt.Bartholin-Zyste
Bartholin-Zyste, die Bildung einer Zyste in einer → Bartholin-Drüse durch Sekretstauung im Ausführungsgang. Eine Bartholin-Zyste macht sich durch eine schmerzlose, kugelige Schwellung an der großen Schamlippe bemerkbar. Wenn die Zyste als störend empfunden wird, muss sie eröffnet oder ganz entfernt werden.Sehen Sie auch: → Bartholin-Drüse
Bartonella
Bartonella, eine Gattung von gramnegativen Bakterien. Die Spezies Bartonella bacilliformis ist der Erreger der → Bartonellose.Sehen Sie auch: → Bartonellose
Bartonellose
Bartonellose, eine Infektionskrankheit, die durch das Bakterium Bartonella bacilliformis ausgelöst wird und die nur in bestimmten südamerikanischen Ländern vorkommt. Die Symptome einer Bartonellose sind hohes Fieber, eine hämolytische Anämie und die Bildung von warzenartigen Granulomen im Gesicht, an den Armen und an den Beinen. Behandelt wird mit Antibiotika. Unbehandelt verläuft die Bartonellose in bis zu 40 Prozent der Fälle tödlich.Bartpilzflechte
Bartpilzflechte, Tinea barbae, Pilzinfektion der Bartregion. Die Ansteckung erfolgt vor allem durch den Kontakt mit infizierten Tieren, vor allem Rindern. Im Bartbereich entstehen Pusteln, Rötungen, Schuppung und zum Teil tiefe Abszesse. Die Lymphknoten am Hals schwellen an, Fieber kann hinzukommen. Oft ist eine Behandlung mit örtlich oder innerlich anzuwendenden Pilzmitteln notwendig.basal
basal, an der Basis liegend.Basalganglien
Basalganglien, Stammganglien, Kerngebiete von Nervenzellkörpern, die zur grauen Substanz des Gehirns gehören und unterhalb der Hirnrinde lokalisiert sind. Zu den Stammganglien im engeren Sinn gehören das Striatum und die Amygdala, im weiteren Sinn auch diejenigen Kerngebiete, die zum → extrapyramidalen System gehören.Sehen Sie auch: → extrapyramidalen System
Basaliom
Basaliom, Hautkrebs, der vornehmlich an den lichtbelasteten Körperstellen wie Stirn, Nase, Ohren oder Wangen, aber auch am Rumpf auftritt. Basaliomverdächtig sind glasige Knoten, schlecht heilende, krustig bedeckte Wunden oder kleine ekzemartige Hautveränderungen, die trotz Salbentherapie nicht abheilen. Das Basaliom ist ein so genannter "semimaligner" Tumor, d. h. er kann zwar in der Haut sehr ausgedehnt und zerstörend wachsen, streut aber fast nie Metastasen in den Körper aus. Jedes Basaliom sollte herausgeschnitten und feingeweblich untersucht werden.Basalmembran
Basalmembran, homogenes Häutchen aus Fasern und Kittsubstanz, das im Körper Bindegewebe gegenüber nicht bindegewebigen Strukturen (wie z. B. Muskel oder Epithelien) abgrenzt. Die Basalmembran ist nur im Lichtmikroskop erkennbar.Basaltemperatur
Basaltemperatur, Morgentemperatur, Körpertemperatur, die morgens vor dem Aufstehen im Mund oder Enddarm fünf Minuten lang gemessen wird. Anhand der Basaltemperatur können Aussagen zur Eierstockfunktion und dem Eisprung der Frau gemacht werden. Etwa einen Tag nach dem Eisprung steigt die Basaltemperatur um 0,4 bis 0,6°C an und fällt erst kurz vor der Menstruation wieder ab. Bleiben die Regelblutung und der Temperaturabfall aus, ist eine Schwangerschaft wahrscheinlich. Die Messung der Basaltemperatur kann auch zur natürlichen → Kontrazeption verwendet werden.Sehen Sie auch: → Kontrazeption
Basalumsatz
Basalumsatz, → Grundumsatz.Sehen Sie auch: → Grundumsatz
Basalzelle
Basalzelle, schmale, zylindrische Zelle, die der → Basalmembran bei Pflaster- oder Plattenepithelien aufsitzt. Von den Basalzellen geht die Erneuerung und Regeneration der Epithelien aus.Sehen Sie auch: → Basalmembran
Basalzellkarzinom
Basalzellkarzinom, ein → Basaliom, das Metastasen bildet.Sehen Sie auch: → Basaliom
Base
Base, Lauge, anorganische chemische Verbindung, die alkalisch reagieren kann. Eine Base hat einen pH-Wert über 7, neutralisiert Säuren unter Bildung von Salzen und spaltet in wässrigen Lösungen Sauerstoff-Wasserstoff-Ionen ab.Basedow-Krankheit
Basedow-Krankheit, → Morbus Basedow.Sehen Sie auch: → Morbus Basedow
Basenabweichung
Basenabweichung Basenexzess, → Basenüberschuss.Sehen Sie auch: → Basenüberschuss
Basenpaarung
Basenpaarung, bei der Verdoppelung der Erbsubstanz stattfindende Verbindung der passenden → Nukleinbasen. Adenin verbindet sich dabei mit Thymin, Guanin mit Cytosin.Sehen Sie auch: → Nukleinbasen
Basensequenz
Basensequenz, Abfolge der Nukleinbasen Adenin, Thymin, Guanin und Cytosin in der Erbsubstanz, der DNS bzw. RNS. Anhand der Basensequenz wird die Aminosäurensequenz bei der Eiweißbiosynthese bestimmt.Basentriplett
Basentriplett, → Codon.Sehen Sie auch: → Codon
Basenüberschuss
Basenüberschuss, Basenabweichung, Basenexzess, zu hohe Basenkonzentration im Blut. Der Basenüberschuss wird ermittelt bei 37°C, unter Sauerstoffsättigung und einem Kohlendioxid-Partialdruck von 5,3 Kilopascal. Der Basenüberschuss ist ein wichtiger Parameter zur Diagnostik von Störungen im → Säure-Basen-Haushalt.Sehen Sie auch: → Säure-Basen-Haushalt
basilar
basilar, basilär, zur Basis gehörend.Basilarisarterie
Basilarisarterie, die Arterie, die an der Schädelbasis verläuft und die einen großen Teil des Gehirns mit sauerstoffreichem Blut versorgt.Basilaristhrombose
Basilaristhrombose, eine Thrombose in der → Basilarisarterie. Eine Basilaristhrombose hat einen Gehirninfarkt im Hirnstamm und in den Okzipitallappen zur Folge. Die Ursache ist meistens eine Embolie aus dem Herzen. Symptome sind Lähmungen, Bewusstseinsstörungen und Sehstörungen.Sehen Sie auch: → Basilarisarterie
Basilikum
Basilikum, Ocimum basilicum, in den Mittelmeerländern heimisches Kraut, das sich vor allem durch einen hohen Gehalt ätherischer Öle auszeichnet. Basilikum wirkt entkrampfend auf den Magen-Darm-Trakt, regt die Milchbildung an und beruhigt die Nerven.Basis
Basis, die Grundfläche, z. B. die Basis cranii, die Schädelbasis, oder die Basis pulmonis, der Teil der Lungen, der an das Zwerchfell grenzt.basisch
basisch, → alkalisch.Sehen Sie auch: → alkalisch
Basisimpfung
Basisimpfung, Erstimpfung bei bisher nicht immunisierten Personen zur Bildung schützender → Antikörper. Durch Auffrischimpfungen kann der Spiegel spezifischer Antikörper auf einem erhöhten Niveau gehalten werden. Auch → Impfung.basophil
basophil, anfärbbar mit basischen Farbstoffen.Basophilie
Basophilie, vermehrtes Auftreten basophiler → Granulozyten im peripheren Blut. Häufig bei chronisch myeloischer Leukämie.Sehen Sie auch: → Granulozyten
Basophilie
Basophilie, Eigenschaft bestimmter Gewebe (z.B. Knorpel, Kollagen) und Zellen, sich mit basischen Farbstoffen anzufärben.Batrachotoxin
Batrachotoxin, das Gift des amerikanischen Pfeilgiftfrosches.Battered-child-Syndrom
Battered-child-Syndrom, → Kindesmisshandlung.Sehen Sie auch: → Kindesmisshandlung
Bauch
Bauch, → Abdomen.Sehen Sie auch: → Abdomen
Bauchatmung
Bauchatmung, → Zwerchfellatmung.Sehen Sie auch: → Zwerchfellatmung
Bauchdeckenabszess
Bauchdeckenabszess, ein Abszess im Bereich der Bauchmuskulatur. Ein Bauchdeckenabszess kommt v. a. nach einer Bauchoperation vor, wenn sich die Wunde entzündet. Der Abszess muss eröffnet und drainiert werden.Bauchdeckenreflex
Bauchdeckenreflex, Bauchhautreflex, Abdominalreflex, der Bauchdeckenreflex wird durch kurzes Bestreichen der Bauchhaut mit einem spitzen Gegenstand ausgelöst. Dadurch wird eine Kontraktion der gleichseitigen Bauchmuskeln ausgelöst.Bauchdeckenspannung
Bauchdeckenspannung, Abwehrspannung der Bauchdeckenmuskeln, ausgelöst durch eine Reizung des Bauchfells, z. B. bei einer Blinddarmentzündung oder einer Darmperforation.Bauchfell
Bauchfell, → Peritoneum.Sehen Sie auch: → Peritoneum
Bauchfellentzündung
Bauchfellentzündung, → Peritonitis.Sehen Sie auch: → Peritonitis
Bauchhautreflex
Bauchhautreflex, → Bauchdeckenreflex.Sehen Sie auch: → Bauchdeckenreflex
Bauchhöhle
Bauchhöhle, der Raum zwischen Zwerchfell und Becken. Die Bauchhöhle beherbergt u. a. den größten Teil des Magen-Darm-Trakts, Leber, Milz, Gefäß- und Nervenstränge.Bauchhöhlenschwangerschaft
Bauchhöhlenschwangerschaft, → Extrauteringravidität.Sehen Sie auch: → Extrauteringravidität
Bauchkrämpfe
Bauchkrämpfe, umgangssprachliche Bezeichnung für krampfartige Schmerzzustände, die vom Bauchraum ausgehen oder sich auf den Bauchraum projizieren.Bauchmuskeln
Bauchmuskeln, die Muskeln der Bauchdecke, zum Teil auch die ergänzend wirkende Rumpfmuskulatur des Lendenbereichs. Zu den Bauchmuskeln zählen: der Musculus obliquus externus und internus, der Musculus rectus abdominis, der Musculus transversus abdominis und der Musculus quadratus lumborum.Bauchnabel
Bauchnabel, → Nabel.Sehen Sie auch: → Nabel
Bauchpresse
Bauchpresse, willkürliche Anspannung des Zwerchfells, der Bauchmuskeln sowie des Beckenbodens. Durch das Zusammendrücken der Bauchorgane wird die Austreibung eines Inhalts in den Hohlorganen des Bauchraums unterstützt, z. B. der Stuhlgang aus dem Enddarm oder die Austreibung des Kindes unter der Geburt aus der Gebärmutter.Bauchpunktion
Bauchpunktion, diagnostische oder therapeutische Punktion der Bauchhöhle zur Entleerung von Flüssigkeiten, z. B. bei → Aszites. Die Bauchpunktion darf nur nach Entleeren der Harnblase durchgeführt werden, um eine irrtümliche Punktion der Blase zu vermeiden. Die Bauchpunktion erfolgt mittels Kanüle meist vom linken Unterbauch aus.Sehen Sie auch: → Aszites
Bauchraum
Bauchraum, → Abdomen.Sehen Sie auch: → Abdomen
Bauchregionen
Bauchregionen, die Grobeinteilung des Bauchgebietes. Man unterscheidet das Hypochondrium (unter den Rippen), die epigastrische (um den Magen), die umbilikale (um den Nabel) und die pubische (um das Schambein) gelegene Region sowie die seitlichen und lendennahen Bezirke.Bauchschmerzen
Bauchschmerzen, Schmerzen, die vom Bauchraum ausgehen oder auf den Bauch projiziert werden. Bauchschmerzen können bei zahlreichen Erkrankungen auftreten, z. B. bei Darminfektionen, Lebensmittelvergiftung, Herzinfarkt oder Blinddarmentzündung.Bauchschnitt
Bauchschnitt, Chirurgische Eröffnung der Bauchhöhle. Auch → Laparatomie.Sehen Sie auch: → Laparatomie
Bauchspeicheldrüse
Bauchspeicheldrüse, → Pankreas.Sehen Sie auch: → Pankreas
Bauchspeicheldrüsenentzündung
Bauchspeicheldrüsenentzündung, → Pankreatitis.Sehen Sie auch: → Pankreatitis
Bauchspeicheldrüsenkrebs
Bauchspeicheldrüsenkrebs, → Pankreaskarzinom.Sehen Sie auch: → Pankreaskarzinom
Bauchspiegelung
Bauchspiegelung, → Laparoskopie.Sehen Sie auch: → Laparoskopie
Bauchspülung
Bauchspülung, → Peritoneallavage.Sehen Sie auch: → Peritoneallavage
Bauchtrauma
Bauchtrauma, Bauchverletzung, die Verletzung der Bauchorgane durch äußere Gewalteinwirkung, z. B. einen Schlag auf den Bauch (stumpfes Bauchtrauma) oder eine Stichwunde (spitzes Bauchtrauma). Bei einem stumpfen Bauchtrauma werden oft innere Organe gequetscht (z. B. die Leber oder die Milz). Bei starker Gewalt kann es auch zu einem Riss eines Organs kommen, was eine heftige Blutung und die Gefahr des Verblutens zur Folge hat. Bei einer Zerreißung des Zwerchfells können sich Bauchorgane in die Brusthöhle verlagern und starke Atemnot auslösen. Die Diagnose von solchen inneren Verletzungen ist meist schwierig. Einen ersten Hinweis geben oft die Symptome eines akuten Abdomens (Bauchschmerzen, Abwehrspannung der Bauchmuskeln) oder der Nachweis von Blut in der Bauchhöhle mittels einer → Peritoneallavage. Die Behandlung besteht in einer sofortigen Operation.Sehen Sie auch: → Peritoneallavage
Bauchwand
Bauchwand, die Abgrenzung der Bauchhöhle nach vorne. Die Bauchwand besteht in erster Linie aus Fettgewebe, verschiedenen Muskeln (→ Bauchmuskeln) und Faszien. In den oberen Teil der Bauchwand sind die knöchernen Rippen eingebettet. Weiterhin verlaufen in der Bauchwand Blutgefäße, Nerven und Lymphgefäße.Sehen Sie auch: → Bauchmuskeln
Bauchwassersucht
Bauchwassersucht, → Aszites.Sehen Sie auch: → Aszites
Bauhin-Klappe
Bauhin-Klappe, Bezeichnung für die Valva ileocaecalis, eine Schleimhautduplikatur zwischen dem Ileum (letzter Abschnitt des Dünndarms) und dem Dickdarm. Die Bauhin-Klappe ist nur in der Richtung vom Dünndarm in den Dickdarm durchgängig. Sie verhindert, dass Darminhalt vom Dickdarm in den Dünndarm zurückfließen kann.Baunscheidt-Verfahren
Baunscheidt-Verfahren, komplementärmedizinisches Verfahren, bei dem durch Sticheln und Ritzen der Haut mit einem speziellen Instrument und anschließendem Auftragen von Pasten oder Ölen eine großflächige Reizung der Haut verursacht wird. Das Baunscheidt-Verfahren wird bei einer Vielzahl von Krankheiten angewendet, vor allem bei chronischen Entzündungen und Schmerzen.Bazillen
Bazillen, → Bacillus.Sehen Sie auch: → Bacillus
Bazillus
Bazillus, → Bacillus.Sehen Sie auch: → Bacillus
BB
BB, Abk. für → Blutbild.Sehen Sie auch: → Blutbild
BCG
BCG, Abk. für Bacille-Calmette-Guérin. Nicht krankmachende Variante des Tuberkuloseerregers, aus der der BCG-Impfstoff für die Tuberkuloseimpfung hergestellt wird.BCG-Impfstoff
BCG-Impfstoff, zur Tuberkulose-Schutzimpfung aus Bacille-Calmette-Guérin, einem abgeschwächten Stamm des Erregers der Rindertuberkulose, hergestellter Impfstoff.BCG-Impfung
BCG-Impfung, Tuberkulose-Schutzimpfung, zur BCG-Impfung wird ein lebender Rindertuberkulosestamm (BCG) eingesetzt, der so vorbehandelt wurde, dass er keine fortschreitende Tuberkulose mehr auslösen kann. Die BCG-Impfung kann bei Neugeborenen und tuberkulinnegativen Erwachsenen durchgeführt werden, wenn eine besondere Gefährdung für eine Tuberkuloseansteckung besteht. Die BCG-Impfung wird in Deutschland nicht mehr generell empfohlen. Personen mit positivem → Tuberkulin-Test, Abwehrgeschwächte und akut Erkrankte dürfen nicht geimpft werden.Sehen Sie auch: → Tuberkulin-Test
BE
BE, Abk. für Basenexzess (→ Basenüberschuss).Sehen Sie auch: → Basenüberschuss
BE
BE, Abk. für → Broteinheit.Sehen Sie auch: → Broteinheit
BE
BE, Abk. für → Beckenendlage.Sehen Sie auch: → Beckenendlage
Beatmung
Beatmung, künstliche Belüftung (Ventilation) der Lunge bei unzureichender oder nicht mehr vorhandener Spontanatmung. Die Beatmung kann kurzfristig durch Atemspende und Beatmungsbeutel oder langfristig durch einen → Respirator erfolgen.Sehen Sie auch: → Respirator
Beatmungsgerät
Beatmungsgerät, Gerät zur Beatmung bei fehlender oder unzureichender Spontanatmung. 1. Beatmungsbeutel zur kurzzeitigen Notfallbeatmung bei fehlender Spontanatmung (Maskenbeatmung). 2. Respirator, ein elektrisch oder mit Druckluft arbeitendes Gerät zur maschinellen Langzeitbeatmung.Becherzelle
Becherzelle, schleimbildende Drüsenzelle, die in den Luftwegen und im Darmtrakt vorkommt.Bechterew-Krankheit
Bechterew-Krankheit, Spondylitis ankylosans, eine rheumatische Krankheit, bei der eine chronische Entzündung vor allem im Bereich der Wirbelsäule, der kleinen Wirbelgelenke, der Iliosakralgelenke und der Schambeinfugen vorliegt. Bei Beteiligung der Fersen leiden die Patienten unter einem ausgeprägten Fersenschmerz. Betroffen sind fast ausschließlich Männer, der Krankheitsbeginn liegt zwischen dem 15. und 30. Lebensjahr. Typische Symptome sind nächtliche Schmerzen und frühmorgendliche Steifigkeit im Lendenwirbelbereich. Fast immer liegt eine genetische Veranlagung vor (Nachweis von HLA B-27). Im Lauf der Zeit kommt es zunehmend zur Versteifung der Wirbelsäule (Bambusstab-Wirbelsäule), im Endstadium bestehen ein lumbaler Flachrücken und eine ausgeprägte Buckelhaltung im Oberkörper.Becken
Becken, Pelvis,
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Beckenbindegewebe
Beckenbindegewebe, die Bindegewebsstränge im Becken. In die einzelnen Stränge sind die Nerven und Gefäße eingelagert, welche die Beckenorgane versorgen. Man unterscheidet das Paracysticum (Versorgung der Harnblase), das Parametrium (Versorgung der Gebärmutter), das Paracolpium (Versorgung der Scheide) und das Paraproctium (Versorgung des Enddarms).Beckenboden
Beckenboden, der muskuläre Verschluss des Beckens nach unten. Der Beckenboden trägt die Beckenorgane und hat Öffnungen für die Harnröhre, den Mastdarm und bei der Frau auch die Scheide. Bei einer Schwäche des Beckenbodens (z. B. nach mehreren Geburten) kann es zu einer Absenkung der inneren Organe (z. B. Uterusprolaps) oder zur → Stressinkontinenz kommen.Sehen Sie auch: → Stressinkontinenz
Beckenbodentraining
Beckenbodentraining, das aktive Training der Beckenboden- und Damm-Muskulatur durch willkürliche Anspannungen der Beckenmuskeln. Ein Beckenbodentraining ist z. B. für die Geburtsvorbereitung geeignet. Nach der Geburt unterstützt Beckenbodentraining die Rückbildung der Veränderungen, die durch die Geburt entstanden sind. Beckenbodentraining wird außerdem zur Therapie einer Stressinkontinenz eingesetzt.Beckenbruch
Beckenbruch, → Beckenfraktur.Sehen Sie auch: → Beckenfraktur
Beckendurchmesser
Beckendurchmesser, gedachte Linien durch das kleine Becken. Es gibt zwei schräge Beckendurchmesser und einen geraden Beckendurchmesser (von vorne nach hinten). Ist bei einer Schwangeren einer der Beckendurchmesser kleiner als der Durchmesser des kindlichen Kopfs, wird eine normale Geburt unmöglich. Auch → Beckenebene.Sehen Sie auch: → Beckenebene
Beckenebene
Beckenebene, gedachte Ebene im kleinen Becken. Man unterscheidet verschiedene Beckenebenen, z. B. die Beckeneingangsebene und die Beckenausgangsebene. Die Neigung und die Weite der unterschiedlichen Beckenebenen sind wichtige Parameter für den Verlauf der Geburt. Auch → Beckenmaße.Sehen Sie auch: → Beckenmaße
Beckenendlage
Beckenendlage, durch ausgebliebene Drehung des Kindes in der Gebärmutter ist bei Beckenendlage nicht der Kopf, sondern das Becken des Kindes der vorangehende Teil bei der Geburt. Etwa 3% der Geburten sind Beckenendlagen. Da eine Geburt mit Beckenendlage häufig zu Komplikationen führt, werden Kinder in Beckenendlage durch Kaiserschnitt entbunden. Man unterscheidet bei der Beckenendlage Fußlage, Knielage und Steißlage.Beckenform
Beckenform, die Form des knöchernen Beckens. Abweichungen von der Normalform des Beckens sind v. a. dann von Bedeutung, wenn sie zum Geburtshindernis werden. Verengte und verkleinerte Beckenformen treten z. B. nach einer Rachitis, einer Osteomalazie oder nach einer Beckenfraktur auf.Beckenfraktur
Beckenfraktur, Beckenbruch, Bruch des knöchernen Beckens. Je nach Lokalisation der Bruchlinie werden Beckenfrakturen in Beckenrand-, Beckenring- und Azetabulumfrakturen unterteilt. Mögliche Komplikationen einer Beckenfraktur können Nervenschädigungen und die Entwicklung einer Hüftarthrose sein.Beckenhochlagerung
Beckenhochlagerung, Lagerung des Beckens über dem Schulterniveau. Die Beckenhochlagerung wird als Lagerung bei Operationen, im Rahmen bestimmter Untersuchungen und in der Geburtshilfe eingesetzt.Beckenkammpunktion
Beckenkammpunktion, Punktion des Beckens im Bereich des Beckenkamms zur Gewinnung von Knochenmark. dient entweder der Diagnostik oder der Gewinnung von Knochenmark eines Spenders für eine Transplantation.Beckenmaße
Beckenmaße, die verschiedenen Durchmesser und Abstände im Becken. Entscheidend dafür, ob eine normale Geburt möglich ist, sind die Maße des kleinen Beckens (innere Beckenmaße). Das wichtigste Beckenmaß ist die Conjugata vera, der Abstand zwischen der Symphyse und dem Promontorium, der normalerweise elf Zentimeter beträgt. Auch → Beckendurchmesser, → Beckenebene.Beckenniere
Beckenniere, eine falsche Lage einer Niere im Becken, häufig auch mit Fehlbildungen der Niere assoziiert. Bei Frauen kann eine Beckenniere evtl. zum Geburtshindernis werden.Beckenringlockerung
Beckenringlockerung, eine Auflockerung der Bänder und des Bindegewebes im Bereich der Symphyse und der Iliosakralgelenke während der Schwangerschaft. Die Beckenringlockerung ist ein natürliches Phänomen, das durch Hormone bedingt ist. Bei der Schwangeren können infolge der Beckenringlockerung Beschwerden wie Schmerzen oder verminderte Kraft beim Gehen auftreten.Beckenschiefstand
Beckenschiefstand, eine Schiefstellung des knöchernen Beckens z. B. infolge eines verkürzten Beins. Ein Beckenschiefstand führt zu einer → Skoliose der Wirbelsäule und kann mit der Zeit Beschwerden wie Rückenschmerzen oder eine Hüftgelenksarthrose zur Folge haben.Sehen Sie auch: → Skoliose
Beck-Trias
Beck-Trias, drei Symptome, die typischerweise bei einer Herzbeuteltamponade auftreten: leise Herztöne, erniedrigter arterieller und erhöhter venöser Blutdruck.Beclometason
Beclometason, halogeniertes, d. h. durch Einsatz eines Halogenatoms (hier Chlor) verändertes Cortison, das u. a. zur Behandlung von Asthma und Heuschnupfen eingesetzt wird.Becquerel
Becquerel, SI-Einheit, mit der die Aktivität einer radioaktiven Substanz beschrieben wird. Ein Becquerel entspricht einem radioaktiven Zerfall pro Sekunde.Bedside-Test
Bedside-Test, Kontrolle der Blutgruppe des Blutempfängers und des Spenderblutes unmittelbar vor einer Bluttransfusion am Krankenbett. Durch den Bedside-Test soll eine Verwechslung der Konserven und damit eine möglicherweise falsche Blutgruppe des Spenderblutes ausgeschlossen werden.Befeuchterlunge
