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Dienstag, 06. September 2011 12:05 Alter: 255 Tage Neuer Verwaltungsrat bei der Bertelsmann BKK
Michael Aust wurde als Vorsitzender bestätigt, neuer Stellvertreter ist Helmut Gettkant.
Gütersloh
Am 21.07.2011 fand in Gütersloh die konstituierende Sitzung des neuen Verwaltungsrates der Bertelsmann BKK statt. In seinem Amt als Vorsitzender bestätigt wurde Arbeitgebervertreter Michael Aust, Leiter der Abteilung Arbeitsrecht und Koordination Personalarbeit Inland (ZPJ) im Corporate Center der Bertelsmann AG.
Als neuer Stellvertreter fungiert Helmut Gettkant, Betriebsratsvorsitzender bei Mohn Media. Vorgänger Erich Ruppik, Vorsitzender des Konzernbetriebsrats der Bertelsmann AG, kandidierte aus Altersgründen nicht mehr. Die beiden Vorsitzenden wurden einstimmig gewählt und bedankten sich für das Vertrauen. Darüber hinaus wurden die Mitglieder des Grundsatz-, Finanz- und Widerspruchsausschusses gewählt.
Positives Fazit
Vor Einführung des neuen Verwaltungsrates traf der amtierende Verwaltungsrat zu seiner letzten Sitzung zusammen. Er verabschiedete einen Satzungsnachtrag, mit dem die Regelungen zur Kostenerstattung verbessert wurden, informierte sich über die aktuelle Lage der BKK, nahm die Jahresrechnung des Geschäftsjahres 2010 ab und entlastete den Vorstand.
Es folgte ein Rückblick des bisherigen und neuen Vorsitzenden Michael Aust auf das abgelaufene Jahr und auf die wesentlichen Themen der abgelaufenen Amtsperiode: „Der Überschuss der Einnahmen von 1,2 Millionen Euro im abgelaufenen Geschäftsjahr zeigt, wie gut unsere BKK aufgestellt ist“, sagte Aust. „Sie gehört somit zweifelsohne zu den gesunden Krankenkassen in Deutschland und kann auch in Zukunft im Wettbewerb hervorragend bestehen.“ In der abgelaufenen Amtsperiode hätten sich die Anforderungen an die BKK verändert wie in kaum einer Amtsperiode zuvor. „Die gemeinsame Aufgabe von Verwaltungsrat und Vorstand war es, die BKK richtig zu positionieren, zukunftsfähig zu machen und die Mehrwerte für Versicherte und das Unternehmen zu sichern“, so Aust weiter.
„Vorausschauende Finanzpolitik“
Als „größte Herausforderung“ bezeichnete Michael Aust das zum 1. Januar 2009 in Kraft getretene, sogenannte Wettbewerbsstärkungsgesetz. Es habe einen einheitlichen Beitragssatz für alle Krankenkassen gebracht sowie den Gesundheitsfonds, der die Beiträge einnimmt und je nach Bedarf wieder an die Kassen ausschüttet. Damit sei nach mehr als 50 Jahre der Preisvorteil der Bertelsmann BKK in Form eines niedrigen Beitragssatzes weggefallen. Seither könne sich die Bertelsmann BKK ausschließlich mit ihrem Leistungs- und Serviceangebot sowie dem Verzicht auf einen Zusatzbeitrag von anderen Kassen abheben. Aust: „Dies ist ihr auch aufgrund der engen Zusammenarbeit von Verwaltungsrat und Vorstand gelungen. Über die Strategie der Bertelsmann BKK haben diese Gremien intensiv diskutiert und sind zu überzeugenden Lösungen gekommen. Eine vorausschauende Finanzpolitik und Maßnahmen zur Kostenbegrenzung sorgten für die nötige Stabilität.“
Als Beispiele für die Leistungsangebote der BKK nannte Michael Aust den gezielten Ausbau von Behandlungsangeboten für verschiedene Patientengruppen. In diesem Zusammenhang erwähnte er die zusammen mit anderen namhaften Betriebskrankenkassen erfolgte Gründung der Gesellschaft für Wirtschaftlichkeit bei Krankenkassen, GWQ Serviceplus AG, die der BKK wichtige Kostenvorteile beim Einkauf hochwertiger Arznei- und Hilfsmittel ermöglicht.
„Bestandteil der partnerschaftlichen Unternehmenskultur“
Wichtigste Meilensteine im Kundenservice waren nach Angaben von Aust in der Amtsperiode des bisherigen Verwaltungsrates die Eröffnung einer Geschäftsstelle bei RTL in Köln und die neue Organisation in der Zentrale in Gütersloh mit einem Service-Center, das den Kunden qualifizierte Beratung bei erweiterten Öffnungszeiten bietet.
Hinsichtlich der Gesunderhaltung von Mitarbeitern und Versicherten hätten die Bertelsmann AG und die BKK die Initiative „BeFit“ gegründet. Mit Gesundheitschecks, Präventionsangeboten, Analysen und Beratung habe die Bertelsmann BKK hier einen wesentlichen Beitrag geleistet. Auf politischer Ebene führte Aust die Reform der BKK-Verbände als ein weiteres wichtiges Anliegen der vergangenen Jahre an. Dazu hätten erstmalig die Vorsitzenden des Verwaltungsrates der Bertelsmann BKK auch im Verwaltungsrat des BKK-Landesverbandes Einfluss genommen.
„Die Bertelsmann BKK ist ein wichtiger Bestandteil der partnerschaftlichen Unternehmenskultur von Bertelsmann“, resümierte Michael Aust. „Ein Großteil der Mitarbeiter vertraut der BKK ihren Krankenversicherungsschutz an, da sie von der Leistung und dem Service überzeugt sind. Dazu hat die Vernetzung der BKK im Unternehmen, auch durch die Kolleginnen und Kollegen des Verwaltungsrates beigetragen.“ Dieses Niveau zu halten beziehungsweise gezielt auszubauen, sei die Aufgabe des Managements. Der neue Verwaltungsrat werde die BKK dabei begleiten. Aust: „Mein Dank gilt neben der BKK-Belegschaft auch den Kolleginnen und Kollegen, die sich in den vergangenen Jahren im Verwaltungsrat für die BKK engagiert haben.“
Michael Aust dankte insbesondere Erich Ruppik; der bisherige stellvertretende Vorsitzende des Verwaltungsrates hatte aus Altersgründen auf eine Widerwahl in den Verwaltungsrat verzichtet. „In den vergangenen sechs Jahren hat Erich Ruppik sich für eine erfolgreiche Weiterentwicklung der Bertelsmann BKK als Dienstleister für Gesundheit im Unternehmen zum Wohle für Mitarbeiter und Firmen eingesetzt und viele Impulse für neue Ideen gegeben“, sagte Wolfgang Diembeck, Vorstandsvorsitzender der Bertelsmann BKK.
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