Mittwoch, 09. November 2011 10:16 Alter: 191 Tage Bertelsmann BKK informiert zur Schließung der BKK für Heilberufe

Nach der City BKK zur Jahresmitte wird nun mit der BKK für Heilberufe zum Jahresende eine weitere Betriebskrankenkasse vom Gesetzgeber geschlossen. Auswirkungen für die Bertelsmann BKK-Versichertengemeinschaft ergeben sich hieraus jedoch nicht.

 

Jede der 119 Betriebskrankenkassen ist für sich eigenständig und muss sich im Wettbewerb der gesetzlichen Krankenkassen zukunftssicher positionieren und behaupten. Gelingt das nicht, führt der Weg der Kasse in der Regel in die Fusion mit einem stärkeren Partner. Mangels Fusionspartner verblieb jedoch nun auch der BKK für Heilberufe nur die vom Bundesversicherungsamt verfügte Schließung als einzige Option.

 

Hintergrund sind Managementfehler, die im Falle der BKK für Heilberufe bis ins Jahr 2003 zurückreichen. Teuer erkauftes Wachstum führte zu einer Verschuldung, die in den Folgejahren mit Rekordbeitragssätzen und Sanierungshilfen des BKK-Verbunds mühsam wieder abgebaut werden musste. Mit Einführung des einheitlichen Beitragssatzes im Jahre 2009 jedoch fiel eine Stütze des Sanierungsprogramms weg. Die anstelle dessen erfolgte Erhebung eines Zusatzbeitrags konnte nicht in gleichem Maße zur Sanierung beitragen. Zudem erfolgte nun eine verstärkte Abwanderung, die die Sanierung letztlich unmöglich machte. Die Schließung der Kasse zum Jahresende ist nun die logische Folge. Die verbleibenden Restschulden wird der BKK-Verbund tragen.

 

„Es handelt sich hier nicht um ein grundsätzliches Problem der Betrieblichen Krankenversicherung, sondern schlichtweg um die Marktbereinigung von Kassen, die keine solide langfristige Finanzplanung betrieben haben und vor allem auf kurzfristige Erfolge geschaut haben. Gleiches konnten wir auch bei Ersatz- und Innungskrankenkassen beobachten“, erläutert Wolfgang Diembeck, Vorstandsvorsitzender der Bertelsmann BKK. „Unsere betriebliche Ausrichtung hingegen auf die Bertelsmann-Mitarbeiter und deren Familien mit regionalen Schwerpunkten an den großen Bertelsmann Standorten ist, neben einer soliden Finanzplanung, die Basis für unseren Erfolg und die unverändert gute Perspektive. Einen Zusatzbeitrag können wir daher auch für 2012 ausschließen.“

 

Die Versicherten der BKK für Heilberufe wurden bereits über die Schließung informiert. Sie haben nun sechs Wochen Zeit eine neue Krankenkasse zu wählen, sollten dies aber dennoch möglichst bald tun. Nachteile durch den Kassenwechsel haben sie nicht zu erwarten.

 

Bertelsmann-Mitarbeiter, die Angehörige bei der BKK für Heilberufe haben, berät das BKK Service-Center gern telefonisch unter Fon 05241 8074000 zu allen Fragen rund um den Kassenwechsel.


Letzte Änderung: Freitag, 23.02.2007

 

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