Befeuchterlunge, eine Alveolitis, die durch eingeatmete Schimmelpilze oder bakterielle Allergene ausgelöst wird, die sich in Luftbefeuchtern oder Klimaanlagen anreichern.Befruchtung
Befruchtung, Fertilisation,Befruchtung, künstliche
Befruchtung, künstliche, → Insemination.Sehen Sie auch: → Insemination
Befund
Befund, das Ergebnis einer ärztlichen Untersuchung. Die Gesamtheit aller Befunde (z. B. körperliche Untersuchung, Labortests, Röntgenaufnahmen usw.) wird als klinischer Befund bezeichnet.Begleitsymptom
Begleitsymptom, Beschwerden, die im Rahmen einer Erkrankung auftreten können, für diese aber nicht typisch sind.Behandlung
Behandlung, Therapie, Eingriff, 1. Konservative Behandlung: nicht operative Behandlung. 2. Palliative Behandlung: unterstützende, lindernde Maßnahmen bei unheilbaren Erkrankungen. 3. Kurative Behandlung: Therapie mit dem Ziel der Heilung.Behandlungsfehler
Behandlungsfehler, ärztlicher Kunstfehler, ein Behandlungsfehler liegt vor, wenn der Arzt die notwendige Sorgfalt in Diagnostik, Therapie oder Beratung außer Acht gelassen und nicht nach dem aktuellen Stand der Wissenschaft gehandelt hat.Behandlungsfreiheit
Behandlungsfreiheit, Recht eines Arztes oder Zahnarztes, die (weitere) Behandlung eines Patienten durchzuführen oder abzulehnen. Dieses Recht kann z. B. in Anspruch genommen werden, wenn ein Arzt der Meinung ist, eine Behandlung sei für den Patienten nicht (mehr) von Nutzen oder sogar schädlich. In dringenden Fällen darf ein Arzt die (sofortige) Behandlung eines Patienten jedoch nicht ablehnen; ebenso dürfen Vertragsärzte Kassenpatienten nur in begründeten Fällen nicht betreuen.Behandlungspflicht
Behandlungspflicht, Pflicht zur Behandlung bzw. Erstversorgung von Patienten, der Ärzte und sonstige Berufsgruppen des Gesundheitswesens unterliegen. Die Behandlungspflicht wird durch den Behandlungsvertrag festgelegt, den Arzt und Patient bei Beginn der Behandlung schließen. Vor allem in akuten Fällen darf ein Arzt die Behandlung nicht ablehnen, die auch im Rahmen eines Hausbesuchs erfolgen kann. Ist die Behandlung von Erkrankungen nachts oder an Feiertagen durch einen Notdienst geregelt, gilt die Behandlungspflicht nicht für den einzelnen Arzt.Behandlungsplan
Behandlungsplan, Heil- und Kostenplan, Aufstellung der Leistungen und Kosten, die ein zahnärztlicher Eingriff voraussichtlich verursachen wird. Der Behandlungsplan dient als Abrechnungsgrundlage für kieferorthopädische Behandlungen und Zahnersatz. Der Behandlungsplan erlaubt einerseits dem Versicherten und andererseits den Krankenkassen, den geplanten Eingriff und die Kosten zu prüfen. Der Behandlungsplan stellt eine besondere Vereinbarung dar, bei Zahnreparaturen gilt die Gebührenordnung für Zahnärzte.Behaviorismus
Behaviorismus, Richtung der Psychologie, die versucht, durch Beobachtung von Verhaltensweisen Rückschlüsse auf seelische Merkmale eines Lebewesens zu ziehen.Behcet-Krankheit
Behcet-Krankheit, vor allem in östlichen Mittelmeerländern und Japan auftretende, chronisch-entzündliche Erkrankung mit Aphthen der Mund- und Genitalschleimhaut als Leitsymptom sowie entzündlichen Augenveränderungen, die bis zur Blindheit führen können. Darüber hinaus können als Begleitsymptome Gelenkbeschwerden, Entzündungen des Magen-Darm-Trakts, des Nervensystems, der Gefäße und der Haut auftreten. Die Ursache der Behcet-Krankheit ist unbekannt, chronische Virusinfektionen werden diskutiert. Je nach Schwere der Erkrankung wird die Behcet-Krankheit mit Cortison, Immunsuppressiva, Zytostatika und Interferon alpha behandelt.Behinderte
Behinderte, Personen, die unter einer angeborenen oder erworbenen geistigen, körperlichen oder seelischen Beeinträchtigung leiden.Behindertenhilfe
Behindertenhilfe, verschiedene Maßnahmen zur Unterstützung von (schwer-)behinderten Personen oder denjenigen, die mit einer Behinderung aufgrund einer Erkrankung rechnen müssen. Die Hilfe bezieht sich einerseits auf soziale Leistungen, andererseits auf Maßnahmen zur Verbesserung der Lebenssituation bzw. den Umgang mit der Behinderung im Rahmen einer → Rehabilitation.Sehen Sie auch: → Rehabilitation
Behinderung
Behinderung, angeborene oder erworbene geistige, körperliche oder seelische Beeinträchtigung.Behinderung
Behinderung, im rechtlichen Sinn eine Funktionsbeeinträchtigung, die mindestens sechs Monate dauert. Der Betroffene ist in der Regel auf Hilfe angewiesen, um den Zustand zu verbessern, eine Verschlechterung zu verhindern oder einen angemessenen Arbeitsplatz zu sichern.Behinderung
Behinderung, der Begriff der Behinderung wird von der → Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Schädigung, Funktionsbeeinträchtigung und Benachteiligung unterteilt. Auch → Schwerbehinderung.Behinderung, geistige
Behinderung, geistige, angeborene oder in frühester Kindheit erworbene Unfähigkeit, die intellektuellen Anforderungen für ein selbständiges Leben zu erfüllen. Eine geistige Behinderung verhindert zumeist eine ausreichende Schulbildung oder selbstständiges Wohnen. Durch intensive Rehabilitation mit Training der vorhandenen Fähigkeiten und einer verantwortungsvollen sozialen Umgebung können einige Defizite jedoch gemildert werden.Behinderung, psychische
Behinderung, psychische, gravierende Beeinträchtigung eines Menschen, die mindestens sechs Monate andauert und durch eine seelische Störung oder Erkrankung bedingt ist. Die Einschränkung macht es dem Betroffenen unmöglich, gesellschaftliche Rollen oder Funktionen auszuüben, die allgemein von ihm erwartet werden. Auch → geistige Behinderung, → Körperbehinderung.Beihilfe
Beihilfe, finanzielle Hilfe für beihilfeberechtigte Personen; dazu zählen Beamte, Richter, Versorgungsempfänger sowie deren Angehörige bzw. Hinterbliebene; die Beihilfe wird bei Krankheit, Tod oder Geburt gezahlt, sie deckt allerdings nur einen Teil - mindestens 50% - der entstehenden Kosten, den Rest übernimmt in der Regel die private Krankenversicherung bzw. der Berechtigte selbst.Beikost
Beikost, Ergänzungskost, die zusätzlich zur Muttermilch im Rahmen der Säuglingsernährung zur Deckung des Bedarfs an Vitaminen und Mineralstoffen gegeben wird. Die Beikost besteht ab dem vierten Lebensmonat hauptsächlich aus Getreide-, Gemüse- und Obstbreien.Bein
Bein, die untere Extremität mit Oberschenkel, Unterschenkel, Fuß und Zehen. Die Knochen des Beins sind der Femur (Oberschenkelknochen), die Tibia (Schienbein), die Fibula (Wadenbein), der Calcaneus(Fersenbein), der Talus (Sprungbein), die Fußwurzelknochen, die Mittelfußknochen und die Phalangen (Zehenknochen). Die Hauptnerven für die Versorgung des Beins sind der Ischiasnerv und der Femoralisnerv.Beingeschwür
Beingeschwür, offenes Bein, schlecht heilende Wunde am Unterschenkel, häufig bei Krampfadern oder als Folge von tiefen Beinvenenthrombosen, Gefäßentzündungen oder Autoimmunerkrankungen. Auch → Ulcus cruris.Sehen Sie auch: → Ulcus cruris
Beinlängendifferenz
Beinlängendifferenz, ein Unterschied der Beinlänge. Eine leichte Beinlängendifferenz ist normal und hat keine negativen Konsequenzen. Eine übermäßige Beinlängendifferenz führt zu einer → Skoliose des Rückens, Beckenschiefstand und einer Streckstellung des kürzeren Beins. Die Folgen können sein: Rückenschmerzen, Gangstörungen, frühzeitige Arthrose des Hüftgelenks, Fehlstellungen der Beine und Füße usw. Ursachen einer Beinlängendifferenz sind z. B. eine Hüftluxation, Lähmungen, Knochennekrosen oder Wachstumsstörungen der Beinknochen nach einer Fraktur. Die Behandlung einer Beinlängendifferenz hängt vom Ausmaß und dem Alter des Patienten ab (entweder durch orthopädische Einlagen oder durch eine operative Verlängerung/Verkürzung eines Beins).Sehen Sie auch: → Skoliose
Beinödem
Beinödem, Flüssigkeitseinlagerung in den Beinen. Häufige Ursachen sind Herzinsuffizienz, Nierenerkrankungen, Lymphstauungen, Krampfadern, Thrombosen oder Eiweißmangel. Beinödeme beginnen häufig an den Knöcheln und setzen sich dann nach oben fort. Durch Hochlagerung der Beine oder durch Liegen bilden sich die Beinödeme oft zurück, verschlechtern sich aber bei längerem Stehen wieder. Im Vordergrund steht die Behandlung der Grunderkrankung. → Kompressionsstrümpfe oder → Lymphdrainagen können in manchen Fällen hilfreich sein.Bein, offenes
Bein, offenes, umgangssprachliche Bezeichnung für → Ulcus cruris.Sehen Sie auch: → Ulcus cruris
Beinvenenthrombose
Beinvenenthrombose, Blutpfropfbildung in den Beinvenen. 1. Beinvenenthrombose in den oberflächlichen Beinvenen, → Thrombophlebitis. 2. Beinvenenthrombose in den tiefen Beinvenen, → Phlebothrombose.Beipackzettel
Beipackzettel, Packungsbeilage, auch als "Waschzettel" bezeichnetes Informationsblatt, das jeder Arzneimittelpackung beiliegt. Der Beipackzettel enthält Details für den Verbraucher über die Art des Medikaments, die Anwendungsgebiete, Gegenanzeigen, Nebenwirkungen sowie die übliche Dosierung.Beitragsbemessung
Beitragsbemessung, die Berechnung der Beiträge, die ein Versicherter in Abhängigkeit von seinem jährlichen Einkommen der gesetzlichen Kranken- und Sozialversicherung zu zahlen hat. Neben dem Arbeitseinkommen werden dabei auch Vermögen, Rente und sonstige Einnahmen berücksichtigt. Die Höhe der Beiträge liegt maximal bei dem Betrag, der entsprechend der sog. Beitragsbemessungsgrenze gezahlt werden müsste. Diese entspricht der jährlich erneut festgelegten Einkommensgrenze, bis zu der sich ein Versicherter gesetzlich versichern muss. Besser Verdienende können sich entweder privat oder freiwillig gesetzlich versichern; im letzteren Fall zahlen sie den Beitrag, der dem der Beitragsbemessungsgrenze entspricht.Beitragsrückzahlung
Beitragsrückzahlung, das vor allem bei privaten Krankenversicherungen geltende Prinzip, dem Versicherten einen Teil seiner Beiträge zu erstatten, sofern dieser in einem bestimmten Zeitraum keine Leistungen der Versicherung in Anspruch genommen hat. In den gesetzlichen Kassen ist die Beitragsrückzahlung bisher unüblich.Belastungsblase
Belastungsblase, → Stressinkontinenz.Sehen Sie auch: → Stressinkontinenz
Belastungsdyspnoe
Belastungsdyspnoe, Atemnot bei körperlicher Anstrengung.Belastungsechokardiografie
Belastungsechokardiografie, Ultraschalluntersuchung des Herzens unter Belastung. Mittels körperlicher Belastung auf dem Fahrradergometer wird die Herzschlagfrequenz erhöht, mittels Ultraschall können die Wand- und Klappenbewegungen des Herzens beobachtet werden. Herzwandbewegungsstörungen, z. B. bei Durchblutungsstörungen, können mit der Belastungsechokardiografie schon frühzeitig erkannt werden.Belastungs-EKG
Belastungs-EKG, Belastungselektrokardiografie, Durchführung einer EKG-Untersuchung vor, während und nach einer Belastung auf einem Fahrradergometer, gelegentlich auch auf einem Laufband. Das Belastungs-EKG wird vor allem zur Abklärung einer Erkrankung der Herzkranzgefäße oder bei belastungsabhängigen Herzrhythmusstörungen durchgeführt. Bei bereits ausgeprägten EKG-Veränderungen in Ruhe, bei akuten Infektionen, Angina pectoris, sehr hohem Blutdruck oder in den ersten Wochen nach einem Herzinfarkt darf kein Belastungs-EKG durchgeführt werden. Auch → Echokardiografie.Sehen Sie auch: → Echokardiografie
Belastungselektrokardiogramm
Belastungselektrokardiogramm, → Belastungs-EKG.Sehen Sie auch: → Belastungs-EKG
Belastungsversuch
Belastungsversuch, Untersuchung einer Organfunktion in einer Belastungssituation, z. B. Glukosebelastung zur Abklärung einer Zuckerkrankheit, → Belastungs-EKG zur Abklärung einer koronaren Herzkrankheit.Sehen Sie auch: → Belastungs-EKG
Belegarzt / Belegärztin
Belegarzt / Belegärztin, meist in einer Praxis niedergelassener Arzt, der neben seiner ambulanten Tätigkeit einen privatrechtlichen Vertrag mit einer Klinik geschlossen und dort die Möglichkeit hat, Patienten voll- oder teilstationär zu behandeln. Dazu kann er die Einrichtungen der Klinik nutzen.Belegkrankenhaus
Belegkrankenhaus, Krankenhaus, in dem Patienten von sog. Belegärzten behandelt werden. Belegärzte sind niedergelassene Ärzte, die - vertraglich vereinbart - ihre Patienten in dem Belegkrankenhaus behandeln und dabei die Einrichtungen der Klinik in Anspruch nehmen dürfen. Arbeitet ein Krankenhaus nicht nur mit Belegärzten, so kann es über eine bestimmte Zahl an Belegbetten verfügen. So können Patienten auch während einer stationären Behandlung von "ihrem" Arzt betreut werden. Die Ärzte berechnen ihr ärztliches Honorar, das Belegkrankenhaus den Aufwand für die stationäre Betreuung außer den Arztkosten.Belegzelle
Belegzelle, Salzsäure bildende Zelle der Magenschleimhaut.Belladonna
Belladonna Tollkirsche, → Atropa Belladonna.Sehen Sie auch: → Atropa Belladonna
Bellocq-Tamponade
Bellocq-Tamponade, eine so genannte hintere Nasentamponade, die bei schwerem Nasenbluten aus dem hinteren Nasenbereich zur Therapie eingesetzt wird. Über den Mund wird ein Wattetampon in den hinteren Rachenraum eingebracht. Dann erfolgt zusätzlich eine vordere Nasentamponade der vorderen Nasenabschnitte. Bei einer Bellocq-Tamponade besteht die Gefahr, dass sich Krankheitserreger von den Fremdkörpern aus in den Nasennebenhöhlen ausbreiten können und zu einer Sinusitis führen. Daher wird die Tamponade möglichst kurz belassen.Bell-Phänomen
Bell-Phänomen, ein Sichtbarwerden des weißen Augapfels (durch die Lidspalte) beim Versuch, die Augenlider zusammenzuschließen. Die Ursache ist eine periphere Lähmung des Gesichtsnervs (Fazialislähmung) mit konsekutiver Lähmung der Gesichtsmuskulatur, die einen kompletten Augenschluss verhindert.benigne
benigne, gutartig, benigne Tumoren sind Geschwülste, die nicht infiltrativ wachsen und keine Metastasen setzen; nach ihrer Entfernung ist der Patient gesund. Auch → maligne.Sehen Sie auch: → maligne
Benignität
Benignität, Gutartigkeit eines Tumors oder einer Erkrankung. Der Gegensatz dazu ist die → Malignität.Sehen Sie auch: → Malignität
Benzodiazepin
Benzodiazepin, Arzneimittel, das zur Gruppe der Tranquilizer gehört. Benzodiazepine haben je nach Dosis beruhigende, schlaffördernde, muskelentspannende oder angstlösende Wirkungen. Benzodiazepine werden als Schlafmittel, zur Behandlung von Krampfanfällen und zur Prämedikation vor Narkosen eingesetzt. Häufige Nebenwirkungen sind Müdigkeit, Apathie, Einschränkung der Reaktionsfähigkeit und Verwirrungszustände. Regelmäßiger Gebrauch von Benzodiazepinen führt zu Abhängigkeit.Benzoesäure
Benzoesäure, organische Säure, die als Konservierungsmittel für Lebensmittel, als Ausgangsstoff für Lokalanästhetika und Desinfektionsmittel eingesetzt wird. Benzoesäure hat pilz- und bakterientötende Wirkung.Benzol
Benzol,
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Benzolring
Benzolring, Anordnung der Kohlenstoffatome des Benzols in einem Sechserring.Benzolvergiftung
Benzolvergiftung, Vergiftung, die durch Benzolinhalation oder Aufnahme von Benzol in den Verdauungstrakt verursacht wird. Bei der akuten Benzolvergiftung treten Koma, Herzrhythmusstörungen und Atemlähmung ein, bei der chronischen Vergiftung sind Übelkeit, Erbrechen, Kopfschmerzen und Schwindel typisch. Blutungsneigungen durch Störungen der Blutbildung kommen ebenfalls vor. Auch Leukämien entwickeln sich bei chronischer Benzolexposition häufiger. Bei einer akuten Benzolvergiftung kann durch die sofortige Gabe von Paraffinöl und Aktivkohle die Aufnahme des Giftes aus dem Magen-Darm-Trakt vermindert werden.Benzoylperoxid
Benzoylperoxid, Medikament zur Therapie von Akne und offenen Beinen. Benzoylperoxid löst die Verhornungen der Haut und hat eine bleichende Wirkung. Benzoylperoxid kann auch in medizinischen Kunststoffen, in Knochenzement, Zahnprothesenmaterial sowie in medizinischen Shampoos vorkommen. Im technischen Bereich wird Benzoylperoxid vor allem in der Kunststoffindustrie eingesetzt.Benzylpenicillin
Benzylpenicillin, synthetisches → Penizillin.Sehen Sie auch: → Penizillin
Beratung, genetische
Beratung, genetische, Aufklärung über das Risiko einer Erbkrankheit im Falle einer bestehenden oder geplanten Schwangerschaft. Die genetische Beratung wird meist in Anspruch genommen bei dem Vorliegen erblicher Erkrankungen in der Familie bzw. bei früheren Kindern. Eine genetische Beratung wird außerdem empfohlen, wenn die Frau älter als 35 Jahre ist, die Partner blutsverwandt sind oder nach mehrfachen Fehlgeburten. Auch → pränatale Diagnostik.Sehen Sie auch: → pränatale Diagnostik
Beratung, psychosoziale
Beratung, psychosoziale, Beratung und Hilfe bei psychischen oder sozialen Problemen.Beratungsstelle
Beratungsstelle, Institution, die Patienten, Angehörige bzw. die Bevölkerung für eine Beratung in gesundheitlichen Fragen in Anspruch nehmen können bzw. deren Mitarbeiter gesundheitliche Aufklärung und Beratung oder auch Betreuung von Patienten organisieren. Beratungsstellen konzentrieren sich meist auf bestimmte Zielgruppen oder Krankheiten: So werden körperlich Behinderte von Auskunfts- und Beratungsstellen z. B. über die Möglichkeiten und die Kostenübernahme einer Rehabilitation informiert, genetische Beratungsstellen beraten Verwandte von Erbkranken hinsichtlich ihres eigenen Risikos, diese Krankheit zu entwickeln (z. B. Chorea Huntington) oder über das Risiko, die Erkrankung an ihre Kinder weiterzugeben. Auch → AIDS-Beratungsstelle, → Drogenberatungsstelle, → Patientenberatung.Bergmannskrankheit
Bergmannskrankheit, für den Bergmannsberuf typische Erkrankung und Schädigung, z. B. Schleimbeutelentzündung (Bursitis) durch Überlastung und Abnutzung der Gelenke, Bergmannslunge durch Einatmen von Staub (→ Staublunge, → Pneumokoniose), Bergmannsknie durch Schädigung des Meniskus. Weitere Erkrankungen, die bei Bergleuten gehäuft auftreten sind Wurmerkrankungen, vor allem Ancylostomiasis ("Grubenwürmer"), zitternde Augenbewegungen (Bergarbeiternystagmus), Furunkel und Fußpilz.Beri-Beri
Beri-Beri, Erkrankung durch Mangel an Vitamin B1 (Thiamin). Beri-Beri kommt vor allem in asiatischen Ländern als Folge einer fast ausschließlichen Ernährung mit geschältem, poliertem und deshalb besonders Vitamin-B1-armem Reis vor. Beri-Beri kann auch bei chronischem Alkoholismus auftreten. Typische Symptome sind Herzinsuffizienz, → Ödeme, Schädigung des zentralen und peripheren Nervensystems. Durch Thiamingaben kann die Erkrankung behandelt werden.Sehen Sie auch: → Ödeme
Berliner-Blau-Reaktion
Berliner-Blau-Reaktion, Reaktion zum Eisennachweis in Gewebeschnitten und Zellen. Durch Verwendung von Kaliumferrocyanid können Eisenablagerungen als blaue Granula im Gewebe dargestellt werden.Berufsasthma
Berufsasthma, Asthma bronchiale, das durch berufliche Einflüsse hervorgerufen wird. Berufsasthma tritt besonders häufig bei Bäckern durch das Einatmen von Mehlinhaltsstoffen auf. → Bäckerasthma.Sehen Sie auch: → Bäckerasthma
Berufsdermatose
Berufsdermatose, beruflich erworbene oder durch die berufliche Tätigkeit sich verschlechternde Hauterkrankung. Zu den Berufsdermatosen zählen u. a. allergische Ekzeme, Hautkrebs sowie durch verschiedene Bakterien oder Pilze hervorgerufene Hauterkrankungen.Berufsgenossenschaft
Berufsgenossenschaft, als Körperschaft des öffentlichen Rechts der Träger der gesetzlichen → Unfallversicherung. In einer Berufsgenossenschaft sind die Unternehmen aus einer bestimmten oder mehreren verwandten Berufsgruppen organisiert; eine Berufsgenossenschaft wird vom Staat beaufsichtigt, verwaltet sich jedoch selbst. Für verschiedenen Einrichtungen des Gesundheitswesens und deren Personal übernimmt z. B. die sog. Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) die Regelung und Organisation der gesetzlichen Unfallversicherung; weiterhin gibt es u. a. sog. gewerbliche oder landwirtschaftliche Berufsgenossenschaften. Bestimmte Fragen und Probleme, die alle Berufsgenossenschaften betreffen, werden in sog. berufsgenossenschaftlichen Einrichtungen bearbeitet - z. B. dem berufsgenossenschaftlichen Forschungsinstitut für Arbeitsmedizin (BGFA).Sehen Sie auch: → Unfallversicherung
Berufskrankheit
Berufskrankheit, durch schädigende Einflüsse im Rahmen der beruflichen Tätigkeit erworbene Erkrankung. Besonders häufig sind Wirbelsäule und Gelenke, Atemwege, Haut und Gehör betroffen. Bei Vorliegen einer Berufskrankheit ist die → Berufsgenossenschaft als Träger der gesetzlichen Unfallversicherung zur medizinischen Behandlung, Rehabilitation oder Entschädigung verpflichtet.Sehen Sie auch: → Berufsgenossenschaft
Berufskrankheitenverordnung
Berufskrankheitenverordnung, Verordnung, in der → Berufskrankheiten aufgelistet sind, die vom Arbeitgeber bzw. vom behandelndem Arzt gemeldet werden müssen oder für die dem Patienten Entschädigungen zustehen.Sehen Sie auch: → Berufskrankheiten
Berufsunfähigkeit
Berufsunfähigkeit, Abnahme der Erwerbsfähigkeit durch Behinderung oder Erkrankung auf weniger als die Hälfte der Erwerbsfähigkeit, die ein körperlich und geistig gesunder Arbeitnehmer mit vergleichbarer Ausbildung und Kenntnissen hat. Bei Vorliegen einer Berufsunfähigkeit können dem Versicherten, wenn eine bestimmte Wartezeit sowie einige andere Voraussetzungen erfüllt sind, Rehabilitationsleistungen gewährt oder eine Berufsunfähigkeitsrente zugesprochen werden.Beruhigungsmittel
