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Dienstag, 22. Dezember 2009 15:10 Alter: 255 Tage Kein Zusatzbeitrag geplant - Bertelsmann BKK erwartet Überschuss
Mit einem Überschuss von rund 2 Mio. Euro rechnet die Bertelsmann BKK für das Geschäftsjahr 2009. Sie verfügt damit über ausreichende Rücklagen um das für 2010 zu erwartende Defizit in der Gesetzlichen Krankenversicherung abzudecken. Insgesamt werden die Ausgaben im laufenden Jahr rund 80 Mio. Euro betragen.
Wolfgang Diembeck, Vorstandsvorsitzender der Bertelsmann BKK: „Steigende Kosten und sinkende Beitragseinnahmen werden viele Kassen im nächsten Jahr in finanzielle Schwierigkeiten bringen. Zusatzbeiträge und Kürzungen bei Leistungen sind die Folge. Wir haben durch eine langfristige Finanzplanung und deutlich niedrigere Verwaltungskosten als andere Kassen besser gewirtschaftet und freuen uns deshalb, unseren Kunden auch in 2010 eine hochwertige Versicherung ohne Zusatzbeitrag bieten zu können.“
So wird die Bertelsmann BKK ihre Mitte des Jahres als erste Krankenkasse in Deutschland eingeführte Arzt-Bewertung auch 2010 fortführen und wieder rund 4.000 Versicherte aus Gütersloh um Angaben zur Zufriedenheit mit ihrer Arztpraxis bitten. Die Ergebnisse können die Versicherten auf der Homepage der BKK einsehen. Und auch die mehr als 100 Gesundheitssportangebote im Bertelsmann Sport- und Gesundheitsprogramm der Region Gütersloh werden 2010 erneut allen Versicherten unabhängig von der Betriebszugehörigkeit kostenlos zur Verfügung stehen. „Der Gesundheitsvorsorge, sowohl auf betrieblicher als auch auf privater Ebene, werden wir auch im neuen Jahr unverändert große Bedeutung beimessen,“ bekräftigt Thomas Johannwille, für den Bereich Gesundheitsförderung zuständiger Vorstand der Bertelsmann BKK.
Zurückzuführen ist die gute Finanzsituation der Bertelsmann BKK auch auf gezielte Maßnahmen zur Kostensenkung. So konnte die Bertelsmann BKK unter anderem durch patientenfreundliche Rabattverträge bei Arzneimitteln Einsparungen erzielen ohne das Leistungsniveau für die annähernd 31.000 Mitglieder und ihre Familienangehörigen zu beinträchtigen.
Trotz der guten Finanzlage sieht aber auch die Bertelsmann BKK raschen Handlungsbedarf seitens der Bundesregierung. Diembeck: „Die aus der Unterdeckung des Gesundheitsfonds resultierenden finanziellen Lasten dürfen nicht allein auf die Versicherten abgewälzt werden. Insbesondere bei den Jahr für Jahr steigenden Arzneimittelkosten gibt es ein erhebliches Einsparpotenzial. Allein eine Absenkung des Mehrwertsteuersatzes auf sieben Prozent könnte die gesetzlichen Krankenkassen um bis zu drei Milliarden Euro im Jahr entlasten und so das für 2010 erwartete 4 Mrd. Euro Defizit zum Großteil ausgleichen.“
