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Freitag, 30. Juli 2010 07:30 Alter: 2 Jahre Gut gestartet ist die Bertelsmann BKK in das Jahr 2010 - weiterhin kein Zusatzbeitrag
Nach einem planmäßigen Abschluss des Geschäftsjahres 2009 zeichnet sich bei der Bertelsmann BKK auch für das erste Halbjahr 2010 eine positive Bilanz mit einem Überschuss der Einnahmen ab. Der Verwaltungsrat der Bertelsmann BKK hat daher in seiner Sitzung am 12. Juli in Gütersloh die Jahresrechnung abgenommen, den Vorstand der BKK entlastet und angesichts der guten Zahlen die BKK in ihrem Tun bestätigt.
Über die detaillierten Zahlen zu Einnahmen und Ausgaben 2009 hat das BeNet am 7. April bereits ausführlich berichtet. Nun folgte nach durchlaufener externer Prüfung des Jahresergebnisses die gesetzlich vorgesehene Abnahme durch den Verwaltungsrat und die damit verbundene Entlastung des Vorstands in Person von Wolfgang Diembeck und Thomas Johannwille.
Zurückzuführen ist die gute Finanzsituation der BKK auf eine gesunde Struktur der Versichertengemeinschaft. Thomas Johannwille: „Wir haben uns auch in den Zeiten, wo wir mit unserem Beitragssatz in den Top Ten der Rankings lagen, nie dazu verleiten lassen auf schiere Größe als Erfolgsparameter zu setzen. Stattdessen haben wir immer unseren Fokus auf die Bertelsmann-Mitarbeiter und ihre Angehörigen beibehalten und in die Gesundheitsförderung und Vorsorge investiert. So konnten wir unsere Identität bewahren, sind in gesunden Strukturen und Größenordnungen gewachsen und unverändert innovationsfähig, wie aktuell unsere einzigartige Arzt-Bewertung beweist. Darüber hinaus sind unsere Verwaltungskosten immer deutlich niedriger als der Durchschnitt der gesetzlichen Krankenkassen und betragen nur 5 Prozent der Ausgaben. Unsere Versicherten können daher auch in 2011 damit rechnen, von Zusatzbeiträgen verschont zu bleiben.“
Teurer wird es aber wohl dennoch. Denn die Koalitionsspitzen planen die im Vorjahr im Rahmen des Konjunkturpaketes II erfolgte Beitragssatzsenkung wieder zurückzunehmen. Daher ist damit zu rechnen, dass ab 2011 wieder ein allgemeiner Beitragssatz von 15,5 Prozent für alle Krankenkassen gilt. Heute beträgt dieser 14,9 Prozent. Kassen, die bereits heute mit den Einnahmen aus dem Einheitssatz ihre Ausgaben nicht decken können, erheben einen Zusatzbeitrag von ihren Mitgliedern in Höhe von bis zu einem Prozent der Einnahmen, maximal jedoch 37,50 Euro. Eine Grenze, die es ab 2011 nicht mehr geben soll. Wer bei seiner Kasse bereits einen Zusatzbeitrag zahlt, zum Beispiel Versicherte bei DAK, KKH oder Deutscher BKK sollten daher einen Wechsel zur Bertelsmann BKK in Erwägung ziehen, wollen sie nicht unnötig hohe Krankenkassenbeiträge zahlen.
Wolfgang Diembeck: „Mit dem neuen Beitragssatz will die Regierung das Defizit in der Gesetzlichen Krankenversicherung im Jahr 2011 um die Hälfte auf rund 5,5 Mrd. Euro halbieren. Einsparungen auf der Ausgabenseite, vor allem bei Krankenhäusern, Ärzten und Zahnärzten, sowie Arzneimitteln sollen weitere 3,5 Mrd. Einsparung bringen, führen jedoch bereits zu lautstarken Protesten.“ Vor allem die Vertreter der Hausärzte sehen ihre Leistungsfähigkeit und Existenz bedroht und gehen auf die Barrikaden. Diembeck: „Wir befürchten daher Protestaktionen, die fatalerweise auf dem Rücken der Patienten ausgetragen werden. Dabei sind die Patienten durch die Rücknahme der Beitragssenkung und Aufhebung der Belastungsgrenze bei dem Zusatzbeitrag ja bereits genug belastet. Der stetige Anstieg der Arzneimittelkosten muss endlich wirksam begrenzt werden, z.B. durch die Einführung einer Positivliste. Die Verpflichtung zum Abschluss von Hausarztverträgen sollte gestrichen werden, um zu verhindern, dass Ärzteverbände quasi ohne messbare Effekte erneut höhere Honorare beanspruchen können.“
Erich Ruppik, stellvertretender Vorsitzender des Verwaltungsrates der Bertelsmann BKK: „Der Verwaltungsrat sieht die BKK auf einem guten Weg. Die Positionierung als Mitarbeiter-Krankenkasse mit regionalen Schwerpunkten und vielen Angeboten für die Gesundheitsförderung hat sich bewährt. Während in den letzten Jahren viele Kassen ihre Identität aufgegeben haben und sich nun teilweise in Schwierigkeiten befinden, hat sich unser Weg als erfolgreich erwiesen. Wir sind als Vertreter der Interessen von Versicherten und Firma zufrieden und zuversichtlich.“