Beruhigungsmittel, → Sedativum.Sehen Sie auch: → Sedativum
Berylliose
Berylliose, → Berylliumkrankheit.Sehen Sie auch: → Berylliumkrankheit
Berylliumkrankheit
Berylliumkrankheit, Berylliose, durch das Einatmen von Beryllium, einem Erdalkalimetall und seinen Verbindungen, verursachte Lungenerkrankung, die bei vorhandener beruflicher Berylliumbelastung als Berufskrankheit anerkannt wird. Bei einer akuten Exposition treten Entzündungen im Nasen-Rachen-Raum und in der Lunge auf. Eine chronische Berylliumbelastung kann zu Lungenfibrose, seltener auch zu Knochenveränderungen, Leber- und Nierenerkrankungen führen. Typische Symptome der chronischen Berylliumkrankheit sind Atemnot, trockener Husten und Gewichtsabnahme, allgemeine Schwäche und Fieber.Beschäftigungstherapie
Beschäftigungstherapie, → Ergotherapie.Sehen Sie auch: → Ergotherapie
Beschneidung
Beschneidung, → Zirkumzision.Sehen Sie auch: → Zirkumzision
beschützende Werkstätte
beschützende Werkstätte, Einrichtung, in der Behinderte in geschütztem Rahmen einer Tätigkeit nachgehen können.Besenreiservarizen
Besenreiservarizen, kleinste, oft büschelartige Venenerweiterungen, die dicht unter der Haut verlaufen und rot-bläulich schimmern. Besenreiservarizen treten besonders an den Oberschenkeln und Fußseitenkanten auf, Frauen sind häufiger betroffen als Männer. Meist stellen die Besenreiservarizen lediglich ein kosmetisches Problem dar. Durch Einspritzen eines Verödungsmittels oder Lasertherapie können die Besenreiservarizen behandelt werden.Besenreiservarizen
Besenreiservarizen, neuroradiologische Bezeichnung für kleine Gefäße, die in der Umgebung von Hirntumoren zu finden sind, vor allem beim malignen Gliom. Auch → Glioblastom.Sehen Sie auch: → Glioblastom
Besiedlung
Besiedlung, → Kolonisation.Sehen Sie auch: → Kolonisation
Bestrahlung
Bestrahlung, therapeutische Behandlung mit Strahlung bestimmter Wellenlänge. Eine Bestrahlung kann u. a. mit UV-Strahlen, Röntgenstrahlen, Wärmestrahlung oder Mikrowellen durchgeführt werden. Auch → Strahlentherapie.Sehen Sie auch: → Strahlentherapie
Betablocker
Betablocker, → Betarezeptorenblocker.Sehen Sie auch: → Betarezeptorenblocker
Betaglobuline
Betaglobuline, eine Art von bestimmten → Globulinen (Eiweißen) im Blut. Aufgrund ihres unterschiedlichen Molekulargewichts lassen sich Betaglobuline von den Alpha- und den Gammaglobulinen in der Serum-Elektrophorese trennen. Normalerweise beträgt der Anteil der Betaglobuline an allen Proteinen im Blut etwa 10 Prozent. Er sinkt aber z. B. bei Vorliegen einer akuten Entzündung, bei einer Nephrose steigt er an.Sehen Sie auch: → Globulinen
Betahämolyse
Betahämolyse, vollständige Zerstörung der roten Blutkörperchen (Hämolyse) in Nährböden durch betahämolysierende Streptokokken (z. B. Streptokokkus pyogenes) oder Staphylokokkenstämme.Beta-HCG
Beta-HCG, Untereinheit des humanen Choriongonadotropins (HCG). Beta-HCG dient als Nachweismarker für die Diagnose einer Schwangerschaft und bei bestimmten Tumoren.Betalaktam-Antibiotikum
Betalaktam-Antibiotikum, ein Antibiotikum mit einem Betalaktamring, der durch von bestimmten Bakterien produzierte Enzyme (→ Betalaktamasen) zerstört werden kann. Dadurch wird das Antibiotikum unwirksam. Betalaktam-Antibiotika sind u. a. die Penizilline und die Cephalosporine.Sehen Sie auch: → Betalaktamasen
Betalaktamase
Betalaktamase, ein Enzym, das den Betalaktamring von einem → Betalaktam-Antibiotikum öffnen kann. Betalaktamasen werden von Bakterien produziert, die sich damit gegen die Betalaktam-Antibiotika zur Wehr setzen.Sehen Sie auch: → Betalaktam-Antibiotikum
Betalaktamaseninhibitor
Betalaktamaseninhibitor, eine Substanz, welche die Produktion von → Betalaktamase eines Bakteriums hemmen kann (z. B. Clavulansäure). Im Zusammenspiel mit einem → Betalaktam-Antibiotikum ist er gegen diese Bakterien wirksam.Betamethason
Betamethason, halogenisiertes Glucocortikoid der Wirkstärkenklasse 3. Betamethason kann zur innerlichen und äußerlichen Cortisontherapie z. B. bei Ekzemen, Allergien oder Autoimmunerkrankungen eingesetzt werden.Betaoxidation
Betaoxidation, der Abbau von gesättigten Fettsäuren im Körper. Dabei werden die Fettsäuren in den Mitochondrien aufgespalten.Betarezeptor
Betarezeptor, betaadrenerger Rezeptor, Rezeptor, über den Botenstoffe wie Noradrenalin, Adrenalin und Isoprenalin ihre Wirkung entfalten. Beta-Rezeptoren kommen vor allem an den Bronchien, den Nieren, der Gefäßmuskulatur, im Herzen, im Fettgewebe sowie im Magen-Darm-Trakt vor. Es wird zwischen Beta-1- und Beta-2-Rezeptoren unterschieden. Erstere sind vor allem an Herz und Nieren zu finden, letztere herrschen an den Bronchien, Gefäßen, der Skelettmuskulatur und Bauchspeicheldrüse vor.Betarezeptorenblocker
Betarezeptorenblocker, Betablocker, Medikament, das die Wirkung der Botenstoffe Noradrenalin, Adrenalin und Isoprenalin an den Beta-Rezeptoren hemmt. Beta-1-selektive Rezeptorenblocker wirken vor allem an den Beta-Rezeptoren des Herzens, nicht selektive Betarezeptorenblocker hemmen auch die Beta-2-Rezeptoren. Betarezeptorenblocker werden vor allem zur Therapie des hohen Blutdrucks, bei erhöhter Herzfrequenz und bei koronarer Herzkrankheit eingesetzt. Als Nebenwirkungen kommen u. a. Müdigkeit, obstruktive Atemwegserkrankungen, Verschlechterung der Herzleistung, Verschlechterung einer Schuppenflechte oder allergische Reaktionen vor. Bei Diabetikern steigt unter einer Therapie mit Betarezeptorenblockern die Gefahr einer Unterzuckerung.Betastrahlung
Betastrahlung, Strahlung, die beim Betazerfall von Radionukliden frei wird. Die Betastrahlen gehören zu den direkt ionisierenden Strahlen. Betastrahlung hat in den Weichteilen eine Reichweite von ein paar Millimetern.Betasympathomimetikum
Betasympathomimetikum, ein Medikament, das überwiegend auf die Betarezeptoren des Sympathikus wirkt. Betasympathomimetika werden z. B. gegen Herzrhythmusstörungen, als Wehenhemmer und als Asthmamittel eingesetzt.Betateilchen
Betateilchen, beim radioaktiven Zerfall emittierte, negativ geladene Elektronen (Beta-Minus-Teilchen) und positiv geladene Positronen (Beta-Plus-Teilchen).Betatron
Betatron, Teilchenbeschleuniger, mit dem verschiedene Arten von ionisierender Strahlung erzeugt werden können. Diese Strahlung wird zur Behandlung von bösartigen Tumoren genutzt (Radiotherapie).Betäubung
Betäubung, → Anästhesie, → Narkose.Betäubungsmittel
Betäubungsmittel, Abk. Btm. Unter dem Sammelbegriff Betäubungsmittel werden ganz unterschiedliche Arzneimittel oder Drogen zusammengefasst, die sowohl betäubend und beruhigend als auch erregend wirken können. Alle Betäubungsmittel haben eine suchterzeugende Wirkung. Der Umgang mit Betäubungsmitteln ist im → Betäubungsmittelgesetz geregelt. Auch → Narkotikum.Betäubungsmittelgesetz
Betäubungsmittelgesetz, Gesetz, das den Umgang mit Betäubungsmitteln, vor allem deren Ein- und Ausfuhr, Produktion, Lagerung und ärztliche Verordnung regelt.Betäubungsmittelkartei
Betäubungsmittelkartei, Aufzeichnung über Erhalt, Bestand und Abgabe von Betäubungsmitteln an Patienten in Krankenhäusern, Arztpraxen oder Apotheken bzw. der Verbleib von Betäubungsmitteln. Die Betäubungsmittelkartei muss nach einer Verordnung des → Betäubungsmittelgesetzes auf einem Formblatt bzw. in einem besonderen Buch erfolgen und ist vom Apothekenleiter oder dem zuständigen Arzt/Zahnarzt regelmäßig zu kontrollieren. Dieser Nachweis muss drei Jahre aufbewahrt und bei Bedarf dem öffentlichen Gesundheitsdienst zur Einsicht vorgelegt werden.Sehen Sie auch: → Betäubungsmittelgesetzes
Betäubungsmittel-Verschreibungsverordnung
Betäubungsmittel-Verschreibungsverordnung, Verordnung, die die Verschreibung von Betäubungsmitteln durch den Arzt regelt. Jeder Arzt, der Betäubungsmittel verordnet, ist durch die Betäubungsmittel-Verschreibungsverordnung verpflichtet, ein Betäubungsmittelbuch zu führen und die Betäubungsmittel (Btm)-Rezepte sorgfältig und für Unbefugte unzugänglich aufzubewahren. Die Betäubungsmittel-Verschreibungsverordnung enthält auch Angaben zu Form und Inhalt der Btm-Rezepte sowie über Höchstmengen pro Rezept.Betawellen
Betawellen, besondere Form von Wellen in einem → Elektroenzephalogramm. Betawellen haben eine Frequenz von 13 bis 30 Hertz.Sehen Sie auch: → Elektroenzephalogramm
Betazellen
Betazellen, bestimmte Form von Immunzellen, die aus dem Knochenmark stammen.Betazellen
Betazellen, die Zellen im Pankreas, in welchen das Insulin produziert wird.Betazellen
Betazellen, Zellen im Hypophysenvorderlappen, in denen das Thyroidea-stimulierende Hormon produziert wird.Betazerfall
Betazerfall, radioaktiver Zerfall mit Emission von → Betateilchen.Sehen Sie auch: → Betateilchen
Betreuung
Betreuung, Volljährigen, die aufgrund einer körperlichen oder geistigen Behinderung oder einer psychischen Erkrankung ihre Angelegenheiten nicht alleine regeln können, kann durch das Vormundschaftsgericht eine Person zur Betreuung zur Seite gestellt werden. Diese unterstützt den Betreuten bei bestimmten Aufgaben. Am 1.1.1992 wurde das alte Vormundschafts- und Pflegschaftsrecht von einer neuen Betreuungsverordnung abgelöst.Betreuungsgesetz
Betreuungsgesetz, Abk. BtG, rechtliche Grundlage der Regelung einer sog. Betreuung. Diese ersetzt die Vormundschaft und Pflegschaft für Volljährige - einschließlich der Entmündigung - und soll dem Betreuten ein Leben in Freiheit und Würde mit nur wenigen Einschränkungen ermöglichen. Laut Betreuungsgesetz ist vom Vormundschaftsgericht ein Betreuer für eine Person zu benennen, wenn diese aufgrund einer psychischen, geistigen oder körperlichen Krankheit oder Behinderung ihre persönlichen Angelegenheiten - wohnen, arbeiten, gesundheitliche Versorgung, finanzielle Belange usw. - nicht oder nur unzureichend selbst organisieren kann. Der Betreuer kann über einen Aufenthalt in einer Klinik, eine geplante Behandlung oder eine Einweisung gegen den Willen des Betreuten entscheiden; in manchen Fällen muss jedoch das Vormundschaftsgericht einwilligen. Jede Person kann im Voraus eine Betreuungsvollmacht für ihre eigene Versorgung ausstellen.Bettenschlüssel
Bettenschlüssel, die Angabe der für jede Abteilung eines Krankenhauses zugelassene bzw. vorgesehene Anzahl von Betten (als Anteil in Prozent). Der Bettenschlüssel wird im Rahmen des sog. Krankenhausplans von den Bundesländern festgelegt; dieser richtet sich nach der Bevölkerungsstruktur und Verteilung der Krankenhäuser der jeweiligen Region und hat zum Ziel, der Bevölkerung eine sinnvolle und ausreichende Krankenhausbehandlung zu ermöglichen.Bettnässen
Bettnässen, → Enuresis.Sehen Sie auch: → Enuresis
Bettruhe
Bettruhe, zur Schonung und Kreislaufentlastung bei fieberhaften Infektionen, Erkrankungen der unteren Extremitäten oder anderen schweren Erkrankungen empfohlene Therapieform. Man unterscheidet zwischen strenger Bettruhe, bei der ein Aufstehen nicht erlaubt ist, und eingeschränkter Bettruhe, bei der das Bett zum Essen oder zum Toilettengang verlassen werden darf.Betula
Betula, → Birke.Sehen Sie auch: → Birke
Beugekontraktur
Beugekontraktur, → Flexionskontraktur.Sehen Sie auch: → Flexionskontraktur
Beugereflex
Beugereflex, Abwehr- oder Fluchtreflex, bei dem Beugemuskeln kontrahiert werden. Durch den Beugereflex kann z. B. beim Stolpern ein Sturz verhindert werden. Auch → Reflex.Sehen Sie auch: → Reflex
Beule
Beule, umgangssprachliche Bezeichnung für eine Gewebeschwellung unterschiedlicher Ursache. Je nach Art der Beule kann es sich um ein Hämatom nach Aufprall ("blauer Fleck"), einen Tumor, eine Papel oder eine Blase handeln.Beulenpest
Beulenpest, → Pest.Sehen Sie auch: → Pest
Bewegung
Bewegung, Haltungs- oder Lageänderung von Gliedmaßen, Körperteilen oder des gesamten Körpers.Bewegung, aktive
Bewegung, aktive, Bewegung, die durch aktive Muskelbewegung ausgeführt wird.Bewegung, passive
Bewegung, passive, Bewegung, die von außen ohne aktives Zutun des Patienten ausgeführt wird. Muskelanspannung oder Nervenimpulse sind bei der passiven Bewegung nicht notwendig. Die passive Bewegung von Gliedmaßen, z. B. im Rahmen einer Physiotherapie bei gelähmten oder bewusstlosen Patienten, verhindert Muskelschwund und das Versteifen der Gelenke.Bewegungsapparat
Bewegungsapparat,
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Bewegungskrankheit
Bewegungskrankheit, → Kinetose.Sehen Sie auch: → Kinetose
Bewegungsstörung
Bewegungsstörung, durch Beeinträchtigung der Gelenke, Muskeln, Sehnen oder Nerven bedingte Störung des normalen Bewegungsablaufs, z. B. Hinken, → Ataxie oder → Athetose. Auch → Dyskinesie.Bewegungstherapie
Bewegungstherapie, Kinesiotherapie, Behandlung durch körperliche Bewegung wie Krankengymnastik, Physiotherapie, Ergometer- oder Laufbandtraining. Die Bewegungstherapie findet Anwendung bei Erkrankungen oder Verletzungsfolgen im Bereich des Bewegungsapparates sowie bei Herzkreislauf- oder Lungenkrankheiten und wird auch vorbeugend eingesetzt.Bewegungsumfang
Bewegungsumfang, Ausmaß der Bewegungswinkel einzelner Gelenke. Durch Entzündungen, Weichteilschwellungen, Kontrakturen oder andere Gelenkerkrankungen kann der Bewegungsumfang deutlich eingeschränkt werden.Bewusstlosigkeit
Bewusstlosigkeit, Ausschaltung des Bewusstseins bei noch vorhandenen lebenserhaltenden Organfunktionen und eingeschränkter Reaktionsfähigkeit. Man unterscheidet zwischen kurzfristiger Bewusstlosigkeit (Synkopen) und langdauernder Bewusstlosigkeit (Koma).Bewusstsein
Bewusstsein, Gesamtheit der seelischen Vorgänge und der Bewusstseinsinhalte. Verbunden mit dem Bewusstsein ist das Wissen, dass man als Subjekt das Erleben wahrnimmt. Die verschiedenen Qualitäten des Bewusstseins sind z. B. Denken, Wachheit, Orientiertheit, Aufmerksamkeit und emotionale Reaktion.Bewusstseinslücke
Bewusstseinslücke, eine Unterbrechung des Bewusstseins (Ohnmacht oder Absence), z. B. infolge eines Schädelhirntraumas. Dabei kann es zu einem Ausfall des Erinnerungsvermögens (→ Amnesie) kommen.Sehen Sie auch: → Amnesie
Bewusstseinsstörung
Bewusstseinsstörung, Störung des Wachheitsgrads und Beeinträchtigung des Bewusstseins. Je nach Schweregrad der Bewusstseinsstörung unterscheidet man zwischen Benommenheit (leichte Bewusstseinsstörung), Somnolenz (Schläfrigkeit) und Sopor bzw. Koma (schwerste Bewusstseinsstörung). Qualitative Bewusstseinsstörungen werden differenziert in Verwirrtheit und Dämmerzustände.Beziehungswahn
Beziehungswahn, eine Form des → Wahns, bei dem alltägliche Ereignisse und Vorkommnisse auf die eigene Person bezogen werden. Die Betroffenen kommen sich beobachtet, verfolgt und beeinflusst vor. Ein Beziehungswahn tritt v. a. im Rahmen einer → Schizophrenie oder einer schweren → Depression auf.Bezoar
Bezoar, verklumpter Ballen aus verschluckten Haaren und unverdaulichen Pflanzenbestandteilen im Magen-Darm-Trakt (Gastrolith). Der Bezoar verursacht meist keine Beschwerden. Die Bildung eines Bezoars wird möglicherweise durch eine verlangsamte Magen-Darm-Passage begünstigt.BGA
BGA, 1. Abk. für das ehemalige → Bundesgesundheitsamt. 2. Abk. für → Blutgasanalyse.bi...
bi..., Vorsilbe mit der Bedeutung "doppel(t)...", "zweifach...", "zwei..." oder "beide".Bias
Bias, die Verfälschung einer Statistik durch Messfehler oder eine das Ergebnis verfälschende Auswahl der Stichproben.Bibernelle
Bibernelle, Pimpinella major, Doldengewächs. Wurzelextrakte der Bibernelle werden in der Naturheilkunde bei Atemwegserkrankungen und zur Förderung der Magen-Darm-Tätigkeit verwendet.Bicarbonat
Bicarbonat, Bikarbonat, Hydrogenkarbonat, saures Salz der Kohlensäure, das in Körperflüssigkeiten vorkommt und als wichtiger Bestandteil des Puffersystems an der Regelung des Säure-Basen-Haushalts beteiligt ist.Bicarbonatpuffer
Bicarbonatpuffer, das wichtigste Säure-Basen-Puffersystem des Körpers, bestehend aus → Bicarbonat und → Kohlendioxid. Bicarbonat wird vorwiegend über die Niere, Kohlendioxid über die Atmung ausgeschieden.Biceps
Biceps, → Bizeps.Sehen Sie auch: → Bizeps
Bichat-Fettpfropf
Bichat-Fettpfropf, Fettgewebe, das sich in der Wange zwischen den Kaumuskeln befindet. Der Bichat-Fettpfropf gibt der Wange ein rundliches Aussehen. Wird der Bichat-Fettpfropf abgebaut (durch Hungern oder Krankheit), sind eingefallene Wangen und krankes Aussehen die Folge.bicuspidal
bicuspidal, zweispitzig, z. B. Valva bicuspidalis, die zweizipflige Herzklappe, Mitralklappe.Bielschowsky-Zeichen
Bielschowsky-Zeichen, Schielphänomen zur Diagnose einer Trochlearis-Augenmuskellähmung: Wenn der Patient seinen Kopf auf die Seite des erkrankten Auges legt, weicht der Augapfel nach oben innen ab.Bienengift
Bienengift, Gift der Biene, das u. a. Proteine (Phospholipase A, Hyaluronidase), Mediatoren (Histamin, Leukotriene) und Peptide (Melittin) enthält. Das Bienengift wird über den Stachel in den Körper des Opfers injiziert und führt zu einer örtlichen Rötung und Schwellung der Haut sowie zu Schmerzen. Bei empfindlichen Personen können nach einem Bienenstich schwere allergische Reaktionen auftreten (anaphylaktischer Schock).Bienengiftallergie
Bienengiftallergie, neben der Wespengiftallergie die häufigste Insektengiftallergie. Bei empfindlichen Personen kann ein Bienenstich innerhalb weniger Minuten zu schweren allergischen Reaktionen bis hin zum lebensbedrohlichen Schock führen. Durch Blut- und Hauttestungen lässt sich eine Bienengiftallergie nachweisen, durch eine → Hyposensibilisierung abschwächen oder beseitigen.Sehen Sie auch: → Hyposensibilisierung
Bienenköniginnenfuttersaft
Bienenköniginnenfuttersaft, → Gelée royale.Sehen Sie auch: → Gelée royale
Bierhefe
Bierhefe, → Faex medicinalis.Sehen Sie auch: → Faex medicinalis
Bifidus-Flora
Bifidus-Flora, zur → Bakterienflora des Darmes gehörende Bakterienart, die einen großen Teil der gesamten Darmflora ausmacht. Bei Säuglingen, die ausschließlich mit Muttermilch ernährt werden, liegen vor allem die Bakterienstämme Bifidobacterium bifidum und infantis vor. Bei Erwachsenen, die eine normale Mischkost zu sich nehmen, überwiegt Bifidobacterium longum.Sehen Sie auch: → Bakterienflora
Bifokalglas
Bifokalglas, Brillenglas, das eine Linse zum Nah- und eine zum Fernsehen enthält. Der obere Brillenglasanteil besteht in der Regel aus einer Linse, deren Brennweite das Fernsehen ermöglicht, der untere Anteil besteht aus einer Linse für das Sehen in der Nähe.Bifurkation
Bifurkation, Gabelung von anatomischen Strukturen, z. B. der Aorta (Bifurcatio aortae) oder der Luftröhre (Bifurcatio tracheae).Bifurkationswinkel
Bifurkationswinkel, der Winkel zwischen dem rechten und dem linken Hauptbronchus bei der → Bifurkation der Trachea. Dieser Winkel beträgt normalerweise etwa 70 Grad. Ist er vergrößert, so kann dies auf einen raumfordernden Prozess im Bereich der Bifurkation hinweisen (z. B. ein Tumor).Sehen Sie auch: → Bifurkation
Bigeminie
Bigeminie, eine Herzrhythmusstörung, bei der ein normaler Herzschlag über längere Zeit von einer Extrasystole gefolgt wird. Daher kommt es zu zwei dicht aufeinander folgenden Herzschlägen und danach zu einer kompensatorischen Pause.Biguanid
Biguanid, ein Medikament, das den Transport der Glucose aus dem Darm einschränkt. Biguanide werden zur Behandlung von → Diabetes mellitus eingesetzt. Im Gegensatz zu Insulin, das nur gespritzt werden kann, können Biguanide in Tablettenform geschluckt werden.Sehen Sie auch: → Diabetes mellitus
Bikarbonat
Bikarbonat, → Bicarbonat.Sehen Sie auch: → Bicarbonat
Bikuspidalklappe
Bikuspidalklappe, → Mitralklappe.Sehen Sie auch: → Mitralklappe
Bilanzierung
Bilanzierung, das Gegenüberstellen von Flüssigkeitsaufnahme und Flüssigkeitsausscheidung zur Aufrechterhaltung eines ausgeglichenen Flüssigkeitshaushalts. Die Bilanzierung wird v. a. bei Krankheiten notwendig, bei denen die Ausscheidungsfunktion beeinträchtigt ist (z. B. Niereninsuffizienz).Bilderleben, katathymes
Bilderleben, katathymes, psychotherapeutisches Verfahren, bei dem sich der Patient im entspannten Zustand bestimmte Bilder und Szenen (Tagträume, Wachträume) vorstellt, diese dem Therapeuten schildert und mit therapeutischer Hilfe weiterentwickelt. Das katathymes Bilderleben wird vor allem in der Therapie von Neurosen und zur Aufdeckung unbewusster Konflikte eingesetzt.bildgebendes Verfahren
bildgebendes Verfahren, apparatives Untersuchungsverfahren, das in der Diagnostik eingesetzt wird und mit dessen Hilfe bestimmte Körperstrukturen dargestellt und abgebildet werden können. Zu den bildgebenden Verfahren zählen u. a. Röntgen- und Ultraschall-Diagnostik, Szintigrafie, Computertomografie, Magnetresonanztomografie.Bildwandler
Bildwandler, ein elektronisches Gerät, das aus Messwerten, die für das menschliche Auge nicht erkennbar sind, ein sichtbares und damit beurteilbares Bild herstellt, z. B. ein Röntgenbildverstärker, der bei der Durchleuchtung eingesetzt wird.Bilharziose
Bilharziose, → Schistosomiasis.Sehen Sie auch: → Schistosomiasis
bili...
