Dienstag, 10. November 2009 16:57 Alter: 303 Tage Gute Perspektive - Bertelsmann BKK sieht keinen Bedarf für Zusatzbeitrag

Das Bertelsmann-Intranet "BeNet" berichtet am 11.11.09 über die Bertelsmann BKK

 

Betriebskrankenkasse erhofft sich von der neuen Bundesregierung mehr Wettbewerb und Gestaltungsspielraum.

 

Gütersloh

 

Zu den am meisten diskutierten Punkten im Programm der neuen Bundesregierung gehört die Gesundheitspolitik. Der von der großen Koalition vereinbarte Gesundheitsfonds steht auf dem Prüfstand, und einige Politiker der neuen schwarz-gelben Koalition kündigten an, den Krankenkassen wieder mehr Gestaltungsmöglichkeiten bei den Beitragssätzen einzuräumen. Währenddessen wird deutlich, dass einige Kassen ab dem kommenden Jahr einen Zusatzbeitrag von ihren Versicherten erheben müssen. In dieser Zeit setzt die Bertelsmann BKK ein eindeutiges Signal: „Unsere Versicherten brauchen sich keine Sorgen zu machen: Die Einführung eines Zusatzbeitrages ist für uns kein Thema – das gilt auch für das kommende Jahr“, erklärt Wolfgang Diembeck vom Vorstand der Bertelsmann BKK. Zudem erhofft sich die Betriebskrankenkasse nach Worten Diembecks  Korrekturen in der Gesundheitspolitik: „Wir wünschen uns mehr Handlungsfreiheit und damit mehr Wettbewerb, so dass wir unsere Vorteile und Stärken als regional orientierter Versicherer wieder besser ausspielen können.“

 

Trotz der Rezession und ihrer Auswirkungen auf die Krankenversicherer sieht auch der Vorstandsvorsitzende der Bertelsmann BKK, Wolfgang Diembeck, seine Kasse – anders als viele andere – gut gewappnet für die Zukunft. „Die Wirtschaftskrise wird im kommenden Jahr auch auf die Finanzierung der Krankenkassen und der anderen Sozialversicherungszweige durchschlagen, vor allem durch sinkende Einkommen bei den Arbeitnehmern und einen zu befürchtenden Anstieg der Arbeitslosigkeit“, sagt Diembeck im Interview mit dem BKK-Kundenmagazin „Gesundheit“. „Kassen, die keine Reserven haben, laufen am ehesten Gefahr, Zusatzbeiträge von ihren Versicherten erheben zu müssen.“ Die Bertelsmann BKK hingegen habe vorgesorgt und könne gegebenenfalls auch zusätzlichen Kostendruck eine Zeitlang eben aus den Reserven decken. „Zudem haben wir zum Beispiel durch ausgehandelte Rabatte bei Medikamenten oder bei dem Einkauf von Hilfsmitteln Kosten senken können“, ergänzt Diembeck. Ohnehin arbeite die BKK effizient: Die Ausgaben für die Verwaltung, also Gehälter, Büromiete, Ausstattung und ähnliche Posten, seien nach wie vor deutlich geringer als bei anderen Kassen.

 

Klare Positionierung als Gesundheitsdienstleister für Mitarbeiter

 

Darum sei die von einigen Mitbewerbern entweder bereits vollzogene oder zumindest geplante Fusion mit anderen Kassen für die Bertelsmann BKK auch kein Thema. „Die durch einen Zusammenschluss erhofften Vorteile – Marktmacht und damit Preisvorteile – werden, wie sich gezeigt hat, in der Realität nicht erreicht“, führt Johannwille aus. „Noch keine Kasse konnte nach einer Fusion ihre Kosten senken oder bessere Leistungen anbieten. Im Gegenteil: Unser Eindruck ist, dass viele der Zusammenschlüsse aus der Not heraus entstehen, einen Zusatzbeitrag zu vermeiden. Diesem Aktionismus müssen und wollen wir nicht folgen.“

 

Stattdessen setzt die Bertelsmann BKK laut Thomas Johannwille auf eine klare Positionierung als Gesundheitsdienstleister für Mitarbeiter des Medienunternehmens und ihre Familien. „Wir suchen unsere Kunden in den Unternehmen der Bertelsmann AG“, sagt Johannwille. „Denn um ihre Gesundheit können wir uns viel besser kümmern als eine Großkasse, bei denen die Versicherten vergleichsweise anonym versorgt werden. Bei uns stehen die persönliche und individuelle Betreuung und hochwertige Leistungen in der Gesundheitsvorsorge und in der Behandlung von Patienten im Vordergrund.“

 

Mit dieser Ausrichtung habe sich die Bertelsmann BKK auch seit der Einführung eines für alle Krankenkassen einheitlichen Beitragssatzes durch den Gesetzgeber gut behaupten können. „Durch gemeinsame Anstrengungen der Unternehmen, zum Beispiel bezüglich gesunder Arbeitsbedingungen, als auch der BKK durch vielfältige Angebote, wie Untersuchungen, Kurse und Informationen, haben wir erreicht, dass unsere Versicherten seltener krank sind als andere“, freut sich Thomas Johannwille. Den früheren Preisvorteil habe man sich eben nicht mit einem abgespeckten Leistungskatalog erkauft wie andere, die allein auf den Beitrag gesetzt hätten.

 

Das hat sich auch bei den Bertelsmann-Mitarbeitern herumgesprochen: Seit dem 1. Januar hat die BKK nach eigenen Angaben mehrere hundert neue Kunden begrüßen und ihre Mitgliederzahl damit auf fast 31.000 erhöhen können. „Ein Beleg dafür, dass wir weiterhin ein attraktives Angebot haben“, erklärt Thomas Johannwille. Dennoch setze die Bertelsmann BKK nicht auf Wachstum bei den Mitgliederzahlen. „Die BKK bleibt auf ihrem bisherigen Weg einer auf Bertelsmann und regional konzentrierten Krankenkasse mit einem Premium-Anspruch an Services und Versicherungsleistungen für alle unsere Kunden.“ (benet)


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