Nach einem Schlaganfall ist alles anders. Das Leben muss neu organisiert werden, plötzlich sind Treppen oder Kleingedrucktes Barrieren, die vorher nicht existierten. Der heutige bundesweite Tag gegen den Schlaganfall will Betroffenen und ihren Angehörigen den Zugang zu einer barrierefreien Versorgung erleichtern. Einfache und verständliche Informationen sind für Betroffene und ihre Angehörigen ebenfalls von großer Bedeutung. Diesem Bedürfnis will die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe mit ihrem heute gestarteten neuen Internetportal gerecht werden.
„Schlaganfall-Betroffene stoßen immer noch auf zu viele Barrieren, insbesondere bezüglich des Zugangs zu Informationen“, sagt Brigitte Mohn, Vorsitzende der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe. „Die Stiftung wird mit dem neuen Portal jetzt auch online als zentraler Ansprechpartner rund um das Thema Schlaganfall wahrgenommen.“
Wolf-Rüdiger Schäbitz, Regionalbeauftragter der Schlaganfall-Hilfe, ist sich sicher, dass die Schlaganfall-Hilfe mit ihrem neuen Portal einen wertvollen Beitrag zur Krankheitsbewältigung leistet. Dabei sieht der Neurologe der von Bodelschwingschen Stiftungen Bethel nicht ausschließlich Betroffene und Angehörige als Zielgruppe des neuen Angebotes. „Neben den Patienten haben Mediziner und andere an der Schlaganfall-Versorgung beteiligte Berufsgruppen Bedarf an adäquat aufbereiteten Informationen. Auch Fachleuten wird die Schlaganfall-Hilfe mit ihrem neuen Portal gerecht“, so der Mediziner.
Aktuelle Studien belegten den Informationsbedarf von Schlaganfall-Betroffenen und ihren Angehörigen. Nach Angaben der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe helfen zwei Dritteln der Betroffenen Informationen bei der Krankheitsbewältigung. Es zeige sich, dass das Internet insbesondere nach der Entlassung aus der stationären Behandlung zunehmend Bedeutung als Informationsquelle erlange. So nutzten bereits heute mehr als die Hälfte der Schlaganfall-Patienten dieses Medium, um sich über ihre Krankheit zu informieren. Diese Entwicklungen seien für das neue Internet-Portal der Schlaganfall-Hilfe grundlegend gewesen. Dort könnten Betroffene rasch die gewünschten Auskünfte finden. Künftig solle es auch für Betroffene und Fachleute die Möglichkeit der Vernetzung geben. Die Umsetzung dieser Community-Funktionen ist für den Herbst 2011 geplant.
Barrierefreiheit bedeutet für die Schlaganfall-Hilfe, dass Betroffene ihr Recht auf Rehabilitation und Information, auf eine geeignete Hilfsmittelversorgung, auf Mobilität und damit auf Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft ungehindert in Anspruch nehmen können. Checklisten und Informationen zu diesen Themen sind in der Sonderausgabe des Stiftungs-Magazins „Thala“ enthalten, das Sie im Anhang an diesen Artikel als PDF finden. Unter 0 18 05 / 53 60 00 (0,14 Euro/Minute, Mobilfunk max. 0,42 Euro/Minute) können Sie sich auch ein kostenloses gedrucktes Exemplar bestellen. (benet)