bili..., Wortteil, mit der Bedeutung "Galle..." oder "Gallenflüssigkeit".biliär
biliär, die Galle betreffend.Bilifuszin
Bilifuszin, eine Substanz, die von den Darmbakterien aus → Bilirubin produziert wird. Die Bilifuszine geben dem Stuhl seine charakteristische Farbe.Sehen Sie auch: → Bilirubin
Bilirubin
Bilirubin, gelbbrauner Gallenfarbstoff. Bilirubin ist ein Abbauprodukt des Häm, eines Bestandteils des Blutfarbstoffs Hämoglobin. Direktes, konjugiertes Bilirubin wird in der Leber aus dem indirekten Bilirubin gebildet. Das direkte Bilirubin ist wasserlöslich und wird mit der Gallenflüssigkeit ausgeschieden. Vor allem bei Lebererkrankungen, Virusinfekten (Virushepatitis, infektiöse Mononukleose) und Vergiftungen (Pilze, Medikamente) ist das direkte Bilirubin erhöht. Das indirekte, unkonjugierte Bilirubin ist wasserunlöslich. Es ist vor allem bei hämolytischer Anämie, Transfusionszwischenfällen und Verschlussikterus vermehrt im Blut nachweisbar. Auch → Ikterus.Sehen Sie auch: → Ikterus
Bilirubinämie
Bilirubinämie, Nachweis von Bilirubin im Blutserum. Durch Bilirubin erhält das Serum einen gelblichen Farbton. Beim Gesunden ist freies Bilirubin in der Regel im Blut nicht nachweisbar. Auch → Hyperbilirubinämie.Sehen Sie auch: → Hyperbilirubinämie
Bilirubinenzephalopathie
Bilirubinenzephalopathie, → Kernikterus.Sehen Sie auch: → Kernikterus
Bilirubinurie
Bilirubinurie, die Ausscheidung von → Bilirubin über den Urin. Eine Bilirubinurie tritt erst auf, wenn der Serumwert von Bilirubin über zwei Milligramm pro Deziliter erhöht ist. Der Urin hat bei einer Bilirubinurie eine charakteristische braungelbe Farbe. Eine Bilirubinurie kommt z. B. bei einem Ikterus aufgrund einer → Cholestase vor.Bilis
Bilis, → Galle.Sehen Sie auch: → Galle
Biliverdin
Biliverdin, ein grünlicher Gallenfarbstoff.Billroth-Operation
Billroth-Operation, Verfahren zur operativen Magenteilresektion. Diese Operationstechnik wird vor allem bei medikamentös nicht zu beeinflussenden blutenden Magengeschwüren oder Magentumoren angewendet. Man unterscheidet zwei verschiedene Verfahren. Billroth 1: Entfernung der Antrum-Pylorus-Region und direkter Anschluss des Zwölffingerdarms an den Magenstumpf (End-zu-End-Verbindung). Billroth 2: Entfernung des Magenausgangs (Pylorus) und eines präpylorischen Magenanteils. Anschließend wird die Magenresektionsstelle blind verschlossen und eine Verbindung der Magenvorderwand mit einer Darmschlinge hergestellt (End-zu-Seit-Verbindung).Bindegewebe
Bindegewebe, Gewebe, das aus Fasern (Kollagenfasern, Elasticafasern, Retikulinfasern), Zellen (Fibroblasten, Fibrozyten) und Grundsubstanz (Salz, Wasser, Mukopolysaccharide) besteht. Das Bindegewebe füllt organfreie Räume aus, umhüllt Organe in Form einer Kapsel, dient der Unterteilung und Trennung von Organen und bettet Nerven und Gefäße ein.Bindegewebskrankheit
Bindegewebskrankheit, → Kollagenose.Sehen Sie auch: → Kollagenose
Bindegewebsmassage
Bindegewebsmassage, Form der → Reflexzonenmassage. Durch intensives Streichen mit den Fingern ohne starke Druckwirkung werden Haut und Unterhautbindegewebe durchmassiert. Über die Massage der Reflexzonen können innere Organe beeinflusst und die periphere Durchblutung verbessert werden.Sehen Sie auch: → Reflexzonenmassage
Bindegewebsschwäche
Bindegewebsschwäche, anlagebedingte Schwäche des Bindegewebes. Dadurch werden typische Erkrankungen wie Hernien, Krampfadern, Hämorrhoiden u. a. begünstigt.Bindegewebszelle
Bindegewebszelle, → Fibroblast, → Fibrozyt.Bindehaut
Bindehaut, → Conjunctiva.Sehen Sie auch: → Conjunctiva
Bindehautentzündung
Bindehautentzündung Bindehautkatarrh, → Conjunctivitis.Sehen Sie auch: → Conjunctivitis
binokular
binokular, beidäugig, für beide Augen bestimmt. Ein binokulares Mikroskop ist beispielsweise - im Unterschied zum monokularen Mikroskop - für die Betrachtung eines Präparats mit beiden Augen bestimmt.Binokularsehen
Binokularsehen,
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Sehen Sie auch: → Tiefensehen
Binswanger-Krankheit
Binswanger-Krankheit, eine Form der Demenz, die durch eine Mikroangiopathie des Gehirns ausgelöst wird. Infolge von Arteriosklerose der Gehirngefäße bilden sich multiple kleine Hirninfarkte, was mit der Zeit zu einer deutlichen Störung der Hirnfunktionen führt. Symptome einer Binswanger-Krankheit sind u. a. Gedächtnis- und Bewusstseinsstörungen, Sprachstörungen, Lähmungen und eine zunehmende → Demenz (Multiinfarktdemenz).Sehen Sie auch: → Demenz
bio...
bio..., Wortteil mit der Bedeutung Leben.Bioakkumulation
Bioakkumulation, die Anhäufung von chemischen Substanzen in einem biologischen Organismus, z. B. Schadstoffanreicherungen in Pflanzen oder Tieren. Voraussetzung für eine Bioakkumulation ist, dass die betreffende chemische Substanz über längere Zeit im Körper bleibt. Die Bioakkumulation kann für verschiedene Vergiftungskrankheiten verantwortlich gemacht werden, z. B. wenn sich Schwermetalle, radioaktive Substanzen oder Gifte im Körper anreichern. Ein Beispiel für eine Substanz, die durch Bioakkumulation zu Schädigungen der Umwelt geführt hat, ist das DDT.Biochemie
Biochemie, Wissenschaft, mit der Lebensvorgänge im Organismus mit Hilfe chemischer Methoden untersucht und erforscht werden.Biochemie nach Schüssler
Biochemie nach Schüssler, komplementärmedizinische Behandlungsmethode, bei der Mineralsalze (sog. Funktionsmittel) in geringer Dosis zur Behandlung und Vorbeugung von Krankheiten eingesetzt werden. Mit der Biochemie als Naturwissenschaft hat die Biochemie nach Schüssler nichts zu tun.Biodynamik
Biodynamik, Wissenschaft von den dynamischen Abläufen im Organismus.Bioenergetik
Bioenergetik, psychotherapeutisches Verfahren aus dem Bereich der Körpertherapien mit dem Ziel, die Lebensenergie durch das Auflösen seelischer und körperlicher Verspannungen wiederherzustellen.Biofeedback
Biofeedback, Entspannungsverfahren, bei dem der Patient versucht, auf willentlich beeinflussbare Körperfunktionen wie Herzfrequenz und Muskelspannung einzuwirken. Über den Erfolg erhält der Patient eine optische oder akustische Rückmeldung (Feed-back-Effekt).biogen
biogen, von lebenden, organischen Stoffen bzw. von Organismen erzeugt.biogen
biogen, lebensnotwendige Stoffe aufbauend.Biokatalysator
Biokatalysator, → Enzym.Sehen Sie auch: → Enzym
Bioklimatologie
Bioklimatologie, Wissenschaft, die sich mit den Einflüssen von Wetter und Klima auf Lebewesen und speziell den menschlichen Organismus beschäftigt.Biologie
Biologie, die Lehre von den Vorgängen des Lebens.biologisch-dynamischer Anbau
biologisch-dynamischer Anbau, die anthroposophische Weise der Landwirtschaft. Beim biologisch-dynamischen Landbau werden keine chemischen Dünger, Insektizide oder Herbizide verwendet. Die Stellung des Mondes und der Planeten werden bei der Planung von Ansaat, Düngung und Ernte mit einbezogen.Biomechanik
Biomechanik, die Wissenschaft von der Anwendung der mechanischen Gesetze auf die Bewegungen des Körpers. Die Biomechanik spielt v. a. in der Sportmedizin eine wichtige Rolle. Biomechanische Erkenntnisse können dazu führen, dass Sportler mit möglichst optimalen und schonenden Bewegungen eine maximale Leistung erbringen können.Biomedizintechnik
Biomedizintechnik, Berufszweig, der durch ein Studium mit dem Abschluss als Diplomingenieur für biomedizinische Technik erlernt wird. Der sog. Bioingenieur oder Krankenhausingenieur ist für die an technische Apparate gebundene Medizin zuständig; darunter fällt z. B. die Überwachung oder Kontrolle der Funktion und Sicherheit von medizinischen Geräten, vor allem in dem Bereich der medizinischen Diagnostik und Therapie, die mit Strahlung (Röntgengeräte, Strahlentherapie) arbeitet.Biomembran
Biomembran, Membran, die definierte biologische Systeme mit unterschiedlichem Milieu gegeneinander abgrenzt.Biometrie
Biometrie, Ausmessung und Größenbestimmung von Organen und Körperteilen, z.B. in der Geburtshilfe Messung der Größe des ungeborenen Kindes mittels Ultraschall-Diagnostik.Biometrie
Biometrie, Anwendung statistischer Methoden zur Durchführung und Auswertung medizinischer oder biologischer Untersuchungen und Studien.Biopsie
Biopsie, Entnahme einer Gewebeprobe zu diagnostischen Zwecken. Die Biopsie kann je nach Organ und Indikation mit einer Stanze, einem Skalpell, einer Hohlnadel, Schlinge, Kürette oder Zange gewonnen werden. Die Gewebeprobe wird anschließend feingeweblich untersucht (histopathologisch, immunhistologisch oder zytologisch). Das weitere therapeutische Vorgehen hängt von dem Ergebnis der Biopsie ab.Bioresonanztherapie
Bioresonanztherapie, komplementärmedizinisches, energetisches Behandlungsverfahren, das die elektromagnetischen Oszillationen des Körpers zur Therapie einsetzt. Disharmonische, krankmachende Frequenzen werden bei der Bioresonanztherapie gelöscht, geschwächte, harmonische Schwingungen gestärkt. Die Bioresonanztherapie wird z. B. zur Behandlung von allergischen Erkrankungen eingesetzt.Biorhythmik
Biorhythmik, → Chronobiologie.Sehen Sie auch: → Chronobiologie
Biorhythmus
Biorhythmus, Schwankungen, denen die meisten Körperfunktionen bei Mensch und Tier unterliegen und die im Minuten-, Stunden-, Tages-, Wochen-, Monats- oder Jahresrhythmus ablaufen. Äußere Faktoren wie Lichtverhältnisse, Temperatur oder Zeitvorgaben (24-Stunden-Tag) beeinflussen den Biorhythmus. Die Kortisonausschüttung, der Spiegel der Geschlechtshormone, der Menstruationszyklus, der Schlaf-Wach-Rhythmus u. a. unterliegen einem Biorhythmus.Bio-Siegel
Bio-Siegel, einheitliches Gütesiegel für Lebensmittel, die nach den Richtlinien der EU-Ökoverordnung produziert und verarbeitet werden. Bio-Lebensmittel dürfen u. a. nicht bestrahlt oder mit Pestiziden behandelt sein oder gentechnisch veränderte Organismen enthalten.Biosynthese
Biosynthese, der Aufbau körpereigener Verbindungen in den Zellen des Organismus, z. B. Auf- und Umbau von Kohlenhydraten, Fetten und Eiweißverbindungen.Biosynthese
Biosynthese, die Produktion organischer Verbindungen mit Hilfe von Mikroorganismen.Biot-Atmung
Biot-Atmung, periodische Atmung, intermittierende Atmung, Unterbrechung der normalen, kräftigen Atmung durch plötzliche Atempausen. Die Biot-Atmung tritt vor allem bei Affektionen des Atemzentrums durch Entzündungen (z. B. Meningitis, Enzephalitis), Blutung (z. B. → Apoplexie) oder Hirnverletzungen auf.Sehen Sie auch: → Apoplexie
Biotechnologie
Biotechnologie, Wissenschaft, die sich biologische Vorgänge technisch nutzbar macht. Durch biochemische, gentechnologische oder mikrobiologische Methoden können Zellkulturen, Bakterien, Pilze oder Enzyme so manipuliert werden, dass sie beispielsweise zur Produktion von Medikamenten, Hormonen, Enzymen u. a. in der Lage sind.Biotin
Biotin, Vitamin H, Harnsäurederivat, das in Nahrungsmitteln meist nur in geringen Konzentrationen enthalten ist und durch die Darmflora gebildet werden kann. Biotinmangelerkrankungen sind außer bei extrem einseitigen Ernährungsformen nicht bekannt. In diesen Fällen kann es zu Dermatitis, Haarausfall, fettiger Haut und Appetitlosigkeit kommen.Biotop
Biotop, ein biologischer Lebensraum, Teil eines Ökosystems. In einem Biotop leben aufeinander eingespielte, zum Teil hochspezialisierte Organismen, die voneinander abhängig sind. Produzenten, Konsumenten und Destruenten halten sich dabei die Waage. Verändert sich eine Pflanzen- oder Tierart z. B. durch starke Vermehrung oder Ausrottung, sind auch die anderen Organismen betroffen.Bioverfügbarkeit
Bioverfügbarkeit, biologische Verfügbarkeit, Menge eines Arzneiwirkstoffs, die innerhalb einer bestimmten Zeit aus der jeweiligen Darreichungsform (Saft, Kapseln, Tabletten u. a.) freigesetzt, resorbiert und zur Wirkungsentfaltung bereitgestellt wird. Acetylsalicylsäure z. B. hat eine Bioverfügbarkeit zwischen 80 und 100 Prozent.bipartitus
bipartitus, zweiteilig.Biperiden
Biperiden, ein Medikament, das eine anticholinerge Wirkung ausübt. Biperiden wird z. B. zur Behandlung von Bewegungsstörungen (Parkinson-Syndrom) eingesetzt. Nebenwirkungen von Biperiden sind u. a. Müdigkeit, Schwindel, Halluzinationen. Auch → AnticholinergikumSehen Sie auch: → Anticholinergikum
biphasisch
biphasisch, zweiphasig, aus zwei Phasen bestehend, in zwei Phasen ablaufend.bipolar
bipolar, zweipolig, mit zwei Polen versehen, z. B. in Bezug auf die Ableitung eines → Elektrokardiogramms.Sehen Sie auch: → Elektrokardiogramms
Bircher-Benner-Diät
Bircher-Benner-Diät, kochsalzfreie, laktovegetabile Kost, die zur Hälfte roh und zur anderen Hälfte gekocht aufgenommen wird. Rohes Obst, Gemüse, Nüsse, Getreideflocken, Pflanzenöle und Kräuter bilden die Grundlage der Bircher-Benner-Diät -Müslis. Die Ernährung ist kalium- und ballaststoffreich und weist eine hohe Dichte essenzieller Nährstoffe auf. Die Bircher-Benner-Diät wird zur Entlastung des Stoffwechsels, zur Steigerung der Abwehrkräfte und zur allgemeinen Umstimmung eingesetzt.Birke
Birke, Betula, Laubbaum. Verwendung finden vor allem die Blätter der Birke sowie Birkenteer. Wirksame Inhaltsstoffe der Birkenblätter sind Gerbstoffe, ätherische Öle, Flavonoide und Saponine. Zubereitungen aus Birkenblättern werden vor allem zur Anregung der Harnproduktion bei Harnwegsinfektionen und Nierengriess eingesetzt. Auch bei rheumatischen Erkrankungen sollen sie lindernd wirken. Birkenteer wird zur Behandlung verschiedener Hauterkrankungen (z. B. Schuppenflechte, Ekzeme) eingesetzt.Bisacodyl
Bisacodyl, Abführmittel, das die Resorption von Wasser im Kolon hemmt. Bisacodyl wird vor allem zur Erleichterung der Darmentleerung bei Verstopfung, vor Röntgenaufnahmen oder Eingriffen im Magen-Darm-Trakt eingesetzt. Bisacodyl darf, wie alle Abführmittel, nicht bei Verdacht auf Darmverschluss angewendet werden.Bisexualität
Bisexualität, sexuelle Orientierung, bei der sich die betroffenen Personen sowohl durch Frauen als auch durch Männer sexuell angeregt fühlen. Bisexualität kann vorübergehend, z. B. während der Pubertät, oder dauerhaft bestehen.Bismut
Bismut, → Wismut.Sehen Sie auch: → Wismut
Bisphosphonat
Bisphosphonat, chemische Substanz, deren Struktur der Pyrophosphorsäure ähnelt. Bisphosphonat hemmt den Knochenabbau durch Bremsung der Osteoklastenaktivität. Daher wird Bisphosphonat als Medikament (Alendronat, Etidronat) z. B. beim → Paget-Syndrom, bei Osteoporose und bei osteolytischen Metastasen angewendet.Sehen Sie auch: → Paget-Syndrom
Bissanomalie
Bissanomalie, eine Fehlstellung der Zahnreihen.Bissverletzung
Bissverletzung, Verletzung durch Tier- oder Menschenbiss. Durch die Mundkeime und die zum Teil anaeroben Bedingungen in tiefen Wunden können von einer Bissverletzung schwere Infektionen ausgehen. Ein ausreichender Tetanusschutz bzw. eine Auffrischung der Tetanusimpfung nach einer Bissverletzung ist von großer Bedeutung. Unter Umständen ist auch eine Antibiotikatherapie erforderlich.Bittersalz
Bittersalz, → Magnesiumsulfat.Sehen Sie auch: → Magnesiumsulfat
Bitterstoff
Bitterstoff, Substanz, die durch bitteren Geschmack charakterisiert ist. Zu den Bitterstoffen zählen auch Medikamente, die durch Reizung des Vagusnervs den Speichelfluss anregen sowie die Sekretion von Magensaft und Gallenflüssigkeit erhöhen. Anwendung finden Bitterstoffe vor allem bei chronischen Magenerkrankungen, Appetitlosigkeit und → Refluxösophagitis. Bitterstoffe sind z. B. in Enzian, Tausendgüldenkraut und Wermut enthalten.Sehen Sie auch: → Refluxösophagitis
Bizeps
Bizeps, Kurzbezeichnung für den Musculus biceps brachii, den zweiköpfigen Oberarmmuskel.Bizepssehnenreflex
Bizepssehnenreflex, Abk. BSR, Muskeleigenreflex. Das Beklopfen der Bizepssehne löst eine reflektorische Kontraktion des Armbizeps mit Beugung des Unterarms aus. Die Kontrolle des Bizepssehnenreflexes dient der Diagnose verschiedener neurologischer Erkrankungen. Auch → Reflex.Sehen Sie auch: → Reflex
Bjerrum-Skotom
Bjerrum-Skotom, ein typischer Gesichtsfeldausfall (→ Skotom), der bei einem fortgeschrittenen → Glaukom auftritt.BK
BK, Abk. für → Berufskrankheit.Sehen Sie auch: → Berufskrankheit
BKS
BKS, Abk. für → Blutkörperchensenkungsgeschwindigkeit.Sehen Sie auch: → Blutkörperchensenkungsgeschwindigkeit
Black-out
Black-out, kurzfristige Bewusstlosigkeit, → Synkope.Sehen Sie auch: → Synkope
Black-out
Black-out, kurzfristiger Gedächtnisverlust, Erinnerungsverlust während eines Stresszustandes, z.B. einer Prüfung.Blähung
Blähung, → Meteorismus.Sehen Sie auch: → Meteorismus
bland
bland, bei Erkrankungen: harmlos, mild verlaufend, gute Prognose.bland
bland, bei Therapeutika oder Diäten: wirkstofffrei, nicht reizend, mild.Bläschen
Bläschen, → Vesicula.Sehen Sie auch: → Vesicula
Bläschenausschlag
Bläschenausschlag, → Herpes simplex.Sehen Sie auch: → Herpes simplex
Bläschendrüse
Bläschendrüse, → Samenblase.Sehen Sie auch: → Samenblase
Bläschenkrankheiten
Bläschenkrankheiten, Bezeichnung für häufig auftretende Erkrankungen, die mit der Bildung von Bläschen auf der Haut einhergehen, z. B. Windpocken, Herpes simplex oder Gürtelrose.Blase
Blase, blasenförmiges Hohlorgan, → Vesica.Sehen Sie auch: → Vesica
Blase
Blase, Hautblase, → Bulla.Sehen Sie auch: → Bulla
Blasenatonie
Blasenatonie, Lähmung der Harnblasenwand durch eine akute Erkrankung des zentralen Nervensystems, z. B. eine Querschnittslähmung. Der Patient verspürt keinen Harndrang, wenn seine Harnblase voll ist. Die Entleerung der Harnblase erfolgt durch passive Öffnung des Blasenausgangs bei Überdehnung der Harnblasenwand. Ein Teil des Urins kann nicht entleert werden und verbleibt als → Restharn in der Blase. Eine atone Harnblase wird auch als → Überlaufblase bezeichnet.Blasenautomatie
Blasenautomatie, → Reflexblase.Sehen Sie auch: → Reflexblase
Blasenautonomie
Blasenautonomie, Störung der Blasenfunktion bei einer unteren Querschnittslähmung. Liegt die Stelle der Rückenmarksverletzung unterhalb des elften Brustwirbelkörpers, ist das Blasenzentrum des Rückenmarks betroffen. Die Harnentleerung erfolgt nicht reflexartig, sondern durch Anspannung der Bauchmuskulatur oder durch Druck auf die Bauchdecke. Es entwickelt sich eine große atonische Blase mit einer deutlichen Restharnbildung. Auch → Reflexblase.Sehen Sie auch: → Reflexblase
Blasendivertikel
Blasendivertikel, sackartige Ausstülpung und Vorwölbung der Harnblasenwand. Nur selten sind Blasendivertikel angeboren, in den meisten Fällen stellen sie die Folge einer Blasenwandschwäche bei bestehender Abflussbehinderung dar (Prostatavergrößerung, Abflussbehinderung durch Verengung der Harnröhre). Der erhöhte Druck, der nötig ist, um die Blase vollständig zu entleeren, führt auf Dauer zu Blasenwanddivertikeln. Als Komplikationen können Harnsteine, Urinstauungen und Infektionen auftreten. Der Nachweis von Blasendivertikeln erfolgt mittels → Zystoskopie oder Röntgenuntersuchung.Sehen Sie auch: → Zystoskopie
Blasenekstrophie
Blasenekstrophie, Spaltblase, Fehlbildung der Harnblasenvorderwand und der Bauchdecke. Dadurch liegt die Blasenhinterwand offen, so dass sich Entzündungen, Infektionen des Harntrakts sowie Reizungen und Ekzeme der Bauchhaut entwickeln.Blasenektopie
Blasenektopie, Verlagerung der intakten, geschlossenen Harnblase durch einen Spalt in der Bauchdecke. Oft ist diese Fehlbildung mit Defekten der Harnröhre verbunden.Blasenentleerung
Blasenentleerung, → Miktion.Sehen Sie auch: → Miktion
Blasenentleerungsstörung
Blasenentleerungsstörung, Bezeichung für eine Störung der Miktion, z. B. Harninkontinenz, Dysurie, Harnstottern, Blasenautonomie, Harnverhalt.Blasenentzündung
Blasenentzündung, → Zystitis.Sehen Sie auch: → Zystitis
Blasenfehlbildung
Blasenfehlbildung, eine angeborene Missbildung der Harnblase, z. B. eine → Blasenekstrophie oder eine → Blasenektopie.Blasenfistel
Blasenfistel, eine Fistel zwischen der Harnblase und der Körperoberfläche (äußere Blasenfistel) oder einem anderen Hohlorgan (innere Blasenfistel), z. B. dem Enddarm oder der Scheide. Eine Blasenfistel kann angeboren sein (z. B. Urachusfistel, eine Verbindung zwischen der Blase und dem Nabel) oder infolge eines Traumas, einer Entzündung oder nach einer Operation entstehen.Blasenhals
Blasenhals, Übergang der Harnblase in die Harnröhre.Blasenhalsstenose
Blasenhalsstenose, Verengung des Blasenhalses, entweder durch angeborene Fehlbildungen wie Urethralklappen oder erworbene Engstellen durch Vernarbungen, Tumoren oder Blasenhalssklerose als Folge chronischer Entzündungen. Der Harnabfluss ist durch die Blasenhalsstenose behindert, so dass es zu Restharnbildung kommt. Harnwegsinfektionen können als Komplikationen hinzutreten.Blaseninkontinenz
Blaseninkontinenz, → Harninkontinenz.Sehen Sie auch: → Harninkontinenz
Blasenkapazität
Blasenkapazität, das gesamte Fassungsvermögen der Harnblase. Bei Erwachsenen liegt die Blasenkapazität zwischen 200 und 400 Milliliter.Blasenkarzinom
Blasenkarzinom, Blasenkrebs,
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Blasenkatarrh
Blasenkatarrh, → Zystitis.Sehen Sie auch: → Zystitis
Blasenkatheter
Blasenkatheter,
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Blasenkeim
Blasenkeim, → Blastula.Sehen Sie auch: → Blastula
Blasenkrebs
Blasenkrebs, → Blasenkarzinom.Sehen Sie auch: → Blasenkarzinom
Blasenlähmung
Blasenlähmung, Lähmung der Harnblasenmuskulatur durch eine Querschnittsverletzung oder einen Tumor des Rückenmarks. Je nach Höhe des Querschnitts erfolgt eine vollständige oder teilweise Blasenlähmung. Auch → Blasenatonie, → Blasenautonomie, → Reflexblase.Blasenmole
Blasenmole, Degeneration des Mutterkuchens und Umwandlung der → Chorionzotten in traubenartige Bläschen. Die Embryonalanlage stirbt ab, die Plazenta vergrößert sich. Typische gynäkologische Befunde einer Blasenmole sind eine Vergrößerung der Gebärmutter ohne Nachweis kindlicher Herztöne oder Kindsbewegungen. Der Serumspiegel des Hormons → HCG ist wie bei einer Schwangerschaft deutlich erhöht. Die Blasenmole muss durch wehenfördernde Medikamente ausgetrieben oder durch Kürettage entfernt werden. Eine regelmäßige Nachsorge mit HCG-Kontrolle ist notwendig, da eine Blasenmole auch zu einer Krebsgeschwulst entarten kann.Blasenpapillom
Blasenpapillom, gutartiger Tumor, der von der Harnblasenschleimhaut ausgeht. Bis zu einer Dicke von sechs Zelllagen gilt das Blasenpapillom noch als gutartig, ab sieben Zelllagen wird es als frühe Form eines → Blasenkarzinoms betrachtet und entsprechend behandelt. Blasenpapillome können zu Blutungen führen und sollten operativ entfernt werden.Sehen Sie auch: → Blasenkarzinoms
Blasenpunktion
Blasenpunktion, Punktion der Harnblase zur Gewinnung sterilen Blasenurins, zur Harnableitung bei Harnabflussstörungen oder zur Spülung der Harnblase mit bestimmten Medikamenten. Die Blasenpunktion erfolgt bei gefüllter Blase unter Ultraschallkontrolle oberhalb des Schambeins.Blasenresektion
Blasenresektion, die operative Entfernung von Teilen oder der ganzen Harnblase, z. B. zur Behandlung eines Blasenkarzinoms.Blasenruptur
Blasenruptur, Einriss der Harnblase durch Stoß-, Schlag- oder Stichverletzungen. Vor allem die gefüllte Blase kann bei einer Druckerhöhung einreißen. Durch den Austritt des Urins in die Bauchhöhle kommt es zu Bauchfellentzündungen oder zu einer Harnphlegmone des Bindegewebes. Blutiger Urin oder Schmerzen beim Wasserlassen nach vorangegangenen Traumen weisen auf eine Blasenruptur hin, die operativ verschlossen werden muss.Blasen-Scheiden-Fistel
Blasen-Scheiden-Fistel, Verbindung zwischen Harnblase und Scheide infolge Verletzungen, Operationen, Strahlenschäden oder entzündlichen Krankheiten. Das Hauptsymptom einer Blasen-Scheiden-Fistel ist die → Harninkontinenz.Sehen Sie auch: → Harninkontinenz
Blasenspiegelung
Blasenspiegelung,
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Sehen Sie auch: → Zystoskopie
Blasensprengung
Blasensprengung, künstliche Eröffnung der Fruchtblase durch die Vagina bei verzögertem → Blasensprung während des Geburtsvorgangs.Sehen Sie auch: → Blasensprung
Blasensprung
Blasensprung, spontanes Zerreißen der Fruchtblase im Verlauf der Geburtswehen mit Abgang von Fruchtwasser. Je nach Zeitpunkt unterscheidet man den rechtzeitigen Blasensprung (am Ende der → Eröffnungsperiode), den frühzeitigen Blasensprung (während der Eröffnungsperiode) und den vorzeitigen Blasensprung (vor Beginn der Wehen). Beim vorzeitigen Blasensprung besteht ein erhöhtes Risiko für eine aufsteigende Infektion der Gebärmutter und des ungeborenen Kindes.Sehen Sie auch: → Eröffnungsperiode
Blasenspülung
Blasenspülung, Spülung der Harnblase über einen Katheter mit Spülflüssigkeit, z. B. nach einer Blasenoperation oder zur Beurteilung der Blasenfunktion.Blasenstein
Blasenstein, Stein, der sich im Inneren der Harnblase bildet und der bevorzugt bei Harnabflussstörungen mit Restharnbildung oder in Divertikeln vorkommt bzw. aus der Niere in die Blase gewandert ist. Blasensteine können bis zu mehreren Zentimetern groß werden. Sie verursachen manchmal gar keine Beschwerden, können aber auch für "stotterndes" Wasserlassen, Blutungen und Schmerzen verantwortlich sein. Blasensteine werden operativ entfernt oder mittels Ultraschall zertrümmert. Auch → Urolithiasis.Sehen Sie auch: → Urolithiasis
Blasentraining
Blasentraining, Training, durch das nach einer Querschnittslähmung die Kontrolle über die Blase geübt wird. Auch nach längerer Anwendung eines Harnröhren-Blasenkatheters ist oft ein Blasentraining notwendig, um einer Harninkontinenz vorzubeugen.Blasentumor
Blasentumor, eine Geschwulst in der Harnblase. Die häufigsten Formen sind das → Blasenpapillom und das → Blasenkarzinom. Symptome sind Blut im Urin, Schmerzen beim Wasserlassen, häufiger Harndrang und wiederholte Harnwegsinfektionen.Blasenvorfall
Blasenvorfall, → Zystozele.Sehen Sie auch: → Zystozele
Blässe
Blässe, bleiche Hautfarbe, die durch einen geringen Pigmentgehalt der Hautzellen, durch Blutarmut, durch eine Gefäßverengung oder einen Gefäßverschluss hervorgerufen werden kann.Blastenschub, terminaler
Blastenschub, terminaler, das akute Auftreten einer großen Anzahl Myeloblasten im Blut im Endstadium einer Leukämie. Ein terminaler Blastenschub führt zum Tod.Blastogenese
Blastogenese, Keimentwicklung, Im engeren Sinn die Entwicklung der Zygote bis zum Beginn der Embryogenese um den 15. Tag der Schwangerschaft. Im weiteren Sinn ist mit Blastogenese die Entwicklung der Eizelle bis zum ersten Herzschlag gemeint. Auch → Embryogenese.Sehen Sie auch: → Embryogenese
Blastomeren
Blastomeren, Furchungszellen; Zellen, die ohne Wachstum durch Einschnürung und Furchung des befruchteten Eis entstehen und bei jeder Teilung kleiner werden. Auch → Embryogenese, → Zygote.Blastomyces dermatitidis
Blastomyces dermatitidis, ein Pilz, der den Menschen befallen und eine → Blastomykose auslösen kann.Sehen Sie auch: → Blastomykose
Blastomykose
Blastomykose, eine Gruppe von schweren Pilzerkrankungen, die die Haut und innere Organe befallen. Man unterscheidet die nordamerikanische, die südamerikanische und die europäische Blastomykose Die Erreger (verschiedene Pilzarten) können neben Hautgeschwüren auch Lungenentzündungen und Hirnabszesse verursachen.Blastozyste
Blastozyste, → Blastula.Sehen Sie auch: → Blastula
Blastula
Blastula, Blasenkeim, Blastozyste, das Keimbläschen, das etwa vier Tage nach der Befruchtung aus der → Morula entsteht.Sehen Sie auch: → Morula
Blastulation
Blastulation, die Bildung der → Blastula während der Embryonalentwicklung.Sehen Sie auch: → Blastula
Blattern
Blattern, umgangssprachliche Bezeichnung für → Pocken.Sehen Sie auch: → Pocken
Blaulichtbestrahlung
Blaulichtbestrahlung, Bestrahlung mit Licht, dessen Wellenlänge im blauen Bereich liegt. Die Blaulichtbestrahlung wird zur Therapie des Neugeborenenikterus eingesetzt.Blausäure
Blausäure, farblose, hochgiftige Flüssigkeit, die nach Bittermandel riecht. Eine Spur Blausäure ist in den Kernen von Steinobst und in Bittermandelöl vorhanden. Blausäure dient vor allem zur Herstellung von Kunststoffen und zur Schädlingsbekämpfung. Auch → Blausäurevergiftung.Sehen Sie auch: → Blausäurevergiftung
Blausäurevergiftung
Blausäurevergiftung, Zyanidvergiftung, Vergiftung durch Aufnahme von Blausäure durch Einatmen, über die Haut oder durch Verschlucken des Gifts. Blausäure wirkt schon in geringsten Konzentrationen (1 mg/kg Körpergewicht) u. a. durch Blockade der zellulären Zytochromoxidase tödlich. Symptome einer Blausäurevergiftung sind rötliche Hautfarbe, rotes Venenblut und Bittermandelgeruch der Atemluft. Sauerstoffüberdruckbeatmung und Injektion von Natriumthiosulfat können lebensrettend wirken.Blausucht
Blausucht, → Zyanose.Sehen Sie auch: → Zyanose
Blei
Blei, Schwermetall, das sowohl bei chronischer als auch bei akuter Aufnahme zu Vergiftungen führt. In der Medizin wird Blei zur Abschirmung ionisierender Strahlung verwendet (Bleischürzen).Bleichsucht
Bleichsucht, Blässe infolge einer → Anämie.Sehen Sie auch: → Anämie
Bleigleichwert
Bleigleichwert, Maßeinheit für die abschirmende Wirkung eines Materials im Strahlenschutz.Bleistiftkot
Bleistiftkot, bleistiftdünne Stuhlform, die durch Verengungen im Mastdarm-, Enddarm- oder Afterbereich entsteht. Bleistiftkot kann ein Hinweis auf ein Dickdarmkarzinom sein.Bleivergiftung
Bleivergiftung, Vergiftung durch akute oder chronische Bleiaufnahme, meist durch berufliche Exposition. Typische Symptome sind Blutarmut durch Blockierung der Hämsynthese und Abbau der roten Blutkörperchen, blasse Hautfarbe, ein schwarzgrauer Bleisaum am Zahnfleisch, Nervenlähmung, vor allem Lähmung des Nervus radialis. Zu den unspezifischen Beschwerden zählen chronische Müdigkeit, Kopf- und kolikartige Bauchschmerzen. Nachgewiesen wird eine Bleivergiftung durch erhöhten Bleigehalt im Blut und Bleiausscheidung mit dem Urin. Eine Bleivergiftung wird mit → Chelatbildnern behandelt.Sehen Sie auch: → Chelatbildnern
Blendung
Blendung, Beeinträchtigung der Sehleistung durch den starken Einfall von Licht auf die Netzhaut. Bei hellem Licht verengt sich die Pupille - dieser Reflex bildet einen natürlichen Schutz vor Blendung Bei noch stärkerer Helligkeit tritt eine Blendung auf, die Sehschärfe und das Kontrastsehen nehmen ab. Der natürliche Schutzreflex bei einer Blendung besteht im Lidschluss. Bei einer Blendung über längere Zeit bei sehr hellem Licht (direkter Blick in die Sonne) können Hornhaut, Bindehaut und Netzhaut geschädigt werden. Die Gefahr eines Blendungsunfalls ist z. B. bei Schweißarbeiten, die ohne Schutzbrille durchgeführt werden, oder beim Aufenthalt im Schnee erhöht. Bei bestimmten Augenkrankheiten besteht eine höhere Blendungsempfindlichkeit, etwa bei Hornhaut- oder Linsentrübungen, bei einer Bindehautentzündung oder bei einer (evtl. medikamentös herbeigeführten) Pupillenerweiterung.blenno...
blenno..., Wortteil mit der Bedeutung "Schleim".Blennorrhö
Blennorrhö, eitrig-schleimige Absonderung der Schleimhäute, z. B. bei eitriger Bindehautentzündung im Rahmen einer → Gonorrhö.Sehen Sie auch: → Gonorrhö
Bleomycin
Bleomycin, eine → zytotoxisch wirkende Substanz, die von bestimmten Pilzarten gewonnen wird. Bleomycin wird zur Therapie von Krebs eingesetzt (z. B. bei Hodentumoren oder Leukämien).Sehen Sie auch: → zytotoxisch
Blepharitis
Blepharitis, Entzündung des Augenlidrandes, hervorgerufen durch eine bakterielle Infektion, durch mechanische Reizungen (Fremdkörper, Rauch, Staub) oder auch im Rahmen eines seborrhoischen Ekzems. Oft besteht gleichzeitig eine → Conjunctivitis.Sehen Sie auch: → Conjunctivitis
blephar...
blephar..., blepharo..., Wortteil mit der Bedeutung Augenlid.Blepharochalasis
Blepharochalasis, eine Erschlaffung des Oberlids, das dann über dem Lidrand hängt und unter Umständen das Sehen beeinträchtigen kann. Die Therapie besteht in einer operativen Straffung des Lids.Blepharophimose
Blepharophimose, eine Verengung der Lidspalte, z. B. nach Entzündungen am Auge oder im Alter.Blepharoplastik
Blepharoplastik, eine operative Straffung des Oberlids.Blepharorrhaphie
Blepharorrhaphie, das Verschließen der Lidspalte durch Zusammennähen des oberen und des unteren Augenlids. Die Blepharorrhaphie wird z. B. bei einer → Fazialisparese, wenn das Auge nicht mehr geschlossen werden kann, durchgeführt, um die Binde- und Hornhaut vor Austrocknung zu schützen.Sehen Sie auch: → Fazialisparese
Blepharospasmus
Blepharospasmus, Lidkrampf, ein Krampf des Augenringmuskels, der am Lidschluss beteiligt ist. Ein Blepharospasmus kommt meist bei Reizungen des Auges oder als psychogene Störung vor.Blickfeld
Blickfeld, der alleine durch Augenbewegungen ohne Drehung des Kopfes optisch erfasste Teil eines Raums. Das Blickfeld der einzelnen Augen differiert etwas voneinander und ermöglicht so das räumliche Sehen.Blickkrampf
Blickkrampf, plötzlich auftretende, zum Teil langdauernde Verdrehung der Augen durch eine Verkrampfung der Augenmuskeln. Ein Blickkrampf kann z. B. nach einer Behandlung mit Neuroleptika oder durch Hirnschäden verursacht werden.Blinddarm
Blinddarm, → Caecum.Sehen Sie auch: → Caecum
Blinddarmentzündung
Blinddarmentzündung, → Appendizitis.Sehen Sie auch: → Appendizitis
Blindenschrift
Blindenschrift, Brailleschrift, Schrift, die aus sechs Punkten besteht, die in zwei Reihen zu je drei Punkten angeordnet sind. Aus den verschiedenen Anordnungen der sechs Punkte ergeben sich 64 Kombinationsmöglichkeiten. Die Punkte werden in Papier gestanzt und sind als Erhebungen tastbar. Die Blindenschrift wird mit den Fingern gelesen.blinder Fleck
blinder Fleck, die Stelle auf der Netzhaut, wo der Sehnerv eintritt. Am blinden Fleck befinden sich keine Sinneszellen, deshalb besteht auch im Gesichtsfeld eines jeden Auges ein kleiner Fleck, an dem keine Seheindrücke wahrgenommen werden. Beim normalen Sehen wird der blinde Fleck nicht bemerkt.Blindheit
Blindheit, Amaurose, seit der Geburt bestehendes oder durch Erkrankungen oder Verletzungen erworbenes Fehlen oder hochgradige Verminderung der Sehfähigkeit. Die Störung kann sowohl im Sehzentrum des Gehirns, im Sehnerven als auch im Auge selber liegen.Blindversuch
Blindversuch, Versuchsanordnung, bei der bewusste oder unbewusste Einflüsse auf das Endergebnis durch den Patienten oder den Therapeuten vermieden werden. Beim Einfachblindversuch weiß der Patient nicht, ob er z. B. bei einer Medikamentenprüfung den Wirkstoff oder ein → Placebo erhält. Beim Doppelblindversuch ist auch der Therapeut nicht darüber informiert, ob es sich um das Medikament oder ein Placebo handelt.Sehen Sie auch: → Placebo
Blinzeln
Blinzeln, rascher Lidschlag zur Befeuchtung und Reinigung der Hornhaut. Bei Reizzuständen des Auges (z. B. einer Bindehautentzündung) verstärkt sich die Frequenz des Blinzelns.Blitz-Nick-Salaam-Krämpfe
Blitz-Nick-Salaam-Krämpfe, BNS-Krämpfe, kindliche Form der → Epilepsie, bei der blitzartig Arme und Beine nach vorne geschleudert werden, Oberkörper und Kopf sich nach vorne neigen und die Arme vor dem Körper zusammengeführt werden. Hinzu können Nickbewegungen des Kopfes kommen.Sehen Sie auch: → Epilepsie
Blitzschlag
Blitzschlag, Verletzung, die durch den Einschlag eines Blitzes verursacht wird. Ein Blitz entsteht in Gewitterwolken zwischen zwei Ladungsbezirken. Wenn der Blitz einen Menschen trifft, werden Spannungen von mehr als 100.000 Volt am Körper erreicht. An der Eintrittsstelle des Blitzes in den Körper entstehen so genannte Blitzfiguren, bizarr verästelte Hautveränderungen. Durch den elektrischen Strom, der durch den Körper fließt, kommt es zu Kammerflimmern, Herzstillstand, Hirnödem, Atemstillstand, Nerven- und Rückenmarksschädigung.Block
Block, Unterbrechung einer Leitungsbahn im Körper.Blockade
Blockade, künstliche Unterbrechung einer Leitungsbahn oder einer Leitungsfunktion im Körper, z.B. im Rahmen einer → Plexusanästhesie.Sehen Sie auch: → Plexusanästhesie
Blockade
Blockade, Gelenkversteifung, → Arthrodese.Sehen Sie auch: → Arthrodese
Block, atrioventrikulärer
Block, atrioventrikulärer, → AV-Block.Sehen Sie auch: → AV-Block
Blocker
Blocker, Medikament zur Blockierung bestimmter Rezeptoren, z. B. → Alpha- oder → Betarezeptorenblocker.Block, kardialer
Block, kardialer, Herzblock, Störung der Erregungsleitung im Herzen. Ein kardialer Block kann sich als atrioventrikulärer Block bei Behinderung der Erregungsleitung zwischen Vorhöfen und Kammern äußern oder als intraventrikulärer Block bei Erregungsausbreitungsstörungen im spezifischen Muskelgewebe der Herzkammern. Bei kompletten Blockierungen besteht ein Links- bzw. Rechtsschenkelblock, bei inkompletten Blockierungen spricht man von Links- bzw. Rechtsverspätung. Auch → Herzrhythmusstörung.Sehen Sie auch: → Herzrhythmusstörung
Block, sinuatrialer
Block, sinuatrialer, eine Form des → Herzblocks.Sehen Sie auch: → Herzblocks
Blockwirbel
Blockwirbel, die Verschmelzung von zwei oder mehreren Wirbelkörpern. Blockwirbel sind manchmal angeboren, sie können jedoch auch im Verlauf einer Erkrankung entstehen (z. B. nach einer Spondylitis). Einzelne Blockwirbel bereiten oft kaum Beschwerden.Blow-out-Fraktur
Blow-out-Fraktur, eine Fraktur des Orbitabodens (Augenhöhle), die infolge eines Schlags von vorne auf das Auge entsteht, z. B. durch den Aufprall eines Balls oder einen Faustschlag. Bei einer Blow-out-Fraktur besteht die Gefahr, dass Teile des Sehapparats (insbesondere der untere Augenmuskel) zwischen den beiden Knochenfragmenten eingeklemmt werden, was die Beweglichkeit des Auges beeinträchtigt und zu Sehstörungen führt. Symptome einer Blow-out-Fraktur sind das Sehen von Doppelbildern, ein tief in die Augenhöhle eingesunkener Augapfel und Blutergüsse rund ums Auge. Die Behandlung besteht in einer operativen Wiedereinrichtung des Augapfels.Blue Baby
Blue Baby, Säugling mit bläulicher Hautfarbe(→ Zyanose). Die Ursachen sind meist angeborene Herzfehler oder eine → Methämoglobinämie.Blue Bloater
Blue Bloater, Bezeichnung für das typische Erscheinungsbild eines Patienten mit einem Lungenemphysem. Ein Blue Bloater leidet unter einer Zyanose (bläuliche Haut) und Atemnot. Im Blut ist der Sauerstoff vermindert und das Kohlendioxid erhöht.Blumenkohlohr
Blumenkohlohr, vor allem bei Boxern und Ringern vorkommende Verformung der Ohrmuscheln durch häufige Verletzungen und resultierender Schädigung des Ohrknorpels. Das Blumenkohlohr bildet sich nicht spontan zurück, eine Behandlung ist nur operativ möglich.Blut
Blut, Sanguis,
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Blutalkohol
Blutalkohol, Äthanolgehalt des Blutes nach Alkoholkonsum. Aus dem Ergebnis der Blutalkoholbestimmung zum Zeitpunkt der Blutentnahme kann der wahrscheinliche Blutalkohol zu einem früheren Zeitpunkt, z. B. bei einem Verkehrsunfall, berechnet werden.Blutarmut
Blutarmut, → Anämie.Sehen Sie auch: → Anämie
Blut, arterielles
Blut, arterielles, oxygeniertes, d. h. mit Sauerstoff angereichertes Blut, das in den Arterien des Organismus sowie in den Lungenvenen zirkuliert. Durch den höheren Sauerstoffgehalt ist arterielles Blut heller als venöses.Blutausstrich
Blutausstrich, gleichmäßiges, dünnes Ausstreichen eines Bluttropfens auf einem Objektträger und Anfärbung zur mikroskopischen Beurteilung. Zum Ausstreichen wird ein dünnes Deckglas oder ein zweiter Objektträger verwendet. Auch → Blutbild.Sehen Sie auch: → Blutbild
Blutbank
Blutbank, Einrichtung zur Gewinnung, Lagerung und Ausgabe von Blutkonserven für Bluttransfusionen.Blutbild
Blutbild, Hämogramm, qualitative und quantitative Auszählung der zellulären Blutbestandteile wie Erythrozyten, Leukozyten, Thrombozyten und Retikulozyten sowie die Bestimmung des Hämoglobingehaltes und des Hämatokrits. Im Differenzialblutbild werden die Leukozyten in Granulozyten, Lymphozyten, Monozyten usw. unterschieden. Aus dem Blutbild ergeben sich Hinweise auf Entzündungen, Anämien, Leukämien u. a. Erkrankungen.Blutbildung
Blutbildung, → Hämopoese.Sehen Sie auch: → Hämopoese
Blutdruck
Blutdruck, Druck, der in den Blutgefäßen des Körpers und im Lungenkreislauf herrscht. Im engeren Sinn ist mit dem Blutdruck der arterielle Druck gemeint, der wesentlich höher ist als der venöse Blutdruck. Der Blutdruckwert wird in "Millimeter Quecksilbersäule" (mmHg) angegeben. Man unterscheidet zwischen dem → systolischen und dem → diastolischen Blutdruck. Die Höhe des Blutdrucks ist altersabhängig. Auch → Hypertonie.Blutdruckamplitude
Blutdruckamplitude, der Unterschied zwischen dem systolischen und dem diastolischen Blutdruck. Bei bestimmten Herz-Kreislauf-Krankheiten ist die Blutdruckamplitude höher als normal.Blutdruck, diastolischer
Blutdruck, diastolischer, Druck in den Arterien, der während der Herzdiastole gemessen wird und den niedrigsten Punkt der arteriellen Blutdruckkurve markiert.Blutdruckkrise
Blutdruckkrise, hypertensive → Krise.Sehen Sie auch: → Krise
Blutdruckmessung
Blutdruckmessung, Feststellung des (meist arteriellen) Blutdruckwertes. Die indirekte, nichtinvasive Blutdruckmessung wird mit einer aufblasbaren Manschette am Oberarm durchgeführt (→ Riva-Rocci-Apparat). Dazu wird die Manschette aufgepumpt, bis der Druck nicht mehr messbar ist. Durch langsames Ablassen der Luft wird mit einem → Stethoskop oder über eine digitale Anzeige der Blutdruck abgelesen. Der systolische Blutdruck entspricht dem Wert beim ersten tast- oder hörbaren Pulsschlag, der diastolische dem Wert beim letzten tast- oder hörbaren Pulsschlag. Bei der direkten, blutigen Blutdruckmessung erfolgt die Bestimmung des Drucks invasiv über einen in der Arterie liegenden Katheter. Vorteil der direkten Blutdruckmessung ist die größere Genauigkeit der Messwerte.Blutdrucksenkung
Blutdrucksenkung, die Senkung erhöhter Blutdruckwerte mit Hilfe von → Antihypertensiva. Auch → Hypertonie.Blutdruck, systolischer
Blutdruck, systolischer, Druck in den Arterien, der während der Herzsystole gemessen wird und den höchsten Punkt der arteriellen Blutdruckkurve markiert.Blutegel
Blutegel, Hirudo medicinalis, Blut saugender Ringelwurm, der zu therapeutischen Zwecken eingesetzt wird. In der Medizin angewendete Blutegel werden in Zuchtanstalten kultiviert. Auch → Blutegeltherapie.Sehen Sie auch: → Blutegeltherapie
Blutegeltherapie
Blutegeltherapie, Anwendung von Blutegeln zu therapeutischen Zwecken. Dabei werden bis zu einem Dutzend speziell zu medizinischen Zwecken gezüchtete Blutegel auf die Haut gesetzt, von denen jeder mehrere Milliliter Blut absaugt. Eine verlängerte Nachblutung wird durch gerinnungshemmende und blutverdünnende Blutegelwirkstoffe wie Hirudin, Hementin u. a. hervorgerufen. Die Blutegeltherapie entspricht einem milden Aderlass. Die Blutegeltherapie wird vor allem bei Venenerkrankungen, Gelenkbeschwerden, akutem Gichtanfall und hohem Blutdruck angewendet.Blutentnahme
Blutentnahme, Entnahme einer Blutprobe zur Labordiagnostik oder Therapie, z. B. für eine Bluttransfusion.1. venöse Blutentnahme durch Punktion einer Vene. 2. kapilläre Blutentnahme aus der Fingerbeere, dem Ohrläppchen oder bei Säuglingen aus der Ferse durch Einstich mit einer sterilen Lanzette. 3. arterielle Blutentnahme durch Arterienpunktion, meist der Arteria radialis oder Arteria femoralis, zur → Blutgasanalyse.Sehen Sie auch: → Blutgasanalyse
Bluter / Bluterin
Bluter / Bluterin, Patient, der unter → Hämophilie leidet.Sehen Sie auch: → Hämophilie
Bluterbrechen
Bluterbrechen, → Hämatemesis.Sehen Sie auch: → Hämatemesis
Blutergelenk
Blutergelenk, deformierende Gelenkerkrankung durch wiederholte Einblutung in die Gelenke bei Patienten mit → Hämophilie. Durch die Einblutungen wird die Ernährung des Gelenkknorpels beeinträchtigt. Die Folge sind degenerative Gelenkveränderungen, → Arthrose, Verschmälerung des Gelenkspaltes und Zystenbildung. Besonders häufig sind die Ellenbogen-, Knie-, Hand-, Hüft- und Sprunggelenke betroffen. Erste Gelenkbeschwerden können bereits bei Kindern mit Bluterkrankheit auftreten.Bluterguss
Bluterguss, → Hämatom.Sehen Sie auch: → Hämatom
Bluterkrankheit
Bluterkrankheit, → Hämophilie.Sehen Sie auch: → Hämophilie
Blutersatzflüssigkeit
Blutersatzflüssigkeit, Lösung, die z. B. bei größeren Blutverlusten intravenös verabreicht wird, um die Durchblutung der Organe zu gewährleisten und den Blutdruck aufrecht zu erhalten. Als Blutersatzflüssigkeiten (Plasmaexpander) werden u. a. physiologische Kochsalzlösung, → Ringerlösung oder → Dextran verwendet.Blutfaktor
Blutfaktor, erbliche Eigenschaft des Blutes, z.B. Blutgruppe oder Rhesusfaktor.Blutfaktor
Blutfaktor, → Blutgerinnungsfaktor.Sehen Sie auch: → Blutgerinnungsfaktor
Blutfarbstoff
Blutfarbstoff, → Hämoglobin.Sehen Sie auch: → Hämoglobin
Blutfette
Blutfette, die im Blut enthaltenen Fettstoffe, vor allem Cholesterin, Triglyzeride, Fettsäuren und Phosphatide. Auch → Fettstoffwechsel.Sehen Sie auch: → Fettstoffwechsel
Blutgasanalyse
Blutgasanalyse, Bestimmung der Atemgase Sauerstoff und Kohlendioxid im arteriellen, seltener auch im venösen Blut. Weiterhin können im Rahmen der Blutgasanalyse pH-Wert und die Sauerstoffsättigung des Blutes gemessen werden. Eine Blutgasanalyse wird vor allem bei Patienten mit Atemproblemen (z. B. Lungenerkrankungen) durchgeführt, um das Ausmaß der Gasaustauschstörung festzustellen.Blutgefäß
Blutgefäß, → Arterie, → Arteriole, → Kapillare, → Vene, → Venole.Blutgerinnsel
Blutgerinnsel, → Thrombus.Sehen Sie auch: → Thrombus
Blutgerinnung
Blutgerinnung, Hämostase,
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Blutgerinnungsfaktor
Blutgerinnungsfaktor, → Gerinnungsfaktor.Sehen Sie auch: → Gerinnungsfaktor
Blutgerinnungszeit
Blutgerinnungszeit, die Zeit zwischen der Blutentnahme und dem Beginn der Blutgerinnung durch Fibrinbildung. Die Blutgerinnungszeit stellt einen Suchtest auf Gerinnungsstörungen im endogenen Gerinnungssystem dar.Blutgeschwulst
Blutgeschwulst Blutschwamm, → Angiom, → Hämangiom.Blutgruppe
Blutgruppe,
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Blutgruppenantigen
Blutgruppenantigen, genetisch bestimmtes Blutgruppenmerkmal, das charakteristisch für eine einzelne Blutgruppe ist. Die Blutgruppenantigene liegen auf der Oberfläche der Erythrozytenmembran. Sie können mittels spezifischer Antikörper im Rahmen der Blutgruppenbestimmung nachgewiesen werden.Blutgruppenantikörper
Blutgruppenantikörper, Antikörper, die gegen Blutgruppenantigene gerichtet sind. Es wird unterschieden zwischen den regulären Isoagglutininen Anti-A und Anti-B, die physiologischerweise im Serum vorkommen, und den irregulären Blutgruppenantikörpern. Letztere bilden sich in der Schwangerschaft bei Rhesusunverträglichkeit zwischen Mutter und Kind (z. B. Anti-D) oder durch die Transfusion von unverträglichem Blut. Irreguläre Blutgruppenantikörper sind verantwortlich für → Transfusionszwischenfälle. Durch die Kreuzprobe wird die Blutgruppenverträglichkeit vor einer Transfusion mit Direktnachweis irregulärer Blutgruppenantikörper überprüft.Sehen Sie auch: → Transfusionszwischenfälle
Blutgruppenbestimmung
Blutgruppenbestimmung,
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Sehen Sie auch: → Agglutinationsreaktion
Blutgruppeninkompatibilität
Blutgruppeninkompatibilität Blutgruppenunverträglichkeit, → AB0-Inkompatibilität, → Rhesus-Inkompatibilität.Blutgruppenserologie
Blutgruppenserologie, ein Teilgebiet der Serologie, bei dem die Blutgruppen und ihre immunologischen Eigenschaften im Zentrum des Interesses stehen.Blutharn
Blutharn, → Hämaturie.Sehen Sie auch: → Hämaturie
Blut-Hirn-Schranke
Blut-Hirn-Schranke, für bestimmte Stoffe, vor allem für Proteine und lipoidunlösliche Substanzen undurchlässige Schranke zwischen den Blutgefäßen und dem Hirngewebe, die durch spezialisierte Zellen gebildet wird. Die Blut-Hirn-Schranke dient dem Schutz der Nervenzellen vor schädigenden Substanzen. Bei Sauerstoffmangel, hohem Fieber, Hirntumoren, Vergiftungen, Multipler Sklerose oder Infektionen kann die Blut-Hirn-Schranke vermehrt durchlässig sein.Bluthochdruck
Bluthochdruck, arterielle → Hypertonie.Sehen Sie auch: → Hypertonie
Bluthusten
Bluthusten, → Hämoptoe.Sehen Sie auch: → Hämoptoe
Blutkapillare
Blutkapillare, feinstes Blutgefäß. Auch → Kapillare.Sehen Sie auch: → Kapillare
Blutkonserve
Blutkonserve, Blut, das dem Blutspender unter sterilen Bedingungen entnommen und in Kunststoffbeuteln oder Glasflaschen kühl gelagert wird, bis man es für eine → Bluttransfusion braucht. Je nach Art der Blutkonserve (Frischblut, Vollblut, Konzentrate bestimmter Blutbestandteile) können die Proben einige Stunden bis zu mehreren Wochen gelagert werden.Sehen Sie auch: → Bluttransfusion
Blutkörperchen
Blutkörperchen, feste Bestandteile des Blutes, vor allem → Erythrozyten, → Leukozyten und → Thrombozyten. Im weiteren Sinn zählen auch die Vorstufen der reifen Blutzellen zu den Blutkörperchen.Blutkörperchensenkungsgeschwindigkeit
Blutkörperchensenkungsgeschwindigkeit, Abk. BSG oder BKS, Sinkgeschwindigkeit der roten Blutkörperchen in einer Blutprobe, die durch einen Zusatz ungerinnbar gemacht wurde. Die Blutprobe wird in ein schmales, senkrecht stehendes, graduiertes Glasröhrchen gefüllt. Der durch Absinken der Erythrozyten entstehende Plasmaüberstand wird nach einer und nach zwei Stunden abgelesen und in Millimetern angegeben. Normwerte liegen in der ersten Stunde bei drei bis acht Millimeter für Männer bzw. bei sechs bis elf Millimeter für Frauen, in der zweiten Stunde bei 5 bis 18 Millimeter bzw. bei 6 bis 20 Millimeter. Eine erhöhte Blutkörperchensenkungsgeschwindigkeit tritt u. a. bei Infekten, Entzündungen, rheumatischen Erkrankungen, Tumoren oder Blutkrankheiten auf.Blutkörperchensenkungsgeschwindigkeitsreaktion
Blutkörperchensenkungsgeschwindigkeitsreaktion, Abk. BSR, → Blutkörperchensenkungsgeschwindigkeit.Sehen Sie auch: → Blutkörperchensenkungsgeschwindigkeit
Blutkrankheit
Blutkrankheit, → Hämopathie.Sehen Sie auch: → Hämopathie
Blutkrebs
Blutkrebs, Sammelbezeichnung für bösartige Erkrankungen des Blutes, d. h. der roten und weißen Blutzellen im Knochenmark oder im Lymphsystem. Die wichtigste Gruppe stellen die → Leukämien (weißer Blutkrebs) dar.Sehen Sie auch: → Leukämien
Blutkreislauf
Blutkreislauf, das Kreisen des Blutes im Körper. Zum Blutkreislauf gehören die Arterien, die Kapillaren, die Venen und das Herz. Das Herz dient als Pumpe, die den ständigen Blutfluss aufrecht erhält. Im Blutkreislauf des Erwachsenen fließt arterielles (sauerstoffreiches) Blut vom linken Herzen in den Körperkreislauf und verteilt sich über Arterien, Arteriolen und Kapillaren in den Organen und Geweben. Dort wird der Sauerstoff vom Gewebe aufgenommen, im Austausch dafür nimmt das Blut Kohlendioxid auf. Das venöse (sauerstoffarme) Blut gelangt über Venolen und Venen ins rechte Herz, von wo es über die Lungenarterien in den Lungenkreislauf gepumpt wird. Das Blut wird in den Lungen mit Sauerstoff angereichert und fließt dann über die Lungenvene ins linke Herz. Beim ungeborenen Kind wird das Blut noch nicht in der Lunge, sondern in der Plazenta mit Sauerstoff angereichert, deshalb wird ein großer Teil des Blutes an der Lunge vorbeigeleitet: Das Blut gelangt vom rechten Herzen über eine Verbindung zwischen der Lungenarterie und der Aorta (Ductus arteriosus botalli) direkt in den Körperkreislauf. Der Ductus arteriosus verschließt sich normalerweise wenige Stunden nach der Geburt. Außerdem sorgt beim ungeborenen Kind auch das offene Foramen ovale zwischen den beiden Herzvorhöfen dafür, dass Blut aus dem rechten Vorhof direkt in den linken Vorhof fließt und der Lungenkreislauf damit umgangen wird. Auch das Foramen ovale verschließt sich nach der Geburt durch die Änderungen der Druckverhältnisse im Blutkreislauf automatisch. Von der Aorta des Fetus zweigen zwei Nabelarterien ab, die sauerstoffarmes Blut zur Plazenta transportieren. Das sauerstoffreiche Blut fließt über die Nabelvene von der Plazenta in den Körperkreislauf zurück.Blutkuchen
Blutkuchen, → Thrombus.Sehen Sie auch: → Thrombus
Blutkultur
Blutkultur, Methode zum Nachweis von Bakterien, die sich z. B. bei einer → Sepsis in der Blutbahn befinden. Dabei wird das Blut auf einem speziellen Nährmedium ausgestrichen und im Wärmeschrank bei 37°C inkubiert. Nach einer bestimmten Zeit (meist 24 Stunden) wird geprüft, ob sich die Bakterien auf dem Nährmedium vermehrt haben.Sehen Sie auch: → Sepsis
Blutleere
Blutleere, → Ischämie.Sehen Sie auch: → Ischämie
Blut-Liquor-Schranke
Blut-Liquor-Schranke, funktionelle Barriere, die im Plexus choroidei und den Blutgefäßen des Gehirns lokalisiert ist. Diese Schranke zwischen den Blutgefäßen und den Liquorräumen ist für die Zusammensetzung des Liquors mitverantwortlich. Da Substanzen aus der Blutbahn nicht ungehindert in den Liquor gelangen können, muss z. B. bei der Antibiotikaauswahl zur Behandlung eines Hirninfektes auf Liquorgängigkeit geachtet werden.Blutmole
Blutmole, ein → Abortivei, das nach dem Absterben nicht ausgestoßen wird und bei dem es zur Blutung in die Eihöhle kommt. Eine Blutmole kann über längere Zeit in der Gebärmutter bleiben und unter Umständen zu Komplikationen wie Entzündungen, Blutungen oder wiederholten Fehlgeburten führen. Die Therapie besteht in einer Ausschabung der Gebärmutter.Sehen Sie auch: → Abortivei
Blutnachweis
Blutnachweis, der Nachweis von Blutspuren, z. B. in der Gerichtsmedizin oder in der Medizin zur Diagnose von Krankheiten. Oft ist eine Blutbeimengung zu Körperflüssigkeiten wie Stuhl, Urin oder Liquor cerebrospinalis nicht mit bloßem Auge sichtbar. Dann müssen Bestandteile des Blutes mit chemischen Tests aufgespürt werden, z. B. mit Farbreaktionen. Blutkörperchen können mithilfe des Mikroskops nachgewiesen werden.Blut, okkultes
Blut, okkultes, Blutbeimengungen im Stuhl oder Urin, die mit bloßem Auge nicht sichtbar sind, die aber durch chemische Reaktionen nachgewiesen werden können. Okkultes Blut im Stuhl kann auf einen Darmtumor hinweisen. Auch → Haemoccult-Test, → Mikrohämaturie.Blutpfropf
Blutpfropf, → Thrombus, → Embolus.Blut-pH
Blut-pH, Bezeichnung für den Säuregehalt des Blutes. Der Blut-pH liegt normalerweise im schwach alkalischen Bereich zwischen 7,38 und 7,42. Auch → pH.Sehen Sie auch: → pH
Blutplasma
Blutplasma, Plasma, die nach Entfernung der Blutkörperchen zurückbleibende Blutflüssigkeit, die im Unterschied zum Blutserum Fibrinogen enthält. Blutplasma besteht aus Wasser, in dem Proteine, Salze, Glucose, Harnstoff und zahlreiche andere Substanzen gelöst sind.Blutplättchen
Blutplättchen, → Thrombozyt.Sehen Sie auch: → Thrombozyt
Blutprobe
Blutprobe, eine kleine Menge Blut, die einem Patienten entnommen und anschließend untersucht wird. Art und Menge der im Blut enthaltenen Substanzen und Blutkörperchen können Hinweise auf verschiedene Krankheitsbilder geben. In einer routinemäßigen Blutprobe werden u. a. der Hämoglobingehalt des Blutes, die Anzahl der Erythrozyten, der Thrombozyten und der Leukozyten sowie die wichtigsten Elektrolyte wie Kalium und Natrium bestimmt. In einer Blutprobe lassen sich auch von außen zugeführte Substanzen wie Medikamente, Drogen oder Alkohol nachweisen.Blutreinigung
Blutreinigung, Entfernung schädlicher Bestandteile wie harnpflichtige Substanzen, Fette, Gifte oder andere pathogene Stoffe aus dem Blut mittels → Dialyse, → Hämoperfusion oder → Plasmapherese aus dem Blut.Blutschorf
Blutschorf, Kruste, die sich bei intakter Blutgerinnung über einer Wunde oder Verletzung bildet. Der Schorf besteht hauptsächlich aus Thrombozyten, Fibrin und Erythrozyten.Blutschwamm
Blutschwamm, → Hämangiom.Sehen Sie auch: → Hämangiom
Blutsenkungsreaktion
Blutsenkungsreaktion, → Blutkörperchensenkungsgeschwindigkeit.Sehen Sie auch: → Blutkörperchensenkungsgeschwindigkeit
Blutserum
Blutserum, Serum, eine klare, leicht gelbliche Flüssigkeit, die bei der Abtrennung von festen Blutbestandteilen (Blutzellen) übrig bleibt und im Unterschied zum → Blutplasma kein Fibrinogen enthält. Auch → Immunserum, → Impfserum, → Blut.Blutspende
Blutspende, Blutentnahme zur Gewinnung einer Blutkonserve, z. B. als Eigenblutspende vor Operationen mit möglichem Blutverlust oder als Fremdblutspende zur → Bluttransfusion, zu Forschungszwecken oder zur industriellen Verwendung.Sehen Sie auch: → Bluttransfusion
Blutspender
Blutspender, eine Person, die sich Blut abnehmen lässt, das später für eine Transfusion oder zur Herstellung von industriellen Blutprodukten verwendet werden kann. Die meisten gesunden Erwachsenen sind als Blutspender geeignet. Allerdings gelten für Blutspender bestimmte Vorschriften, z. B. dass sie sich keinen Situationen aussetzen, in welchen das Risiko für die Übertragung von Krankheitserregern wie HI- oder Hepatitis-Viren erhöht ist. Ungeeignet als Blutspender sind z. B. untergewichtige Personen oder Menschen, die eine Blutentnahme schlecht vertragen. Besonders gefragt als Blutspender sind Menschen mit einer seltenen Blutgruppe.Blutspendewesen
Blutspendewesen, allgemeiner Begriff für das durch die Blutspendedienste organisierte System der Versorgung der Krankenhäuser mit Blutpräparaten. Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) hat mehrere überregionale Blutspendedienste, hinzu kommen Dienste, die den Krankenhäusern direkt unterstehen. Das Blutspendewesen umfasst die Blutspende von gesunden Spendern, die Verarbeitung, Untersuchung, Aufbewahrung, die Auswahl geeigneter Konserven, Verteilung sowie Beratung der Krankenhäuser in schwierigen Fällen. Dafür ist in der Regel ein ärztlicher Bereitschaftsdienst eingerichtet, der rund um die Uhr zur Verfügung steht.Blutspiegel
Blutspiegel, die Konzentration von körpereigenen oder von außen in den Körper eingebrachten Substanzen im Blut. Die regelmäßige Kontrolle des Medikamenten-Blutspiegels ist bei verschiedenen medikamentösen Therapien sehr wichtig.Blutspucken
Blutspucken, → Hämoptoe.Sehen Sie auch: → Hämoptoe
Blutstammzelle
Blutstammzelle, Urzelle (→ Stammzelle) im Knochenmark; aus der pluripotenten Stammzelle können sich im Rahmen der → Blutbildung alle Zelllinien entwickeln (Erythrozyten, Leukozyten, Lymphozyten und Thrombozyten), aus der monopotenten Stammzelle nur eine bestimmte.Blutstau
Blutstau, die Stauung von Blut in einem Organ, wenn der Blutabfluss vermindert ist. Zu einem Blutstau kommt es z. B. bei einer tiefen Venenthrombose im Bein oder bei einer Rechtsherzinsuffizienz in der Leber. Das gestaute Organ ist geschwollen und hat eine blaurötliche Farbe. Unter Umständen können Ödeme auftreten, weil Flüssigkeit aus dem gestauten Blut ins Gewebe übertritt. Auch → Hyperämie.Sehen Sie auch: → Hyperämie
blutstillendes Mittel
blutstillendes Mittel, → Hämostyptikum.Sehen Sie auch: → Hämostyptikum
Blutstillung
Blutstillung, 1. spontane Blutstillung durch Zusammenwirken der einzelnen Faktoren des Gerinnungssystems im Rahmen der → Blutgerinnung. 2. therapeutische Maßnahmen zur Blutstillung wie Gefäßumstechungen, Wundnaht, Druckverband, Gefäß- oder Wundkoagulation durch Laseranwendung, Diathermie oder Elektrokauterisation. 3. Blutstillung in der Geburtshilfe bei atonischen Blutungen durch bestimmte Handgriffe. 4. Anwendung blutstillender Mittel, Gabe von Gerinnungsfaktoren oder Frischbluttransfusion bei Gerinnungsstörungen.Sehen Sie auch: → Blutgerinnung
Blutstuhl
Blutstuhl, → Melaena.Sehen Sie auch: → Melaena
Blutsturz
Blutsturz, plötzlich einsetzende starke Blutung, meistens aus dem Mund, z. B. als → Hämoptoe bei Erkrankungen der Bronchien oder der Lungen, als → Hämatemesis bei Blutungen in der Speiseröhre (z. B. bei Ösophagusvarizen) oder im Magen sowie aus dem Darm oder der Vagina (z. B. durch eine vorliegende Plazenta bei der Geburt; → Plazenta praevia).Bluttest, elektromagnetischer
Bluttest, elektromagnetischer, Abk. EMB, komplementärmedizinischer Test zur Erkennung elektromagnetischer "Krankheitsschwingungen" im Blut der Patienten. Diese Krankheitsschwingungen sollen durch die Wahl geeigneter Medikamente ausgeglichen werden.Bluttests
Bluttests, umgangssprachliche Bezeichnung für die labordiagnostische Untersuchung einer Blutprobe.Bluttransfusion
Bluttransfusion, Transfusion, intravenöse Gabe einer → Blutkonserve bei akuten oder chronischen Blutverlusten, Blutkrankheiten oder Blutgerinnungsstörungen. Es stehen Konserven mit einzelnen Blutbestandteilen (Erythrozyten, Leukozyten oder Thrombozyten) sowie Vollblutkonserven zur Verfügung. Wichtigste Voraussetzung ist die Blutgruppenübereinstimmung zwischen Empfänger und Spender, um Transfusionszwischenfälle zu vermeiden. Die Übertragung von Krankheitserregern durch eine Bluttransfusion ist prinzipiell möglich. Deshalb werden alle Blutspenden auf eine Reihe von Krankheitserregern getestet (z. B. HIV, Hepatitis-B- und C-Viren). Auch → autologe Bluttransfusion.Bluttransfusion, autologe
Bluttransfusion, autologe, Eigenbluttransfusion, die Rückübertragung von Blut an den Spender. Durch die Blutentnahme wird die Neubildung von Erythrozyten angeregt. Vor einer geplanten Operation kann einem Patienten z. B. eine begrenzte Menge Blut entnommen und bei Bedarf rücktransfundiert werden. Der Vorteil der Eigenbluttransfusion liegt darin, dass eine Unverträglichkeitsreaktion oder die Übertragung von Krankheitserregern ausgeschlossen ist.Blutung
Blutung, Hämorrhagie, Blutaustritt aus den Gefäßen in das umgebende Gewebe durch Gefäßverletzungen, Veränderungen der Gefäßdurchlässigkeit oder Blutgerinnungsstörungen.Blutung, atonische
Blutung, atonische, eine Blutung aus einem atonischen Uterus nach der Geburt. Normalerweise zieht sich die Gebärmutter nach der Geburt des Kindes zusammen, dadurch werden die verletzten Gefäße abgeschnürt und es erfolgt eine natürliche Blutstillung. Bei der atonischen Blutung bleibt der Uterus schlaff, und das Blut fließt ungehindert aus den verletzten Gefäßen. Eine starke atonische Blutung kann für die betroffene Frau lebensbedrohend sein, wenn nicht sofort blutstillende Maßnahmen ergriffen werden.Blutung, dysfunktionelle
Blutung, dysfunktionelle, gynäkologische Blutung außerhalb des Menstruationszyklus, z. B. in der Menopause oder während einer Schwangerschaft.Blutung, funktionelle
Blutung, funktionelle, die normale Blutung aus der Gebärmutter während der Menstruation.Blutung, gastrointestinale
Blutung, gastrointestinale, Blutung im Magen oder im Dünndarmbereich. Die Blutung kann dabei sowohl von einer Vene als auch von einer Arterie ausgehen.Blutung, intraabdominale
Blutung, intraabdominale, eine Blutung in die freie Bauchhöhle, z. B. bei einer Perforation des Darms. Eine intraabdominale Blutung führt durch die Reizung des Bauchfells zu einer Peritonitis (Bauchfellentzündung).Blutung, intrakranielle
Blutung, intrakranielle, eine Blutung innerhalb des Schädels. Je nach Blutungsort unterscheidet man eine Epiduralblutung, eine → Subarachnoidalblutung oder eine Blutung innerhalb des Gehirns (intrazerebrale Blutung).Sehen Sie auch: → Subarachnoidalblutung
Blutung, juvenile
Blutung, juvenile, die Menstruationsblutung bei jungen Mädchen während der ersten Jahre nach der ersten Menstruation. Juvenile Blutungen sind oft sehr unregelmäßig und dauern übermäßig lange oder nur sehr kurz. Grund dafür sind die hormonellen Schwankungen in den ersten Jahren nach der → Menarche.Sehen Sie auch: → Menarche
Blutungsbereitschaft, erhöhte
Blutungsbereitschaft, erhöhte, hämorrhagische → Diathese.Sehen Sie auch: → Diathese
Blutungszeit
Blutungszeit, Zeit zwischen einer durch Stichinzision künstlich gesetzten Verletzung und dem Stillstand der Blutung. In der Regel liegt die Blutungszeit zwischen zwei und fünf Minuten. Beeinflusst wird die Blutungszeit durch Einnahme gerinnungshemmender Medikamente, durch die Thrombozytenzahl und -funktion, durch Blutgerinnungsfaktoren und Gefäßkomponenten. Die Bestimmung der Blutungszeit stellt einen Suchtest bei Verdacht auf Gerinnungsstörungen dar.Blutung, vaginale
Blutung, vaginale, Oberbegriff für Blutungen aus der Scheide. Vaginale Blutungen können z. B. als zyklische Blutungen während der Menstruation oder als azyklische Blutungen unabhängig von der Menstruation einsetzen.Blut, venöses
Blut, venöses, in den Körpervenen bzw. Lungenarterien zirkulierendes, kohlendioxidreiches, sauerstoffarmes Blut. Das venöse Blut ist dunkler als das arterielle.Blutverdünnung
Blutverdünnung, → Hämodilution, → Antikoagulation.Blutvergiftung
Blutvergiftung, → Sepsis.Sehen Sie auch: → Sepsis
Blutverlust
Blutverlust, der Verlust von Blut aus dem Kreislauf. Ein Blutverlust entsteht infolge einer → Blutung. Der Organismus ersetzt das verlorene Blut zunächst durch Wasser aus dem Gewebe. Danach erst werden auch die Blutkörperchen ersetzt (erhöhte Produktion im Knochenmark). Wie rasch ein Blutverlust kompensiert werden kann, hängt vom Ausmaß des Blutverlusts, dem Alter und dem Gesundheitszustand des betroffenen Patienten ab. Bei kleineren Blutverlusten reichen drei bis fünf Tage zur Wiederherstellung des normalen Blutvolumens. Die Gefahr des Verblutens besteht ab einem Blutverlust von ca. einem Liter Blut. Ein Blutverlust von der Hälfte des Blutvolumens endet in der Regel tödlich, wenn nicht von außen ein Blutersatz zugeführt wird (Bluttransfusion).Sehen Sie auch: → Blutung
Blutvolumen
Blutvolumen, gesamte Blutmenge, die im Organismus zirkuliert. Das Blutvolumen beträgt zwischen vier und sechs Litern beim Erwachsenen bzw. 57-64 Milliliter pro Kilogramm Körpergewicht bei Frauen und 69-70 Milliliter pro Kilogramm Körpergewicht bei Männern.Blutwäsche
Blutwäsche, → Hämodialyse.Sehen Sie auch: → Hämodialyse
Blutzubereitungen
Blutzubereitungen, als Arzneimittel zu verwendende Präparate, die für die Behandlung bestimmter Erkrankungen aus Blut hergestellt werden. Dazu zählen Vollblut- und Plasmakonserven sowie Konzentrate einzelner Blutbestandteile wie Thrombozyten, Erythrozyten oder Gerinnungsfaktoren.Blutzucker
Blutzucker, Zuckerspiegel, Blutzuckerspiegel,
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Blutzuckerbelastungsprobe
Blutzuckerbelastungsprobe, → Glukosetoleranztest.Sehen Sie auch: → Glukosetoleranztest
Blutzuckerspiegel
Blutzuckerspiegel, → Blutzucker.Sehen Sie auch: → Blutzucker
B-Lymphozyt
B-Lymphozyt, B-Zelle, Zelle, die hauptsächlich im Knochenmark, der Milz und den Lymphknoten gebildete Untergruppe der → Leukozyten. Aus den B-Lymphozyten gehen die Antikörper produzierenden → Plasmazellen und die → Gedächtniszellen hervor. Auch → Lymphozyt.BMG
BMG, Abk. für → Bundesministerium für Gesundheit bzw. Bundesministerin oder Bundesminister für Gesundheit.Sehen Sie auch: → Bundesministerium für Gesundheit
BMI
BMI, Abk. für → Bodymass-Index.Sehen Sie auch: → Bodymass-Index
BNS-Krämpfe
BNS-Krämpfe, Abk. für → Blitz-Nick-Salaam-Krämpfe.Sehen Sie auch: → Blitz-Nick-Salaam-Krämpfe
Bobath-Methode
Bobath-Methode, therapeutisches Verfahren zur Anbahnung von Bewegungs- und Haltereflexmustern, zur Normalisierung des Muskeltonus und zur Unterdrückung krankhafter Muskelreflexe bei Patienten mit Gehirnschäden. Die Bobath-Methode wird vor allem nach Schlaganfällen oder bei der infantilen Zerebralparese zur Besserung der Spastik eingesetzt.Bodymass-Index
Bodymass-Index,
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Boeck-Krankheit
Boeck-Krankheit, → Sarkoidose.Sehen Sie auch: → Sarkoidose
Bogengang
Bogengang, in den drei Ebenen des Raumes, nämlich nach vorne, hinten und horizontal angeordneter, bogenförmiger Teil des Gleichgewichtsorgans (→ Vestibularapparat) im Innenohr. Die Bogengänge bestehen aus häutigen und knöchernen Anteilen und enthalten eine Flüssigkeit, die → Endolymphe.Bogenskotom
Bogenskotom, → Bjerrum-Skotom.Sehen Sie auch: → Bjerrum-Skotom
Böhler-Reposition
Böhler-Reposition, eine Maßnahme zur Reposition (Wiedereinrichten) eines ausgekugelten Hüftgelenks. Der Patient liegt dabei angegurtet auf einer Unterlage. Ein Gurt wird um das Knie des Patienten und um den Hals des Arztes gelegt. Das Bein des Patienten wird im Knie und in der Hüfte rechtwinklig gebeugt. Wenn sich der Arzt nun aufrichtet, übt dies einen Zug auf das Hüftgelenk aus, unter dem eine Reposition des Hüftkopfs möglich wird.Bohnenkrankheit
Bohnenkrankheit, → Favismus.Sehen Sie auch: → Favismus
Bohr-Atommodell
Bohr-Atommodell, ein Modell zur Beschreibung des Wasserstoffatoms. Das Bohr-Atommodell entstand im Jahr 1913, später wurde es erweitert, damit auch komplexere Atome damit beschrieben werden können. In dem Bohr-Atommodell geht man davon aus, dass sich die Elektronen eines Atoms in stationären Kreisbahnen um den Atomkern bewegen. Es bestehen unterschiedliche Energieniveaus (»Schalen«). Auf der innersten Schale können sich höchstens zwei Elektronen aufhalten, dann ist die Schale »voll«. In der zweiten Schale haben acht Elektronen Platz. Die Elektronen der innersten Schale sind am stärksten an den Atomkern gebunden, die Elektronen der äußersten Schale am wenigsten. Beim »Springen« von Elektronen von einer Schale in eine andere wird entweder Energie frei (beim Sprung in eine tiefere Schale) oder muss Energie aufgewendet werden (beim Sprung in eine höhere Schale). Mithilfe des Bohr-Atommodells lassen sich viele Reaktionen von Atomen beschreiben.Bolus
Bolus, Bissen.Bolus
Bolus, große Pille.Bolus
Bolus, schnelle intravenöse Injektion (Bolusinjektion).Bolus alba
Bolus alba, weißer Ton in Pulverform. Bolus alba wird als Grundmasse für die Herstellung von Tabletten sowie als Adsorbens verwendet.Bolustod
Bolustod, plötzlicher Tod durch Verlegung der Atemwege, vor allem durch Verlegung des Kehlkopfes durch einen Fremdkörper wie z. B. eine Zahnprothese oder einen Speisebrocken. Durch einen vagalen Reflex kann es zu einem plötzlichen Herz-Kreislauf-Stillstand kommen.Booster-Effekt
Booster-Effekt, Sekundärantwort, verstärkte, lebhafte Immunantwort des Organismus bei wiederholtem Kontakt mit einem Antigen. Die Antikörperbildung läuft im Gegensatz zur → Primärantwort beschleunigt ab. Der Booster-Effekt wird bei Auffrischimpfungen genutzt.Sehen Sie auch: → Primärantwort
Bor
Bor, ein chemisches Element, das natürlicherweise als Borsäure und als Borax (Borsalz) vorkommt. Bor ist außerordentlich hart.Borax
Borax, borsaures Natrium, Salz der Borsäure.Borderline-Syndrom
Borderline-Syndrom, psychische Störung, die sich im Grenzbereich zwischen narzisstischer Störung und Psychose bewegt. Im Gegensatz zur Psychose besteht bei Borderline-Patienten kein längerfristiger Realitätsverlust.Bordetella
Bordetella, gramnegatives Stäbchenbakterium. Zur Gruppe der Bordetella zählen u. a. Bordetella pertussis, der Erreger des Keuchhustens, und Bordetella parapertussis, der Erreger einer keuchhustenähnlichen Erkrankung.Borrelia
Borrelia, Bakteriengattung, die zur Gruppe der → Spirochäten zählt. Borrelia ist ein großes, spiraliges, schraubenförmig bewegliches Bakterium.Sehen Sie auch: → Spirochäten
Borrelia burgdorferi
Borrelia burgdorferi, zur Gruppe der → Spirochäten zählendes Bakterium, das durch Zeckenbiss übertragen wird und eine → Borreliose auslöst.Borreliose
Borreliose, eine Erkrankung, die durch Borrelia-Bakterien ausgelöst wird. Im engeren Sinn versteht man darunter die → Lyme-Borreliose. Eine weitere Borreliose ist das so genannte Rückfallfieber, das sich durch wiederholte Fieberschübe, eine Schwellung von Milz und Leber sowie Allgemeinsymptome wie Kopf- und Gliederschmerzen auszeichnet. Erreger sind Borrelia recurrentis (Übertragung durch Läuse) und Borrelia duttoni (Übertragung durch Zecken). Das Rückfallfieber wird mit Antibiotika behandelt.Sehen Sie auch: → Lyme-Borreliose
Borsäure
Borsäure, schwache Säure, die als Desinfektionsmittel angewendet wird.bösartig
bösartig, → maligne.Sehen Sie auch: → maligne
Bösartigkeit
Bösartigkeit, → Malignität.Sehen Sie auch: → Malignität
Botenstoff
Botenstoff, → Transmitter.Sehen Sie auch: → Transmitter
Botulinustoxin
Botulinustoxin, hochgiftiges Bakteriengift, das von Clostridium botulinum unter anaeroben Bedingungen in verdorbenen Lebensmitteln produziert wird. Das Botulinustoxin ist hitzeempfindlich und kann durch 10- bis 15-minütiges Kochen zerstört werden. Auch → Botulismus. Da das Botulinustoxin einen erhöhten Muskeltonus vermindern kann, wird es therapeutisch seit den 1980er Jahren u.a. zur Behandlung spastisch bedingter Bewegungsstörungen (Dystonien, spastische Parese) und zur Therapie der Hyperhidrosis (vermehrte Schweißbildung) eingesetzt. In der Kosmetik wird Botulinustoxin zur Reduzierung von Gesichtsfalten eingesetzt, da es die unter der Haut liegenden Muskeln lähmt. Die Wirkung hält jeweils rund 5 Monate an.Sehen Sie auch: → Botulismus
Botulismus
Botulismus, gefährliche Lebensmittelvergiftung durch ein Gift (Botulinustoxin), das von dem Bakterium → Clostridium botulinum vor allem in verdorbenen Konserven, Fleisch, Fisch und Gemüse gebildet wird. Innerhalb von Stunden bis Tagen nach dem Genuss der verdorbenen Lebensmittel treten Übelkeit, Verstopfung und Erbrechen auf. Hinzu treten Sehstörungen, Mundtrockenheit sowie Sprech- und Schluckstörungen. Sie führt infolge einer zentralen Atemlähmung zum Tod. Eine Heilung ist nur durch die sofortige Gabe von Botulinumgegengift und Abführmitteln sowie eine Magenspülung und notfalls künstliche Beatmung möglich.Sehen Sie auch: → Clostridium botulinum
Bougie
Bougie, stabförmiges Instrument, mit dem Engstellen im Körper aufgedehnt werden.Bougierung
Bougierung, Aufdehnung von Engstellen im Körper mit speziellen Instrumenten, den → Bougies.Sehen Sie auch: → Bougies
Bouillon
Bouillon, kochsalzhaltige Fleischbrühe aus mit Fleischstücken gekochtem Wasser.Bouillon
Bouillon, Nährlösung, auf der Bakterien gezüchtet werden können (Nährbouillon).Boutonneuse-Krankheit
Boutonneuse-Krankheit, eine tropische Infektionskrankheit, die durch Rickettsien ausgelöst und von Zecken übertragen wird. Symptome sind hohes Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen, Hautausschlag und Bindehautentzündungen.bovin
bovin, vom Rind abstammend, das Rind betreffend.Bowman-Kapsel
Bowman-Kapsel, eine becherförmige Struktur, die jeden → Glomerulus in der Niere umgibt und den ersten Abschnitt eines Harnkanälchens bildet.Sehen Sie auch: → Glomerulus
Boxerstellung
Boxerstellung, die Bezeichnung für die Stellung des Patienten bei einer schrägen Thoraxaufnahme: Die linke Körperseite des Patienten ist nach vorne gedreht (ähnlich wie die Körperhaltung eines angreifenden Boxers).BPH
BPH, Abk. für benigne → Prostatahyperplasie.Sehen Sie auch: → Prostatahyperplasie
brachi...
brachi..., Wortteil mit der Bedeutung Arm.Brachialgie
Brachialgie, im weiteren Sinn Schmerzen in den Armen. Im engeren Sinn werden Nervenschmerzen als Brachialgie bezeichnet, die vor allem durch Halswirbelsäulenveränderungen sowie Schädigung oder Entzündung von Nerven im Halsbereich hervorgerufen werden.brachialis
brachialis, zum Arm gehörend.Brachium
Brachium, Arm, Oberarm.Brachium
Brachium, im Gehirn Bezeichnung für die Verbindung vom Mittelhirn zum Metathalamus.brachy...
brachy..., Wortteil mit der Bedeutung kurz.Brachydaktylie
Brachydaktylie, Kurzfingrigkeit, die Verkürzung von Fingern oder Zehen. Eine Brachydaktylie tritt meist als erbliche Missbildung auf und kann mit weiteren Fehlbildungen assoziiert sein.Brachyzephalus
Brachyzephalus, eine Kopfform mit abgeflachtem Hinterkopf, z. B. bei Kindern mit → Down-Syndrom.Sehen Sie auch: → Down-Syndrom
brady...
brady..., Vorsilbe mit der Bedeutung "träge", "langsam".Bradyarrhythmie
Bradyarrhythmie, sehr langsamer Herzschlag mit einer Frequenz unter 50 Schlägen pro Minute ohne erkennbaren Rhythmus. Eine Bradyarrhythmie kommt vor allem bei → Vorhofflimmern oder → Vorhofflattern mit AV-Block vor.Bradydiadochokinese
Bradydiadochokinese, eine Verlangsamung der → Diadochokinese. Eine Bradydiadochokinese kann ein Hinweis auf eine Störung des Kleinhirns sein.Sehen Sie auch: → Diadochokinese
Bradykardie
Bradykardie, langsamer Herzschlag mit oder ohne Arrhythmie. Die Herzfrequenz liegt unter 60 Schlägen pro Minute. Eine Bradykardie kann physiologisch als Sinusbradykardie bei Sportlern oder im Schlaf auftreten. Eine krankhafte Bradykardie kann durch eine Schilddrüsenunterfunktion, Unterkühlung, Vergiftung, im Rahmen einer medikamentösen Therapie (z. B. mit Betablockern oder Herzglykosiden) oder durch Erregungsbildungs- oder Erregungsleitungsstörungen im Herzen bedingt sein. Je nach Ursache und Ausprägung der Bradykardie kann eine medikamentöse Therapie ausreichen oder die Implantation eines Herzschrittmachers notwendig sein. Die physiologische Bradykardie ist nicht behandlungspflichtig.Bradykinesie
Bradykinesie, die Verlangsamung der Bewegungen, z. B. bei Erkrankungen, die mit Bewegungsstörungen einhergehen (Parkinson-Syndrom) oder bei psychischen Krankheiten.Bradykinin
Bradykinin, Gewebehormon, das an der Entstehung und Unterhaltung von Entzündungsreaktionen beteiligt ist. Bradykinin wirkt blutdrucksenkend, erhöht die Durchlässigkeit der Kapillaren und führt zu einer Kontraktion der glatten Muskulatur.Bradypnoe
Bradypnoe, eine verlangsamte Atmung, bei der die Atemfrequenz unter zwölf Atemzügen pro Minute liegt.bradytroph
bradytroph, mit einem verlangsamten Stoffwechsel einhergehend.bradytrophes Gewebe
bradytrophes Gewebe, kapillarfreies oder nur mit wenigen Kapillaren versorgtes Gewebe mit einem deutlich verlangsamten Stoffwechsel. Der Stoffaustausch findet vor allem durch Diffusion statt. Zu den bradytrophen Geweben zählen z. B. Knorpel, Augenlinse und Hornhaut.Brailleschrift
Brailleschrift, → Blindenschrift.Sehen Sie auch: → Blindenschrift
Brand
Brand, → Gangrän.Sehen Sie auch: → Gangrän
Brandblase
Brandblase, unterhalb der → Epidermis gelegene Ansammlung seröser Flüssigkeit, die bei einer Verbrennung zweiten Grades entsteht.Sehen Sie auch: → Epidermis
Brandsalbe
Brandsalbe, früher häufig zur Behandlung von Brandverletzungen eingesetzte Salbe. Die Anwendung ist aber umstritten, da bei schweren Verbrennungen die Anwendung einer Salbe zu Infektionen führen kann.Brandwunde
Brandwunde, Wunde, die durch eine → Verbrennung zweiten oder dritten Grades hervorgerufen wird. Je nach Schwere der Verbrennung heilt die Brandwunde mit oder ohne Narbenbildung ab.Sehen Sie auch: → Verbrennung
Bräune
Bräune, vermehrte Pigmentierung der Haut. Bräune kann bei dunkelhäutigen Menschen konstitutionell bedingt oder durch Sonnenbestrahlung erworben sein, aber auch mit verschiedenen Erkrankungen einhergehen, z. B. → Morbus Addison oder → Hämochromatose.Braun-Schiene
Braun-Schiene, eine Schiene zur Lagerung des Beins. Dabei sind Knie- und Sprunggelenk in physiologischer Funktionsstellung.Brechdurchfall
Brechdurchfall,
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Brechen
Brechen, Erbrechen, → Emesis.Sehen Sie auch: → Emesis
Brechen
Brechen, das Auseinanderbrechen eines Knochens. Auch → Fraktur.Sehen Sie auch: → Fraktur
Brechkraft
Brechkraft, Kehrwert der Brennweite einer Linse. Die Einheit der Brechkraft ist die → Dioptrie.Sehen Sie auch: → Dioptrie
Brechmittel
Brechmittel, → Emetikum.Sehen Sie auch: → Emetikum
Brechnuss
Brechnuss, Strychnos nux-vomica, Pflanze, die zur Familie der Loganiaceae gehört. Die getrockneten Samen werden zur Behandlung von Magen-Darm-Erkrankungen, Muskelschwäche und Herzbeschwerden eingesetzt. Bei Leberschäden kann der Wirkstoff Strychnin nicht ausreichend abgebaut werden, sammelt sich im Organismus an und führt zu Vergiftungen. Verwendung findet die Brechnuss deshalb vor allem in homöopathischer Zubereitung zur Behandlung von Rheuma, Magen-Darm-Beschwerden und psychischen Erkrankungen.Brechreiz
Brechreiz, reflexartiger Schutzmechanismus, der beim Schlucken unverträglicher Substanzen zum Erbrechen führt. Der Brechreiz wird auch bei Berührung der Rachenhinterwand ausgelöst. Übelkeit und Brechreiz sind Symptome zahlreicher Erkrankungen.Brechung
Brechung, → Refraktion.Sehen Sie auch: → Refraktion
Brechungsfehler
Brechungsfehler, → Ametropie.Sehen Sie auch: → Ametropie
Brechwurzel
Brechwurzel, Radix ipecacuanhae, Pflanze aus der Familie der Rötegewächse, deren Wurzeln eine schleimlösende Wirkung hat. Angewendet wird die Brechwurzel vor allem bei akuter und chronischer Bronchitis. In hohen Dosen ruft die Brechwurzel starke Durchfälle und Erbrechen hervor, weshalb sie auch bei Vergiftungen zur beschleunigten Giftausscheidung eingesetzt wird. In homöopathischer Dosierung wird die Brechwurzel vor allem zur Behandlung von Durchfällen, Bronchitis und Migräne angewendet.Brechzentrum
Brechzentrum, dasjenige Gebiet im Gehirn, das Brechreiz und Erbrechen auslöst. Das Brechzentrum liegt in der Medulla oblongata in der Nähe des Atemzentrums. Angeregt wird das Brechzentrum durch Reize, die vom Gleichgewichtsorgan oder vom Magen-Darm-Trakt ausgehen. Manche Antiemetika (Medikamente gegen Erbrechen) setzen die Empfindlichkeit des Brechzentrums herab.Breikost
Breikost, Bestandteil der Säuglingsernährung. Ab dem vierten bis sechsten Lebensmonat kann Breikost als Ersatz oder Ergänzung einer Still- oder Flaschenmahlzeit verabreicht werden.Breikost
Breikost, Schonkost für Patienten mit Kau- oder Schluckstörungen.Breitbandantibiotikum
Breitbandantibiotikum, Antibiotikum, dessen Wirkungsspektrum die meisten grampositiven und gramnegativen Keime erfasst und das zum Teil auch gegen seltene Erreger wie Chlamydia, Mykoplasma, Rickettsia und Spirochäten wirksam ist. Zu den Breitbandantibiotika zählen u. a. Tetrazykline sowie einige Cephalosporine und Gyrasehemmer.Breite, therapeutische
Breite, therapeutische, in der klinischen Pharmakologie verwendeter Begriff, der den Abstand von der wirksamen, therapeutischen Dosis eines Medikaments zu dessen schädlicher oder tödlicher Dosis beschreibt. Medikamente mit einer schmalen therapeutischen Breite müssen sehr vorsichtig dosiert werden.Breitspektrumantibiotikum
Breitspektrumantibiotikum, → Breitbandantibiotikum.Sehen Sie auch: → Breitbandantibiotikum
Breiwickel
Breiwickel, ein Wickel oder Umschlag mit einem Zusatz aus einer breiigen, wärmespeichernden Substanz, z. B. Leinsamen oder Fango.brennende Füße
brennende Füße, → Burning-feet-Syndrom.Sehen Sie auch: → Burning-feet-Syndrom
Brennnessel
Brennnessel, Urtica, Pflanze, die zur Familie der Brennnesselgewächse zählt. Verwendung finden in der Medizin sowohl die Brennnesselblätter als auch die -wurzeln. Eingesetzt wird die Brennnessel vor allem zur Erhöhung der Harnmenge im Rahmen einer Durchspülungstherapie, bei Gallenwegserkrankungen, Rheuma und zur Pflege der Kopfhaut bei Haarausfall und Schuppen.Brennpunkt
Brennpunkt, Fokus,
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Brennweite
Brennweite, die Entfernung des Brennpunktes von der Linsenmitte bzw. von der Hauptebene des brechenden Systems.Brennwert
Brennwert, Energiegehalt der Nährstoffe Eiweiß, Fett und Kohlenhydrate. Heute wird der Brennwert in Kilojoule pro Gramm (kJ/g), früher in Kilokalorien (kcal) angegeben. Umgerechnet werden Kilokalorien in Kilojoule nach der Fomel kJ = kcal x 4,1868.Brenztraubensäure
Brenztraubensäure, eine Substanz, die während der Glykolyse entsteht.brettharter Bauch
brettharter Bauch, alarmierender Tastbefund des Bauchs, bedingt durch eine ausgeprägte Abwehrspannung bei Berührung der Bauchdecke. Der brettharte Bauch ist ein typisches Anzeichen für ein → akutes Abdomen. Auch Entzündungen des Bauchraums, Organverletzungen, Gefäßverschlüsse, Darmverschluss u. a. Erkrankungen können zu einem brettharten Bauch führen. Eine rasche Abklärung ist dringend erforderlich.Sehen Sie auch: → akutes Abdomen
Bride
Bride, bindegewebiger Verwachsungsstrang, der sich z. B. nach Operationen im Bauchraum bilden und zu einem → Bridenileus führen kann.Sehen Sie auch: → Bridenileus
Bridenileus
Bridenileus, mechanischer Darmverschluss durch bindegewebige Verwachsungen in der Bauchhöhle. Ein Bridenileus tritt oft als Folge eines operativen Eingriffs in der Bauchhöhle auf. Auch → Ileus.Sehen Sie auch: → Ileus
Brille
Brille, ein optisches Hilfsmittel, das aus einem Gestell und den daran angebrachten Gläsern besteht. Eine Brille dient der Korrektur von Sehfehlern oder dem Schutz der Augen (Schutzbrille). Bei Korrekturbrillen ist das Brillenglas dem Sehfehler angepasst. Sammelgläser (Plusgläser) dienen zur Korrektur einer Weitsichtigkeit, Zerstreuungsgläser (Minusgläser) werden bei Kurzsichtigkeit eingesetzt. Zylindergläser korrigieren einen Astigmatismus, Prismengläser eine Schielabweichung. Bifokalgläser sind im oberen Teil des Glases so geschliffen, dass eine scharfe Fernsicht möglich ist; im unteren Teil ist das Glas so geschliffen, dass man nah scharf sehen kann. Bei Gleitsichtgläsern erfolgt der Übergang zwischen den beiden Abschnitten des Glases stufenlos. Bei einer Aphakie (z. B. nach einer Staroperation ohne Ersatz der Linse) wird eine so genannte Starbrille eingesetzt. Bei Schutzbrillen steht nicht die Korrektur eines Sehfehlers, sondern der optimale Schutz der Augen vor schädlichen Einflüssen wie UV-Strahlen (Sonnenbrille), hellem Licht, Staub, Fremdkörpern oder Zugluft im Vordergrund.Brillenhämatom
Brillenhämatom, Bluterguss, der ein Auge oder beide Augen monokel- oder brillenförmig umgibt. Ein Brillenhämatom kann bei Blutungen im Bereich der Augenlider oder Augenhöhlen auftreten. Typisch ist das Brillenhämatom bei einer → Schädelbasisfraktur.Sehen Sie auch: → Schädelbasisfraktur
Broca-Aphasie
Broca-Aphasie, → motorische Aphasie.Sehen Sie auch: → motorische Aphasie
Broca-Formel
Broca-Formel, Formel zur Berechnung des → Normalgewichts: Körpergröße in Zentimeter minus 100 = Normalgewicht in Kilogramm. Auch → Idealgewicht.Brom
Brom, chemisches Element, ein Halogen. Bromsalze werden wegen ihrer sedierenden Wirkung als Beruhigungs- und Schlafmittel eingesetzt. Überdosierung kann zu → Bromismus führen.Sehen Sie auch: → Bromismus
Bromakne
Bromakne, → Bromismus.Sehen Sie auch: → Bromismus
Bromismus
Bromismus, eine chronische Vergiftung mit Bromsalzen. Symptome sind Konzentrationsprobleme, Schlaflosigkeit, Verwirrung, Halluzinationen, Bewegungsstörungen, Schleimhautentzündungen und die so genannte Bromakne (Ausschläge im Gesicht und am Oberkörper).Bromocriptin
Bromocriptin, synthetisches Derivat der Mutterkornalkaloide. Über Rezeptoren nimmt Bromocriptin Einfluss auf das Herz-Kreislauf-System, das zentrale Nervensystem, die Hypophyse und den Hypothalamus. Verwendung findet Bromocriptin in der Behandlung der → Parkinson-Krankheit, bei → Akromegalie und gelegentlich beim Abstillen.bronchial
bronchial, einen Bronchus oder das gesamte Bronchialsystem betreffend.Bronchialabsaugung
Bronchialabsaugung, Absaugung von Schleim und Sekret aus dem Bronchialsystem mit einem Saugkatheter, um die Bronchien z. B. während einer Narkose frei zu halten oder um Material für eine zytologische Untersuchung zu gewinnen.Bronchialadenom
Bronchialadenom, ein gutartiger Tumor, der von der Wand der Bronchien ausgeht. Ein Bronchialadenom wächst sehr langsam, kann jedoch die Bronchialöffnung verschließen und so zu einer Lungenentzündung im nicht mehr belüfteten Gewebe führen.Bronchialasthma
Bronchialasthma, → Asthma bronchiale.Sehen Sie auch: → Asthma bronchiale
Bronchialatmen
Bronchialatmen, Atemgeräusch, das im Bronchialbaum entsteht. Das Bronchialatmen ist ein helles Geräusch, das beim Ein- und Ausatmen etwa gleich laut und gleich lang zu hören ist. Wenn das Bronchialatmen über der Lunge zu hören ist, liegt Verdacht auf einen relativ luftleeren Raum vor, z. B. für ein Infiltrat bei einer Lungenentzündung.Bronchialbaum
Bronchialbaum, die Gesamtheit der Bronchien, die sich zur Peripherie hin fortschreitend aufzweigen und wie eine Baumkrone verästeln.Bronchialkarzinom
Bronchialkarzinom, bösartiger Tumor der Bronchien. Das Bronchialkarzinom ist derzeit der zweithäufigste bösartige Tumor bei Männern. Begünstigt wird das Bronchialkarzinom u. a. durch Rauchen, Raucher erkranken 10- bis 20-mal häufiger an einem Bronchialkarzinom als Nichtraucher. Weitere Faktoren, die ein Bronchialkarzinom auslösen können, sind Asbest und radioaktive Substanzen (Radon). Je nach Lokalisation wird zwischen einem zentralen, hilusnahen Bronchialkarzinom, das von einem Hauptbronchus ausgeht, und einem peripheren, von Läppchen- oder Segmentbronchien ausgehenden Bronchialkarzinom unterschieden. Durch die feingewebliche Untersuchung wird die entartete Zelllinie diagnostiziert. Reizhusten, der länger als drei Wochen anhält, blutiger Auswurf und Brustschmerzen können erste Anzeichen eines Bronchialkarzinoms sein. Später treten Gewichtsverlust, Leistungsknick, Fieber, Atemnot und zum Teil Nervenausfälle hinzu. Bei Verdacht auf ein Bronchialkarzinom werden zur Abklärung Röntgenaufnahmen, CT-Untersuchungen, Bronchoskopien und Sputumuntersuchungen durchgeführt. Je nach Art und Ausdehnung des Bronchialkarzinoms werden operative Verfahren, Chemo- und Strahlentherapie allein oder in Kombination eingesetzt.Bronchialkatheter
Bronchialkatheter, Instrument, das durch Mund oder Nase in die Bronchien eingeführt wird, um Bronchialsekret abzusaugen oder eine → Bronchoskopie durchzuführen.Sehen Sie auch: → Bronchoskopie
Bronchiallavage
Bronchiallavage, Abk. BAL, Spülung der Bronchien mit einer Spülflüssigkeit, z. B. physiologischer Kochsalzlösung. Durchgeführt wird die Bronchiallavage, wenn ätzende Flüssigkeiten in die Bronchien gelangt sind sowie zur Diagnostik und Therapie bei verschiedenen Lungenerkrankungen.Bronchialtoilette
Bronchialtoilette, Absaugung von Schleim und Sekret aus der Luftröhre oder den Bronchien bei Störung der bronchialen Selbstreinigungsmechanismen, während einer Narkose, bei künstlicher Beatmung oder Reanimation.Bronchiektase
Bronchiektase, dauerhafte, irreversible Erweiterung der Bronchien. Bronchiektasen können angeboren sein oder im Rahmen von Entwicklungsstörungen oder Störungen der fetalen Differenzierung auftreten. Häufig sind Bronchiektasien aber durch chronische Bronchitis, Tuberkulose, Silikose, Lungenentzündungen oder durch gutartige Tumoren erworben. Typische Symptome sind Husten mit Auswurf, Bluthusten, häufige Atemwegsinfektionen und Abgeschlagenheit. Im Rahmen der Erkrankung können sich → Trommelschlegelfinger entwickeln. Behandelt werden Bronchiektasien meist durch Antibiotika, Drainagen und Atemgymnastik. In schweren Fällen kann aber auch die Entfernung des betroffenen Lungenabschnitts notwendig sein.Sehen Sie auch: → Trommelschlegelfinger
Bronchien
Bronchien, → Bronchus.Sehen Sie auch: → Bronchus
Bronchiolen
Bronchiolen,
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Bronchiolitis
Bronchiolitis, Entzündung der Bronchiolen durch Krankheitserreger, vor allem durch Viren, aber auch durch Dämpfe und Reizgase sowie durch verschiedene Lungenerkrankungen. Typische Symptome sind rasch zunehmende Atemnot, Sauerstoffmangel und vor allem bei den viralen Formen Fieber und Somnolenz. Tödliche Verläufe sind möglich. Therapeutisch werden Sauerstoffgaben, Cortison, Bronchospasmolytika, bei bakterieller Ursache auch Antibiotika eingesetzt.Bronchitis
Bronchitis, akute oder chronische Entzündung der Bronchien. Als Auslöser kommen u. a. Viren, Bakterien, Pilze, Allergene, Reizgase, Tabakrauch und physikalische Faktoren (Tumoren, Fremdkörper) in Frage. Auch → chronische Bronchitis, → akute Bronchitis.Bronchitis, akute
Bronchitis, akute, meist durch Viren, seltener durch Bakterien ausgelöste Entzündung der Bronchien. In seltenen Fällen, vor allem bei abwehrgeschwächten Patienten, kann eine akute Bronchitis auch durch Pilze verursacht werden. Weitere Ursachen sind Allergien, eingeatmete giftige Gase und Lungenstauung bei einer Linksherzinsuffizienz. Zu den typischen Symptomen gehören Husten mit Auswurf, der weißlich, gelbgrün oder bräunlich sein kann, leicht erhöhte Temperatur sowie Rasselgeräusche beim Abhören der Lunge. Behandelt wird die akute Bronchitis mit schleimlösenden Medikamenten, Antibiotika und Inhalationen. Damit der Schleim sich lösen kann, ist auf reichliche Flüssigkeitszufuhr zu achten.Bronchitis, chronische
Bronchitis, chronische, eine Entzündung der Bronchien über längere Zeit. Laut WHO wird die chronische Bronchitis wie folgt definiert: "Husten und Auswurf an den meisten Tagen während mindestens je drei Monaten in zwei aufeinander folgenden Jahren". Die häufigste Ursache einer chronischen Bronchitis ist das Rauchen, andere Auslöser sind z. B. giftige Dämpfe oder Allergene. Durch Störung des Sekrettransportes und Beeinträchtigung des Selbstreinigungsmechanismus der Lunge werden Entzündungen und bakterielle Superinfektionen begünstigt. Therapeutisch werden im akuten Schub Antibiotikagaben, ansonsten Schleimlöser, Atemgymnastik, striktes Rauchverbot und reichlich Flüssigkeitszufuhr empfohlen.bronchoalveoläre Lavage
bronchoalveoläre Lavage, diagnostisches Verfahren zur Differenzierung verschiedener Lungenerkrankungen. Einzelne Lungenabschnitte werden im Rahmen einer → Bronchoskopie mit physiologischer Kochsalzlösung gespült, die Flüssigkeit anschließend wieder abgesaugt und untersucht. Die prozentuale Zusammensetzung der Zellen in der Spülflüssigkeit lässt Rückschlüsse auf die Lungenerkrankung zu.Sehen Sie auch: → Bronchoskopie
Bronchodilatans
Bronchodilatans, Bronchodilatator, Medikament, das den Tonus der Bronchialmuskulatur herabsetzt und spastisch verengte Bronchien erweitert. Bronchodilatatoren werden in erster Linie zur Behandlung von Asthma eingesetzt. Zu den Bronchodilatatoren zählen die Betasympathomimetika, → Parasympatholytika und Präparate, die den Wirkstoff → Theophyllin enthalten.Bronchografie
Bronchografie, Darstellung eines Teils des Bronchialsystems mittels Röntgenkontrastmittel.Bronchokonstriktion
Bronchokonstriktion, das unwillkürliche Zusammenziehen der Bronchien, z. B. bei einem Asthmaanfall. Auch → Bronchospasmus.Sehen Sie auch: → Bronchospasmus
Bronchopneumonie
Bronchopneumonie, Lungenentzündung mit herdförmigen, zum Teil zusammenfließenden Entzündungsherden, die von den Bronchiolen ausgehen. Auch → Pneumonie.Sehen Sie auch: → Pneumonie
bronchopulmonale Dysplasie
bronchopulmonale Dysplasie, nicht mehr rückbildungsfähige Veränderungen des Lungengewebes bei Frühgeborenen, die nach der Geburt maschinell mit Überdruck beatmet werden müssen. Die bronchopulmonale Dysplasie führt bei den betroffenen Kindern zu schweren Atemstörungen.Bronchoskopie
Bronchoskopie, endoskopische Untersuchung der Luftröhre und des Bronchialsystems mit einem starren oder flexiblen Endoskop (Bronchoskop). Die Untersuchung wird entweder in örtlicher Betäubung oder in Vollnarkose durchgeführt. Die Bronchoskopie wird zur Abklärung von Lungenkrankheiten (Infekte, Tumore, Autoimmunerkrankungen mit Lungenbeteiligung), zur gezielten Entnahme von Gewebeproben oder zur Entfernung von Fremdkörpern aus den Atemwegen eingesetzt.Bronchospasmus
Bronchospasmus, Verkrampfung der Bronchialmuskulatur mit Verengung der Atemwege, die zu einer lebensbedrohlichen Atemnot führen kann. Ein Bronchospasmus kann u. a. bei → Asthma auftreten. Behandelt wird ein Bronchospasmus u. a. mit → Bronchodilatatoren und Cortisonpräparaten.bronchovesikuläre Atmung
bronchovesikuläre Atmung, Atemgeräusch, das von den Bronchien und den Lungenbläschen, den → Alveolen, ausgeht.Sehen Sie auch: → Alveolen
Bronchus
Bronchus,
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Sehen Sie auch: → Bronchiolen
Bronzediabetes
Bronzediabetes, → Hämochromatose, die mit einer vermehrten Eisenresorption und Eisenspeicherung in den Organen einhergeht und zu einer bronzeartigen Verfärbung der Haut führt. Infolge einer Fibrose der Bauchspeicheldrüse kommt es zu einem schlecht einstellbaren Diabetes mellitus. Weitere Komplikationen stellen eine Leberzirrhose, Herzmuskelschädigung und Hodenatrophie dar.Sehen Sie auch: → Hämochromatose
Bronzehautkrankheit
Bronzehautkrankheit, → Addison-Krankheit.Sehen Sie auch: → Addison-Krankheit
Broteinheit
Broteinheit, Abk. BE, Einheit, die zur Berechnung der Diät sowie des Insulinbedarfs bei Zuckerkrankheit eingesetzt wird. Eine Broteinheit entspricht zwölf Gramm Kohlenhydraten. Aus entsprechenden Tabellen können die Broteinheiten bestimmter kohlenhydrathaltiger Nahrungsmittel abgelesen werden.Brown-Séquard-Lähmung
Brown-Séquard-Lähmung, typische Lähmung, die bei einer halbseitigen Querschnittsverletzung des Rückenmarks auftritt. Unterhalb der Verletzung besteht eine spastische Lähmung mit Störung der Tiefensensibilität. Auf der Gegenseite der Verletzung sind Temperatur- und Schmerzempfinden beeinträchtigt.BRT
BRT, Abk. für → Bioresonanztherapie.Sehen Sie auch: → Bioresonanztherapie
Brucella
Brucella, gramnegatives, unbewegliches Stäbchenbakterium, das sich intrazellulär vermehrt. In Europa kommt Brucella abortus, der durch Kuhmilch übertragen wird, am häufigsten vor. Brucella melitensis, der Erreger des Maltafiebers, der durch Milchprodukte von Ziegen und Schafen übertragen wird, ist in den gemäßigten Zonen eher selten. Brucella suis ist der Erreger der Schweinebrucellose.Brucellose
Brucellose, Brucellosis, früher auch Bang-Krankheit genannt, ist eine weltweit vorkommende Erkrankung, die durch Erreger der Gattung → Brucella übertragen wird. Erregerreservoirs sind vor allem Haus- und Nutztiere. Der Mensch bildet den Endwirt der Infektionskette, so dass eine Ansteckung von Mensch zu Mensch nicht möglich ist. Die Übertragung der Brucellose erfolgt vor allem durch Milch und Milchprodukte von Kühen, Schafen und Ziegen sowie durch Hunde und Schweine. Nach einem Prodromalstadium (Vorläuferstadium) mit unspezifischen Beschwerden kommt es zu hohem Fieber, oft mit Milz- und Lebervergrößerung sowie Muskel- und Gelenkschmerzen. Die Diagnose wird durch den Nachweis der Erreger oder spezifischer Antikörper im Blut gestellt. Zur Heilung ist eine mehrwöchige, kombinierte Antibiotikatherapie erforderlich, damit die Erreger nicht intrazellulär persistieren können. Erkrankungen durch Brucelloseerreger sowie Todesfälle sind meldepflichtig.Sehen Sie auch: → Brucella
Bruch
Bruch, Eingeweidebruch, → Hernie.Sehen Sie auch: → Hernie
Bruch
Bruch, Knochenbruch, → Fraktur.Sehen Sie auch: → Fraktur
Bruchband
Bruchband, mechanisches Hilfsmittel, das bei einem Leistenbruch durch Druck auf die Bruchpforte das Heraustreten des Bruchinhalts verhindert.Brucheinklemmung
Brucheinklemmung, → Inkarzeration.Sehen Sie auch: → Inkarzeration
Bruchoperation
Bruchoperation, → Herniotomie.Sehen Sie auch: → Herniotomie
Bruchpforte
Bruchpforte, eine Lücke in der Wand einer Körperhöhle oder zwischen Muskelsträngen. Durch diesen Spalt können Teile der Eingeweide temporär oder permanent in eine benachbarte Körperhöhle oder nach außen dringen. Bei einer Leistenhernie z. B. rutschen Teile des Darms durch den Leistenkanal bis unter die Haut. Auch → Hernie.Sehen Sie auch: → Hernie
Bruchsack
Bruchsack, sackartige Ausstülpung einer Körperhöhlenauskleidung, z. B. des Bauchfells. Der Bruchsack umgibt bei einer → Hernie den Bruchinhalt, z. B. die durch die → Bruchpforte austretenden Eingeweide.Brücke
Brücke, festzementierter Zahnersatz.Brücke
Brücke, → Pons, z.B. Pons cerebri.Sehen Sie auch: → Pons
Brückenpflege
Brückenpflege, → Pflegeüberleitung.Sehen Sie auch: → Pflegeüberleitung
Brudzinski-Zeichen
Brudzinski-Zeichen, Reflex, der auf eine Hirnhautentzündung oder Subarachnoidalblutungen, teilweise auch auf eine → Enzephalitis hinweist. Wird der Kopf des Patienten passiv nach vorne gebeugt, kommt es zu einer reflektorischen Beugung in den Knie- und Hüftgelenken.Sehen Sie auch: → Enzephalitis
Brummen
Brummen, auskultatorisch über der Lunge hörbares, trockenes Rasselgeräusch, das durch eine Verengung der Bronchien oder Bronchiolen hervorgerufen wird. Sekretstau, Bronchospasmus oder Schleimhautschwellungen können z. B. im Rahmen einer → Bronchitis Brummen hervorrufen.Sehen Sie auch: → Bronchitis
Brust
Brust, die Brustdrüse, → Mamma.Sehen Sie auch: → Mamma
Brust
Brust, Brustkorb, Oberkörper, Teil des Rumpfes zwischen Bauch und Hals. Auch → Thorax.Sehen Sie auch: → Thorax
Brust
Brust, die Brustwand, der vordere Teil des Oberkörpers im Gegensatz zum Rücken.Brustamputation
Brustamputation, → Mammaamputation.Sehen Sie auch: → Mammaamputation
Brustbein
Brustbein, → Sternum.Sehen Sie auch: → Sternum
Brustdrüse
Brustdrüse, im engeren Sinn die → Milchdrüse der weiblichen Brust. Im weiteren Sinn auch die gesamte weibliche Brust, die → Mamma.Brustdrüsenentzündung
Brustdrüsenentzündung, → Mastitis.Sehen Sie auch: → Mastitis
brusterhaltende Operation
brusterhaltende Operation, operatives Vorgehen, das bei einem kleinen, umschriebenen Mammakarzinom zur Anwendung kommt. Dabei werden lediglich der Tumor und Lymphknoten in der Achselhöhle entfernt. Man unterscheidet je nach Verfahren zwischen → Lumpektomie und → Quadrantenresektion.Brustfell
Brustfell, → Pleura.Sehen Sie auch: → Pleura
Brusthöhle
Brusthöhle, der Raum, der durch Wirbelsäule, Rippen, Brustbein und Zwerchfell begrenzt wird. In der Brusthöhle befinden sich u. a. die Lungen, das Herz, ein Teil der Aorta, die Luftröhre und ein Teil der Speiseröhre nebst Nerven und Gefäßen. Auch → Thorax.Sehen Sie auch: → Thorax
Brustimplantat
Brustimplantat, → Mammaprothese.Sehen Sie auch: → Mammaprothese
Brustkorb
Brustkorb, → Thorax.Sehen Sie auch: → Thorax
Brustkrebs
Brustkrebs, → Mammakarzinom.Sehen Sie auch: → Mammakarzinom
Brustmuskeln
Brustmuskeln, Muskulatur im Bereich des Brustkorbs, im engeren Sinn die Pektoralismuskeln, die als Atemhilfsmuskulatur wirken und zur Beweglichkeit des Schultergelenks beitragen.Brustprothese
Brustprothese, → Mammaprothese.Sehen Sie auch: → Mammaprothese
Brustwandableitung
Brustwandableitung, Registrierung eines → Elektrokardiogramms mithilfe von Saugelektroden, die nach einem bestimmten Schema auf der Brust angelegt werden. Die Brustwandableitung wird vor allem als unipolare Brustwandableitung nach Wilson bzw. als bipolare Brustwandableitung nach Nehb durchgeführt.Sehen Sie auch: → Elektrokardiogramms
Brustwarze
Brustwarze, → Mamille.Sehen Sie auch: → Mamille
Brustwarzenhütchen
Brustwarzenhütchen, Hütchen aus Gummi oder Plastik, das über die Brustwarzen gestülpt wird und bei Hohl- oder Flachwarzen das Stillen erleichtern soll. Das Brustwarzenhütchen kann auch bei Entzündungen im Bereich der Brust eingesetzt werden.Brustwickel
Brustwickel, straffer Wickel, der etwa von den Achselhöhlen bis zum Rippenbogen reicht. Der Brustwickel wird bei einer mittleren Atemstellung angelegt, damit immer ein Kontakt des Wickels zum Körper besteht, ohne dass die Atmung beengt wird. Je nach Indikation kann der Brustwickel nur kurzzeitig (etwa 20 Minuten lang) angelegt werden, dann entzieht er dem Körper Wärme, oder bis zu zwei Stunden aufgelegt werden, dann wirkt der Brustwickel schweißtreibend. Angewendet wird er zur unterstützenden Behandlung bei Bronchitis, Lungen- oder Rippenfellentzündungen.Brustwirbelsäule
Brustwirbelsäule, der aus zwölf Wirbeln bestehende Abschnitt der Wirbelsäule, dem sich nach oben die Halswirbelsäule, nach unten hin die Lendenwirbelsäule anschließt.Brutschrank
Brutschrank, → Inkubator.Sehen Sie auch: → Inkubator
BSE
BSE, Abk. für bovine spongiforme Enzephalopathie, eine tödliche Gehirnerkrankung bei Schafen, Rindern und anderen Haustieren, die durch ein noch nicht genau identifiziertes Prion ausgelöst wird. Bei Tieren ist eine Infektion durch Futter aus Schlachtabfällen nachgewiesen. Ob die Krankheit den Menschen befallen kann und wie die BSE mit der → Creutzfeldt-Jakob-Krankheit zusammenhängt, ist noch ungeklärt.Sehen Sie auch: → Creutzfeldt-Jakob-Krankheit
BSG
BSG, Abk. für → Blutkörperchensenkungsgeschwindigkeit.Sehen Sie auch: → Blutkörperchensenkungsgeschwindigkeit
BSR
BSR, Abk. für → Bizepssehnenreflex.Sehen Sie auch: → Bizepssehnenreflex
BTM
BTM, Abk. für → Betäubungsmittel.Sehen Sie auch: → Betäubungsmittel
BU
BU, Abk. für → Berufsunfähigkeit.Sehen Sie auch: → Berufsunfähigkeit
Bubo
Bubo, deutlich sicht- und tastbare Schwellung der Lymphknoten, vor allem in der Leiste. Ein Bubo tritt vor allem bei Geschlechtskrankheiten wie Syphilis, Ulcus molle oder Lymphogranuloma venerum auf. Auch eine Pestbeule (Bubonenpest) wird als Bubo bezeichnet.buccal
buccal, zur Wange gehörend, im Wangenbereich liegend.Buckel
Buckel, → Gibbus, → Kyphose.Bülau-Drainage
Bülau-Drainage, → Pleuradrainage.Sehen Sie auch: → Pleuradrainage
Bulbärparalyse
Bulbärparalyse, zusammenfassende Bezeichnung für neurologische Krankheitsbilder, die durch eine umschriebene, beidseitige Schädigung der motorischen Hirnnervenkerne im Bereich der → Medulla oblongata verursacht werden. Symptome der Bulbärparalyse sind verwaschene Sprache oder Sprachverlust, Schluck- und Kaustörungen sowie Kehlkopflähmungen. Zu den Krankheitsbildern, die mit einer Bulbärparalyse einhergehen können, gehören ein Schlaganfall im Bereich der Medulla oblongata oder die amyotrophische → Lateralsklerose.Bulbus
Bulbus, knollenförmiges Organ, z. B. der Bulbus aortae, eine Ausbuchtung im Anfangsteil der Aorta, der Bulbus duodeni, der erste Abschnitt des Zwölffingerdarms, oder der Bulbus olfactorius, der Riechkolben, eine Verdickung am Anfang des Tractus olfactorius auf dem Siebbein, die die Riechnerven aufnimmt. Im engeren Sinn wird mit dem Begriff Bulbus der Augapfel bezeichnet (Bulbus oculi).Bulimia nervosa
Bulimia nervosa, Essstörung, die durch anfallsartige Heißhungerattacken mit exzessiver Nahrungsaufnahme und anschließendem Erbrechen und Missbrauch von Abführmitteln gekennzeichnet ist. Durch das Erbrechen oder den Einsatz von Abführmitteln kann das Körpergewicht trotz hoher Kalorienzufuhr im normalen Rahmen gehalten werden. Schätzungsweise zwei Prozent aller Frauen zwischen dem 18. und 35. Lebensjahr leiden unter Bulimia nervosa. Die Behandlung der psychogenen Essstörung erfolgt psychotherapeutisch. Auch → Anorexia nervosa.Sehen Sie auch: → Anorexia nervosa
Bulimie
Bulimie, übermäßige Nahrungsaufnahme mit oder ohne Hungergefühl aufgrund psychischer Störungen. Auch → Bulimia nervosa.Sehen Sie auch: → Bulimia nervosa
Bulla
Bulla, Blase, mit Flüssigkeit gefüllter Hohlraum, der aus Blasendecke, Blasengrund und Blaseninhalt besteht. Die Bulla zählt zu den → Primäreffloreszenzen der Haut. Je nach Lokalisation wird zwischen einer subkornealen Bulla (das Blasendach wird nur aus der Hornschicht gebildet), einer intraepidermalen Bulla (die Blase liegt innerhalb der Epidermis) und einer subepidermalen Bulla (die Blase liegt zwischen Epidermis und Korium) unterschieden. Eine Bulla kann durch physikalische Faktoren (Reibung, Verbrühung, Erfrierung), bei verschiedenen genetisch bedingten Hauterkrankungen oder durch blasenbildende Autoimmunerkrankungen (Pemphigus vulgaris, bullöses Pemphigoid) hervorgerufen werden.Sehen Sie auch: → Primäreffloreszenzen
bullös
bullös, mit Blasenbildung einhergehend.Bullosis
Bullosis, eine Hauterkrankung, die mit Blasenbildung einhergeht.bullosus
bullosus, → bullös.Sehen Sie auch: → bullös
Bundesärztekammer
Bundesärztekammer, Abk. BÄK, das Organ, in dem die → Ärztekammern auf Bundesebene zusammengeschlossen sind.Sehen Sie auch: → Ärztekammern
Bundesärzteordnung
Bundesärzteordnung, Abk. BÄO, Bundesgesetz, das die Ausübung des ärztlichen Berufs regelt. In der Bundesärzteordnung sind u. a. Bestimmungen über die Bestallung des Arztes, die vorübergehende Ausübung des Arztberufs, Strafbestimmungen sowie Bestimmungen zur ärztlichen Gebührenordnung enthalten.Bundesgesundheitsamt
Bundesgesundheitsamt, Abk. BGA, bis 1994 einheitliches Amt für Aufgaben im Gesundheitsbereich, die inzwischen u. a. von folgenden Instituten wahrgenommen werden:1. Robert-Koch-Institut, Bundesinstitut für Infektionskrankheiten und nicht übertragbare Krankheiten (RKI).2. Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM).3. Paul-Ehrlich-Institut, Bundesamt für Sera und Impfstoffe (PEI).4. Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR).5. Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BLV).6. Friedrich-Löffler-Institut, Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit (FLI).Bundesgesundheitsrat
Bundesgesundheitsrat, unter dem Vorsitz der Bundesgesundheitsministerin oder des Bundesgesundheitsministers tagender Rat, der sich für jeweils vier Jahre aus bis zu 80 Vertretern verschiedener Bereiche des Gesundheitswesens zusammensetzt. Der Bundesgesundheitsrat berät die Bundesregierung auf dem Gebiet der Gesundheitsvorsorge und Medizintechnik vor allem hinsichtlich der entsprechenden Gesetzgebung.Bundesimmissionsschutzgesetz
Bundesimmissionsschutzgesetz, Abk. BImSchG, ein wichtiges Gesetz des Umweltschutzes, das zum Schutz von Mensch und Umwelt sowie kulturellen und anderen Gütern erlassen wurde und u. a. den Schadstoffausstoß aus Chemie- und anderen Firmen in die Luft, das Wasser oder den Boden limitiert bzw. verbietet. In diesem Rahmen soll Gesundheits- und Umweltschäden vorgebeugt werden.Bundesministerium für Gesundheit
Bundesministerium für Gesundheit, Abk. BMG, Ministerium der Bundesregierung, dessen Aufgaben vor allem in der Gesetzgebung und der Verwaltung der Gesundheitspolitik - hier besonders in der gesundheitlichen Vorsorge und Versorgung - liegen. Das BMGS ist in diesem Rahmen auch an der Finanzierung und Beratung von Projekten der Gesundheitsforschung und -erziehung beteiligt. Zu den zentralen Aufgaben des Ministeriums gehört u. a., die Leistungsfähigkeit der gesetzlichen Krankenversicherung sowie der Pflegeversicherung zu sichern. Außerdem ist das BMG für die Reform des Gesundheitswesens zuständig. Verschiedene Gremien beraten das BMG, darunter der → Bundesgesundheitsrat. Verschiedene Institute sind dem BMG angeschlossen, jedoch nachgeordnet - dazu zählen u. a. die Bundesinstitute, die die Aufgaben des früheren → Bundesgesundheitsamts übernommen haben und die → Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.Sehen Sie auch: → Bundesgesundheitsrat → Bundesgesundheitsamts → Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung
Bundesseuchengesetz
Bundesseuchengesetz, Abk. BSeuchG, rechtliche Grundlage des Seuchenrechts, das 2001 vom → Infektionsschutzgesetz abgelöst wurde.Sehen Sie auch: → Infektionsschutzgesetz